EUR/USD: Zunächst positiv, doch echte Impulse fehlen

January 10, 2018 15:03

Das aktuelle Chartbild verleitet zu der Annahme, dass das Paar sich weiterhin positiv entwickeln könnte. Der Anschein kann trügerisch sein, denn aktuell gibt es recht wenig positiver Nachrichten für den Euro. Die EZB lässt sich wie immer alle Zeit der Welt. In der Zwischenzeit fährt die größte europäische Lock namens Deutschland seit Monaten ohne einer Führung einfach weiter. Das Nicht-zustande-kommen der Koalition hat zwar noch keine besonderen Auswirkungen gezeigt, doch mit jeder neuen Woche ohne Ergebnisse wächst der Druck weiter. Wie immer bleibt es an den Märkten und geopolitischen Arenen spannend, währenddessen wir uns der Technischen Analyse widmen:

Rückblick (03.01.2018 - 09.01.2018)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2044 und damit deutlich über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR setzte am Mittwoch zunächst moderat zurück, konnte sich aber über der 1,2000 stabilisieren und von hier aus dann in einigen Aufwärtsschüben bis an die 1,2088 laufen. Hier ging es zunächst nicht weiter, wobei er EUR es schaffte, sich zunächst im Dunstkreis der 1,2085/80 festzusetzen. Am Freitag Morgen ging es dann leicht zurück. Im Rahmen der Bekanntgabe der US Konjunkturdaten am Nachmittag kam es zu einer Aufwärtsbewegung über die 1,2080, die aber zeitnah wieder ab verkauft wurde. Der EUR setzte darauf hin bis an die 1,2010 zurück, konnte sich aber von hier aus leicht erholen. Er ging bei 1,2031 aus dem Wochenhandel. Zu Beginn der neuen Handelswoche setzte sich aber weitere Schwäche durch. Der EUR fiel, wie von uns im Tagesfahrplan erwartet, bis an die 1,2060/55 und an Dienstag dann weiter bis an die 1,2020/15.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich über dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es geschafft, sich über die 1,2081 zu schieben, kam aber nicht an die 1,2092 heran. Das ist das Level, das der EUR per Tagesschluss überschreiten muss, um weiteres Potential auf der Oberseite realisieren zu können. Dies wurde nicht geschafft. Der EUR hat es aber geschafft, sich innerhalb des Betrachtungszeitraums über der 1,1900 zu halten. Die Range war mit 173 Pips etwas kleiner wie in der Vorperiode.

Wir hatten auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2080/82 die 1,2092/94 anlaufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, allerdings hat es der EUR nicht vermocht, das Anlaufziel zu erreichen. Wie erwarten haben sich in diesem Bereich aber Rücksetzer eingestellt und die Aufwärtsbewegung war beendet. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1924/22 nicht an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1906/04. Diese Anlaufmarke wurde deutlicher verfehlt, das Setup hat hier nicht gepasst.

Hoch*: 1,2088 Vorperiode: 1,2081

Tief*: 1,1915 Vorperiode: 1,1863

Range*: 173 Pips Vorperiode: 218 Pips

*Betrachtungszeitraum 03.01.2018 - 09.01.2018


Wie könnte es weitergehen?

Euro-WS: 1,1972/99....1,2027/57....1,2120/81....1,2272

Euro US: 1,1929...1,1842/33....1,1728/09.....1,1686/16.....1,1531...1,1496...1,1364

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

Box-Bereich: 1,2303 bis 1,0504

Tagesschlusskurs-Marken: 1,2269 und 1,1728

Intraday-Marken: 1,2113 und 1,1833

Die Range: 1,3479 bis 0,9631


Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck:

Das übergeordneten Bild ist nach wie vor bullisch zu interpretieren. Der EUR hat es zwar nicht geschafft, die 1,2092 zu überwinden, dennoch ist der Rücksetzer an die 1,1920/15 positiv, denn hier könnte der Index noch einmal Schwung nehmen, um das Level anzulaufen. Selbst ein weiteres Zurücksetzen an die 1,1880/60 wäre noch denkbar. Spätestens dort könnte er dann aber drehen und dynamisch nach Norden laufen. Schafft der EUR es sich auf Tagesschlussbasis über die 1,2092 zu schieben und dort festzusetzen, so könnte er im Nachgang dessen die 1,2150/1,2220 erreichen. Geht es auf Tagesschlussbasis unter die 1,1860 und wird dies am Folgetag bestätigt, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Dann könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis 1,1750/30 gehen könnten.

Fazit: wichtig ist nach wie vor, dass es der EUR auf Tagesschlussbasis schafft, die 1,2092 zu überwinden. Dann hat er bei einer Bestätigung am Folgetag die Chance weiteres Potential auf der Oberseite zu realisieren. Solange er das nicht schafft, könnten sich Abgaben bis in den Bereich der 1,1880/60 bzw. bis 1,1750/30 einstellen.

Rahmenbedingungen:

Die schwachen US Konjunkturdaten, die am Freitag veröffentlicht wurden, haben den Dollar gestützt. Die Wertentwicklung des Währungspaars entwickelt sich seit Monaten exakt in die von der US Regierung gewünschten Richtung. Das belastet natürlich die europäischen Indizes, während Dow&Co praktisch täglich neue ATH machen. In dieser Woche werden noch die US Erzeugerpreise und die US Einzelhandelsdaten veröffentlicht. Diese könnten einen kurzfristigen Einfluss auf den EUR haben. Weg bestimmend ist aber nach wie vor die Geldpolitik. Die EZB wird frühestens im März entscheiden, bzw. in Aussicht stellen, wie sie mit dem Aufkaufprogramm umgehen will, eventuell wird dies dann auch erst im Juni bekanntgegeben. Somit dürften sich die Einflüsse auf den EUR, von Seiten der Geldpolitik, zunächst begrenzen. Dies könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass der EUR die nächsten Handelswochen zunächst in einer Box seitwärts laufen könnte.


Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Der EUR könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1920 zu etablieren. Gelingt dies, so könnte er dann versuchen, die 1,1945/47, die 1,1957/59 und dann die 1,1966/68 zu erreichen. Bereits hier könnten sich Rücksetzer einstellen und der EUR könnte Probleme haben dieses Level zu überwinden. Schafft er es, die 1,1966/68 hinter sich zu lassen, so könnte er dann die 1,1978/80, die 1,1991/93 und dann die 1,2002/04 erreichen. Geht es über die 1,2002/04, so wären die nächsten Anlaufziele bei 1,2019/21 und bei 1,2028/30 zu suchen. Auch in diesem Bereich könnte der EUR Probleme haben weiter zu kommen. Gelingt ein Überwinden der 1,2028/30, so wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,2039/41, bei 1,2048/50 und dann bei 1,2058/60 zu suchen. Kann sich der EUR über die 1,2058/60 schieben, so wären die 1,2071/73, die 1,2084/86 und dann die 1,2092/94 die nächsten Anlaufziele. Sollte der EUR bis an die 1,2084/92 laufen, so könnte er erneute Probleme haben, dieses Level zu überwinden. Im Zweifel ist die Aufwärtsbewegung in diesem Bereich erneut beendet. Wird der Bereich bei 1,2080/90 dynamisch und mit Momentum angelaufen, so könnte der EUR auch die 1,2102/04, die 1,2118/20, die 1,2131/33 bzw. die 1,2141/43 erreichen. Über der 1,2141/43 kämen dann die 1,2154/56, die 1,2167/69, die 1,2186/88 und die 1,2196/98 als weitere Anlaufmarken in Betracht.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1935 etablieren, so wäre mit Rücksetzern zu rechnen, die zunächst bis an die 1,1922/20 und dann weiter bis an die 1,1915/13 gehen. Gelingen hier keine Erholungen, so könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis 1,1902/00, bis 1,1888/85 und dann weiter bis 1,1878/76 gehen könnten. Der EUR hätte im Bereich der 1,1885/76 gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, könnten sich weitere Abgaben einstellen, die die 1,1867/65, die 1,1853/51 und die 1,1846/44 erreichen könnten. Rutscht der EUR unter die 1,1846/44, so wären die 1,1837/35, die 1,1825/22 und die 1,1814/12 die nächsten relevanten Anlaufmarken.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 11.01.2018 – GER: Bruttoinlandsprodukt
  • 11.01.2018 – EUR: Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • 12.01.2018 – USA: Einzelhandelsumsatz
  • 12.01.2018 – USA: Verbraucherpreise
  • 12.01.2018 – USA: Kernverbraucherpreise

Traden Sie DAX30 beim DAX-Spezialisten!

  • Verlässlicher, typischer Spread zur Haupthandelszeit: nur 0,8 Punkte. Ohne zusätzliche Kommission!
  • CFD Minis, Minilots: Handeln Sie auch CFD Indizes wie DAX30 ab 0,1 Kontrakte. 1 Punkt im DAX entspricht hier nur 10 Eurocent.
  • Hebel bis zu 500 auswählbar, auch für Index-CFDs: ob 50 oder maximal 500, Sie entscheiden!
  • Keine Requotes, keine Stop-Mindestabstände, keine Mindesthaltedauer, keine Restriktionen!
  • Teilschliessungen, Reverse-Orders und Time-Stops einfach managen wie noch nie! Nutzen Sie auch zum DAX30-Handel unser „Tuning" für den MetaTrader
  • Keine Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland!
  • Montag, Mittwoch und Freitag mit Setups und Tradingideen live um 08:30 Uhr: Guten Morgen DAX-Index. Mit High-Speed-Trader Heiko Behrendt.

MetaTrader 4 & MT5 – mit besten, kostenlosen Add-ons

  • Unser NEUES MT5 Angebot: Hedging, schnellere & bessere Softwareperformance. Alle Handelsinstrummente wie DAX30, Kryptowährungen, Dow, Brent, WTI, Bund CFD, etc.
  • Über 60 sinnvolle, kostenfreie Add-ons, für MT4 und MT5. NEU: mit Order Ladder, Teilschliessungen schnell wie nie, vielen weiteren Timeframes und Level 2 Forex Orderbuchtiefe
  • Market & Pending Order mit BESTER Kontrolle über Stop Loss und Take Profit: volle Kalkulation in Euro und Prozent und GENIAL wie nie!
  • Manueller Trading-Simulator: Backtesten Sie manuelle Tradingstrategien
  • Hier über MetaTrader Supreme NEWS informieren und downloaden.


Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Risikowarnung ◄
Dieser Artikel liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Sie können im Extremfall Ihr komplettes Investment verlieren! Die Nachschusspflicht für Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland entfällt.
Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier.

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Informationen sollen lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine eventuell nötige anleger- und anlagegerechte Beratung. Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben.

Admiral Markets haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes. Folglich trägt der Anleger vollkommen alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen. Admiral Markets ist nicht dazu verpflichtet, diese Publikation zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird.

Admiral Markets erzielt bei Handel über das Haus von diesen Handelsinstrumenten eigene Erträge. In der Konditionengestaltung ist eine Marge enthalten, die neben dem Aufwand für die Strukturierung und Absicherung den Ertrag des Finanzdienstleisters abdeckt. Beim Erwerb, der Veräußerung und dem Halten von Finanzprodukten fallen für den Anleger Kosten an. Weitere Informationen zu den entsprechenden Transaktionskosten und sonstigen Preisen erhalten Anleger auf der Webseite von Admiral Markets.
Die hier wiedergegebenen Informationen und Wertungen (Informationen) sind nicht an ein bestimmtes Land außerhalb Deutschlands gerichtet! Nicht namentlich gezeichnete Beiträge stammen aus der Redaktion; diese behält sich vor, Autorenbeiträge zu bearbeiten.

Lesen Sie den kompletten (oder weitere) Warnhinweis(e) über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis


Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.