Die besten Wochentage für den Forex - und CFD - Handel

Die besten Wochentage für den Forex & CFD - Handel

Wenn Sie bereits ein wenig Börsenerfahrung haben, ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass die täglichen Marktschwankungen (Volatilität) nicht konstant hoch sind. Die Schwankungsbreite variiert nicht nur auf Stundenbasis, sondern auch jede Woche und jeden Monat.

Es ist daher von besonderer Bedeutung, zu wissen, wann die jeweiligen Volatilitätslevels tendenziell zu erwarten sind. Dieses Wissen kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen.

Die 5,5 Handelstage der Woche

Was ist der beste Tag in der Woche für den Forex & CFD Handel? Welche Tageszeit ist am besten geeignet?

Schauen wir uns einmal die gesamte (Handels-)Woche im Detail an:

Beginnen wir mit dem Sonntag. Wie Sie der Tabelle weiter unten entnehmen können, ist am Sonntag die durchschnittlich geringste Marktbewegung für Forex zu erwarten.

Die durchschnittliche Volatilität steigert sich dann von Tag zu Tag, bis sie am Mittwoch und Donnerstag Ihren Höchststand erreicht. Auch der Freitag hat tendenziell noch eine relativ hohe Volatilität bis ca. 17.00 Uhr GMT, dann sinkt sie meist schnell ab, da sich viele Markteilnehmer von den Märkten entfernen und ins Wochenende gehen.

Die Antwort auf die Frage "Welche Tage der Woche die besten zum Handeln von Devisen sind?" lautet also: Dienstag bis Freitag.

Zur Übersicht haben wir Ihnen eine Tabelle mit den beliebtesten Forexmärkten zusammengestellt. Diese ist nach Wochentagen sortiert und lässt Sie die tägliche Schwankungsspanne in Pips aus der jeweiligen Zelle ablesen.

Tabelle mit den beliebtesten Forexmärkten weltweit

Die rote Spalte zeigt den Sonntag, welcher die tendenziell geringste Tagesspanne in Pips aufweist. Der Montag umfasst schon eine deutlich größere Range als der Sonntag und liegt damit im Mittelfeld. Die Tage mit der durchschnittlich höchsten Tagesspanne sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Der Freitag ist auch ein guter Tag zum Handeln, jedoch meistens nur bis ca. 17.00 Uhr GMT.

Wieso wurde die tägliche Anzahl an Pips als Indikator für den Grad der Volatilität gewählt?

Die Pip-Range misst nicht die exakte Volatilität, sie ist jedoch ein gute und einfache Methode, um ein Gefühl für den jeweiligen Markt, das so genannte "Big Picture" zu erhalten. Es ist daher sinnvoll, dieses Wissen im Hinterkopf zu behalten, wenn Sie täglich an den Märkten agieren.

Wenn Sie selbst Ihre eigene Daten erheben möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unser MetaTrader mit unserer exklusiven Supreme Edition bietet umfangreich Tools, mit welchen Sie die Daten einfach einsehen und analysieren können.

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Welche Tageszeit ist tendenziell die beste für den Forexhandel?

Sonntag zu Montag

Auch die jeweilige Tageszeit spielt eine erhebliche Rolle. Es gibt gewisse Zeiträume, in welchen eine deutlich höhere Volatilität als an anderen Tageszeiten erwartet werden kann.

Wenn es in Australien bereits Montag früh ist, ist es noch mitten in der Nacht in Europa. Das heißt, weder in Europa noch in Amerika wird gehandelt. Aber der Markt ist bereits geöffnet, jedoch ist die Volatilität meist eher relativ gering.

Die Nacht zum Sonntag ist der einzige Tag in der Woche, wo es unter regulären Bedingungen zu Gaps kommen kann.

Bis Montag früh (in Europa) ist der Handel eher tendenziell träge. Ab dann beginnen auch die europäischen Händler ihre Aktivitäten an den Kapitalmärkten.

Übrigens: Derzeit wird in unserer Handelssoftware MetaTrader als Zeitzone die EET, Eastern European Time, genutzt (in der Regel "plus 1 Stunde" zur deutschen Zeit). Der Vorteil darin liegt, dass für die Chartanalyse bei einer Wochenbetrachtung die Sonntags-Chartkerze nicht angezeigt wird. Mit dieser Methodik haben Sie bei der Chartanalyse 5 Tageskerzen für eine Handelswoche.


Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

Am Dienstag steigt der Handel schnell und der Markt erlebt die erste Spitze der Tätigkeit. Marktvolatilität am Dienstag ist etwa 120-130% von dem, was es am Montag ist. Dies ist der Grund, warum Dienstag einer der besten Tage ist, um Forex und CFDs zu handeln.

Am Mittwoch gibt es einen leichten Sprung in der Volatilität. Die Handelsaktivität verringert sich und bleibt irgendwo zwischen den Werten von Montag und Dienstag. Der Grund hierfür ist der SWAP. Der SWAP beschreibt die Übernacht-Haltekosten für die Finanzierung der Margin, die vom Trader zu zahlen sind, wenn er eine Position von dem einen auf den nächsten Tag hält.

Zusätzlich gibt es den dreifachen SWAP, der als Ersatz für das Wochenende in der Mitte der Woche berechnet wird. Wenn Sie bspw. eine Position am Ende des Mittwochs halten, bezahlen Sie den dreifachen SWAP. Halten Sie eine Position jedoch über das Wochenende, zahlen Sie den normalen, einfachen SWAP. Bei CFDs, wie dem DAX30, wird der Wochenend-SWAP jedoch auch wie gewohnt am Wochenende berechnet.

Wenn Sie relativ kleine Positionen handeln, fällt dieser Betrag nicht so sehr ins Gewicht - aber Sie müssen die Kosten jede Nacht bezahlen, solange Sie eine Position konstant offen halten. Für Intraday-Händler spielt dies jedoch keine Rolle, da sie ihre Positionen innerhalb des gleichen Tages schließen. Für Händler mit einem längeren Anlagehorizont kann der SWAP auch einen zusätzlichen Gewinn bringen.

Deswegen ist der Mittwoch in der Regel etwas geringer in der Volatilität als der Dienstag und der Donnerstag. Aufgrund seiner hohen Volatilität ist der Donnerstag ein weiterer guter Tag zum Handeln an der Forex Märkten.


Freitag

Am Freitag wird es interessant: Die Währungspaare, die während der asiatischen und europäischen Session beliebt sind, beginnen sich zu überschneiden. Sie bleiben also zunächst so volatil wie am Donnerstag.

Hauptsächlich sind hiervon die Währungspaare EUR/JPY und GBP/JPY betroffen. Währenddessen scheinen Währungspaare aus Nordamerika und aus dem Asien-Pazifik Raum an Volumen nachzulassen. Dies hängt offensichtlich damit zusammen, dass am Freitagabend die Märkte geschlossen werden.

Im Allgemeinen kann festgehalten werden, dass der Freitag gute Handelschancen bis zum späten Nachmittag bietet. Erst ab dann fällt das Handelsvolumen, da die ersten Händler ins Wochenende gehen. Außerdem werden an jedem ersten Freitag im Monat die sogenannten "US Non-Farm-Payrolls" veröffentlicht. Diese Daten können für sehr große Volatilität sorgen und sollten besondere Beachtung finden.

Es kann also festgehalten werden, dass Sie in der Mitte der Woche, also Dienstag, Mittwoch und Donnerstags die besten Tradingchancen erhalten werden. Dies ist auch am Freitag bis zum Abend der Fall.


Die besten Monate für das Trading

Nachdem wir uns die einzelnen Wochentage angeschaut haben, werden wir uns nun die einzelnen Monate anschauen. Was sind die besten Monate für den Forex und CFD-Handel?

Das ganze Kalenderjahr teilt sich in 3 Perioden der Volatilität. Es kann also beobachtet werden, dass es eine gewisse Saisonalität im Jahresverlauf gibt. Von diesen 3 Perioden, sind 2 besonders gut geeignet zum Handeln. Die erste gute Zeit umfasst die ersten 5 Monate:

  1. Januar
  2. Februar
  3. März
  4. April
  5. Mai

Nach diesen Monaten nimmt die Volatilität tendenziell eher etwas ab. Das sind die Sommermonate:

  1. Juni
  2. July
  3. August

Die zweite gute Periode ist nach dem Sommer. Diese Monate sind meist die mit der höchsten Volatilität:

  1. September
  2. Oktober
  3. November

Auch der Dezember ist ein guter Monat zum Handeln. Lediglich am Ende des Monats, während der Weihnachtsfeiertage, nimmt die Volatilität ab. Nach den Feiertagen geht die Marktaktivität wieder nach oben.

Darstellung der Marktaktivität für April und Mai im Forexhandel


Die Trägheit der Sommermonate

Sobald der Großteil der Händler im Sommerurlaub ist, geht auch die Marktaktivität natürlich zurück. Es gibt ein Sprichwort an den Börsen: "Sell in May and go away…"

Es gibt diverse Untersuchungen, die zeigen, dass der S&P500 in den Sommermonaten die geringste Rendite bringt. Der August schneidet tendenziell am schlechtesten ab, weil hier die meisten Händler im Urlaub sind. Das führt zu mehr oder weniger großen Schwankungen an den Märkten. Die großen und Langzeit-Marktteilnehmer schützen ihre Portfolios und verkaufen oft ihre Positionen, bevor sie in den Sommerurlaub gehen. Sie bauen ihre Positionen am Ende des Sommers wieder auf, um so an der "Jahresendrallye" teilzunehmen.

Dafür ist es im Sommer besser, bspw. sogenannte "Range Setups" zu nutzen, da die Schwankungen nicht so stark sind und somit schnell die Richtung wechseln. Das gleiche gilt für Händler die auf kleinen Zeiteinheiten (Intraday) handeln.

Das "Sommerloch" endet meist mit dem "Labor Day" in den USA am ersten Montag im September. Die letzten vier Monate des Jahres sind die wichtigsten für die Rendite. Denn selbst wenn Sie eine schlechte Performance über die Sommermonate hatten, ist es meist einfach möglich, diese durch die letzten vier Monate im Jahr wieder auszugleichen.

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Die Jahresendrallye, die Weihnachtszeit und der Frühjahrsboom

Die Jahresendrallye kommt zustande, da viele Berufshändler aus ihrem Sommerurlaub zurück kommen und wieder aktiver an den Märkten werden. Genauso wie auch in anderen Branchen, nimmt die Aktivität zu. Darum ist auch die Zeit nach dem Sommer die beste, um mit Forex und CFDs zu handeln.

Ende Dezember verringert sich dann die Aktivität aufgrund der Feiertage wieder. Dies ist aber nur von kurzer Dauer, denn sobald das neue Jahr beginnt, kommt auch die Volatilität an die Märkte zurück. Sie müssen nicht bis Mitte Januar warten, meist beginnt die Aktivität schon kurz nach Neujahr.

Die Händler haben nun 5 Monate Zeit um entsprechende Gewinne zu erwirtschaften, damit Sie nicht im Sommer genötigt sind, zwangsweise zu handeln, sondern nur, wenn sich gute Chancen ergeben. Die ersten Monate können zwar nicht direkt mit der Jahresendrallye verglichen werden, jedoch bieten auch sehr gute Chancen für kurz- und mittelfristige Anleger.

Beachten Sie diese Grundsätze:

  • In den Haupturlaubszeiten und Feiertagen nimmt das Handelsvolumen ab
  • Die Märkte können in diesen Zeiten unerwartete Schwankungen vollziehen

Diese Grundsätze gelten besonders für die Weihnachts- und Osterzeit.

Als Händler sollten Sie sich immer den Handelskalender anschauen und auf die Feiertage achten. So wissen Sie, wann sich gute Chancen und Möglichkeiten zum Handeln ergeben und wann eher nicht. Mit diesem einfachen Vorgehen vermeiden Sie Frustration im Handel.

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