Forex und CFD Daytrading Tipps und Strategien

Daytrading früher - Handel auf dem Parkett - Heute nur noch elektronisch

In diesem Artikel möchten wir Ihnen einige Strategien für den Forex- und CFD-Handel vorstellen, insbesondere für das sogenannte Daytrading (auch Intraday-Handel genannt). Dazu ist es zuallererst natürlich wichtig, die Begrifflichkeiten zu erläutern. Als "Daytrading" wird jener Handel bezeichnet, bei dem die Positions-Eröffnung und Schließung in aller Regel am selben Tag erfolgt. Ab und an wird Daytrading aber auch nur genutzt als Beschreibung für einen sehr aktiven Trader, der täglich sich mit der Börse beschäftigt und handelt. Dies ist bei weitem eine kleine Minderheit nur, in Deutschland liegt die Quote von Personen, die Wertpapiere besitzt, bei oftmals nur ein bis zwei Trades im ganzen Jahr, statistisch betrachtet. Je nachdem, wie weit oder eng man die Definition fasst, geht man von 50.000 bis 500.000 aktiven Tradern in Deutschland aus. Bei einer Einwohnerzahl von über 80 Millionen.


Es ist allgemein anerkannt, dass je kleiner die gewählte Zeiteinheit ist, desto höher ist tendenziell das Risiko welches der Trader eingeht - aber auch die möglichen Chancen. Daytrading an den Forexmärkten wird daher als einer der anspruchsvollsten Ansätze angesehen. Ein angepasstes Money- und Risiko-Management ist beim Daytrading besonders wichtig. Lernen Sie dazu mehr in unseren umfangreichen Risikomanagement Beitrag.

Das Risiko wird nicht durch die Wahl der Strategie erhöht, da die jeweilige Handelslogik im Großen und Ganzen die selbe ist, unabhängig von der gewählten Zeiteinheit. Das höhere Risiko entsteht aufgrund der Rahmenbedingungen. Das heißt, Fehler werden kostspieliger und treten häufiger auf, weil Ihre Handelsfrequenz natürlich entsprechend steigt, wenn Sie auf kleineren Zeiteinheiten handeln.

Um mehr über die Grundlagen zu erfahren und für einen guten Einstieg in den Forex-Handel zu erhalten, bieten wir von Admiral Markets unseren Kunden diverse Schulungsmöglichkeiten - kostenlos!

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Strategien

Bevor wir tiefer in die jeweiligen Strategien einsteigen, möchten wir Ihnen zunächst einige grundsätzlichen Informationen zum Daytrading mit auf den Weg geben. Die wohl wichtigsten Faktoren im Daytrading, unabhängig von der jeweiligen Strategie, sind:

  • Volatilität
  • Marktliquidität

Die Volatilität ist ein Risikomaß und zeigt die Schwankungsintensität des Preises/Kurses eines Basiswertes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je höher die Volatilität, umso stärker schlägt der Kurs nach oben und unten aus und desto riskanter aber auch chancenreicher ist eine Investition in dem jeweiligen Markt. Die Schwankungsintensität gilt es zu berücksichtigen, denn es ist wichtig zu wissen, wann es sinnvoll ist zu handeln und wann nicht.

Unter (Markt-)Liquidität versteht man im allgemeinen die Fähigkeit, am Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes Wirtschaftsgut zu tauschen. Umso mehr Liquidität der jeweilige Markt hat, desto enger (günstiger) sind die Spreads. Die meiste Marktliquidität bieten die Major-Forexpaare (EUR/USD, USD/JPY, EUR/GBP, etc.) und einige der so genannten Minors (auch Cross-Pairs genannt).

Der Intraday-Handel ist sehr präzise und der Daytrader benötigt eine höhere Liquidität (oder einen hohen Hebel). Im Gegensatz zum langfristigen Anlagehorizont, wo es auf 10 Punkte (Pips) mehr oder weniger nicht ankommt, können im Intraday-Handel 10 Punkte zwischen Gewinn oder Verlust am Ende des Tages entscheiden.

Zum einen sind es die Fähigkeiten des einzelnen Traders, welche entscheiden, ob er gewinnt oder verliert. Jedoch kommt auch der beste Trader nicht ohne Liquidität aus. Denn wenn nicht ausreichend Liquidität am Markt vorhanden ist, kann die Order nicht zum gewünschten Preis/Kurs geschlossen werden.

Es kann festgehalten werden, dass jeder Daytrader immer die Volatilität und die jeweilige (Markt-)Liquidität beachten sollte. Damit haben Sie schon eine erste Eingrenzung vorgenommen, welche Märkte Sie wann am besten handeln können.

Wir möchten Ihnen nun einige bewährte Daytrading Strategien vorstellen.


Scalping

Als Scalping wird eine Handelsstrategie bezeichnet, welcher durch kleine Preisschwankungen viele kleine Gewinne aus dem Markt "zu schneiden" versucht (englisch "to scalp", herausschneiden). Es wird auf kleinen Zeiteinheiten gehandelt - Sekunden und Minuten. Scalper setzen auf viele Trades, also verfolgen einen quantitativen Ansatz.

Es ist ein sehr schneller Handelsstil und damit kann er auch sehr aufregend sein, aber auch zugleich mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Ein Scalper muss mit einer hohen Trefferquote arbeiten, damit er mit den vielen kleinen Gewinnen die wenigen Verlusttrades ausgleichen kann. Der wahrscheinlich schwierigste Teil des Scalpings ist es, die Verlusttrades zu schließen. Der Scalper kann nicht warten und hoffen, dass sich der Markt doch wieder in seine Richtung bewegt.

Wenn Sie sich näher mit dem Scalping befassen möchten, sollten Sie einen sechsten Sinn für den Markt entwickeln:

  • Welche Märkte haben momentan eine hohe Volatilität?
  • Ausreichend Liquidität und eine schnelle Orderausführung?

Wenn Sie das Scalping beherrschen, ist es wohl die profitabelste Strategie überhaupt, unabhängig in welchem Markt Sie sich bewegen. Sie müssen jedoch das Risiko konsequent begrenzen, denn Chancen und Risiken gehen immer Hand in Hand.

Eine erste Einleitung zum Thema finden Sie auf unserem YouTube Channel!

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Reverse Trading

Reverse Trading: Beispiel für eine Korrektur-Bewegung beim Forexhandel

Das sogenannte Reverse Trading ist wohl eine der schwersten Trading Strategien. Besonders wenn Sie von unerfahrenen Tradern angewandt wird. Das Revers Trading wird auch als "Pull Back" Trading bezeichnet. Der Trader versucht seinen Einstieg an einem möglichen Trendumkehrpunkt zu platzieren und handelt gegen den Trend, er handelt also die Korrektur.

Hier liegt auch das Risiko, da sich der Trader gegen den Trend stellt. Der Reverse Trader muss in der Lage sein, diese möglichen Umkehrpunkt zu identifizieren, welche gleichzeitig auch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen. Dies ist nicht unmöglich, es bedarf jedoch eine Menge an Erfahrung.

Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Pivot-Punkte oder die Tages Hoch- & Tief-Punkte als mögliche Umkehrpunkte zu nutzen. Unsere Supreme Edition für den MetaTrader 4 bietet hier Hilfe und nützliche Tools.

Momentum Trading

Momentum Trading: Beispiel für die Trendfolge im Forextrading

Das sogenannte Momentum Trading ist eine sehr einfach umzusetzende Daytrading Strategie. Der Trader sucht hauptsächlich nach starken Marktbewegungen in eine Richtung, welche zusammen mit einem hohem Volumen auftreten. Der Trader handelt also den Trend in Trendrichtung. Damit diese Strategie Erfolg hat, sollte der Trader eine ausgeprägte Selbstdisziplin mitbringen, um auf den richtigen Moment zu warten um in den Markt einzusteigen.

Beispielsweise können Sie den so genannten SuperTrend-Indikator nutzen. Was er kann und wie Sie ihn nutzen können, finden Sie HIER.


Ein paar abschließende generelle Forex Daytrading Tipps

Wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung an der Börse haben, sollten Sie nicht gleich mit der kleinsten Zeiteinheit beginnen. Auf den kleinen Zeiteinheiten ist die Tradefrequenz entsprechend höher, womit auch die mögliche Fehleranzahl steigen kann. Testen Sie zunächst ein paar Strategien in einem Forex & CFD Demo-Konto und finden Sie die für SIE passende Strategie und bleiben bei dieser. Umso mehr Erfahrung Sie haben, umso kleiner können Sie die Zeiteinheit wählen.

Der erste Schritt zum Daytrading ist meist eine umfangreiche Recherche zu diesem Thema. Tradinganfänger neigen oft dazu, viel Zeit und Aufwand zu investieren um den "Heiligen Gral" zu finden. Beispielsweise den perfekten Indikator oder die perfekte Strategie zu finden, mit welcher Sie nur gewinnen. Die Wahrheit ist - es gibt diesen Heiligen Gral nicht. Wenn etwas dem Heiligen Gral nahe kommt, dann ist es keine Strategie oder Indikator, sondern das Money- & Risikomanagement! Erfahren Sie hierzu mehr in unserem umfangreichen Beitrag zum Thema Risikomanagement.

Wie für jeden Job und für jeden Aufgabe, benötigen Sie auch das passende "Werkzeug" - für den Trader ist dies natürlich die Handelsplattform.

Die beste Daytrading Software für Einsteiger ist die MetaTrader 4 Handelsplattform, da Sie benutzerfreundlich, stabil und schnell ist. Zum Einstieg empfehlen wir Ihnen, wie folgt vorzugehen:

  1. Legen Sie sich ein Trader-Profil in unserem Kundenportal TRADER ROOM zu
  2. Im TRADER ROOM eröffnen Sie ein Demo-Konto
  3. Testen Sie ein paar Strategien und konzentrieren sich dann auf eine
  4. Handeln Sie im Demo-Konto genau so, wie Sie es auch in einem Live-Konto tun würden
  5. Entwickeln Sie "positive Angewohnheiten" bereits im Demo-Konto, diese werden Ihnen auch im Live-Konto helfen

Entwickeln Sie einen strikten Tradingplan um Ihre Risiko zu minimieren. Wie oben beschrieben, können Sie nicht nur mit dem Risk- & Moneymanagement Einfluss auf Ihre Risiko nehmen, sondern auch über die Wahl der Zeiteinheit.

Ein weiteres Muss, neben einen Tradingplan für Daytrader, ist der Stop-Loss. Es gibt zwei Arten - den physischen Stop-Loss und den mentalen Stop-Loss.

Physischer Stop-Loss: Bezeichnet einen Stop-Loss (SL) der an einem bestimmten Preislevel/Kurslevel platziert wird, um Ihr Risiko zu begrenzen, falls sich der Markt entgegen Ihrer Erwartung ausbilden sollte. Eine bewährte Größenordnung ist 1-2% Risiko pro Trade.

Als mentalen Stop-Loss wird ein Kurs(bereich) gemeint, an welchem der Trader weiß, dass sein Trade wohl nicht aufgehen wird und es wahrscheinlich besser wäre, die Position glattzustellen. Der Trick ist, nicht in Panik zu verfallen, wenn der Markt plötzlich dreht.

Sowohl der physische als auch der mentale Stop-Loss sollten VOR jedem Trade festgelegt werden.

Eine weitere Möglichkeit das Risiko zu minimieren ist, sich ein Tageslimit zu setzen. Das heißt, dass der Trader sich einen maximalen Verlust pro Tag definiert, welchen er emotional und finanziell verkraften kann. Wenn dieses Limit erreicht ist, sollten Sie den Markt verlassen für den Tag. Profi-Trader wissen, dass es meist keine gute Idee ist, unter emotionaler Befangenheit zu Traden.

Es ist außerdem immer eine gute Investition, in Ihre Aus- & Weiterbildung zu investieren. Wir von Admiral Markets bieten neben diese und anderen Artikeln Ihnen zahlreiche weitere Möglichkeiten:

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