Die Top 10 Tipps für Forex Money Management

Die Top 10 Tipps für Forex Money Management

Per Definition hat jedes erfolgreiche Trading-System einen positiven Erwartungswert. Aber was genau ist darunter zu verstehen?

Es bedeutet, dass ein Handelsystem auf lange Sicht profitabel ist. Es heißt nicht, dass wir immer oder oft gewinnen. Wir sollten nur dann eine Tradingposition eingehen, wenn die Marktsituation für uns erfolgversprechend aussieht. Jedoch ist ein Trade immer auch mit Unsicherheit verbunden.

Jeder Trade birgt immer ein gewisses Risiko. Es ist daher unvermeidlich, dass es früher oder später zu Verlusten kommt. Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir eine große Abneigung gegenüber Verlusten haben. Viele verschließen jedoch die Augen vor dieser "harten" Realität und ignorieren sie.

Welches Problem ergibt sich aus diesen Umstand?

Wenn Sie diesen Fakt ignorieren, können Sie sich auch nicht auf mögliche Verluste vorbereiten, was wiederum ein Scheitern nahezu garantiert.

An diesem Punkt kommt nun das Money Management ins Spiel.


Ein adäquates Money Management erlaubt es Ihnen, auch in schweren Zeiten (denn diese werden zwangsläufig früher oder später auftreten) an den Märkten zu "überleben". Es wurden schon viele Bücher zu diesem Thema geschrieben, inklusive komplizierter mathematischen Analysemethoden.

Die gute Nachricht ist: Money Management kann einfach sein!

Wie auch bei jedem anderen Vorhaben, muss auch beim Forex & CFD Trading ein vollständiger Plan vorhanden sein. Ein kompletter Plan gibt vor:

  • wann Sie einsteigen,
  • wann Sie aussteigen,
  • welches Währungspaar Sie handeln
  • und wie Sie Ihr (Geld-)Ressourcen einsetzen.

Money Management ist also sehr wichtig, jedoch nur ein Bestandteil der kompletten Strategie. Nachfolgend finden Sie eine Liste der wichtigsten Trading Tipps für Ihr Money Management im Forex-Trading.

Nun die 10 besten Tipps für den Forex & CFD Handel

Die 10 besten Tipps für den Handel mit Forex und CFDs

Die hier aufgeführten Trading Tipps für Forex & CFD Trading sind alle wichtig, es gibt jedoch keine bestimmte Reihenfolge.

Schauen Sie sich die Liste an und überlegen Sie, wie Sie die einzelnen Regeln bestmöglich in Ihre persönliche Trading-Strategie einbinden können.

Tipp # 1: Bewerten Sie Ihr Risikokapital

Die wichtigsten Aspekte des Money Management beruhen auf diesem Grundsatz. Beispielsweise bestimmt die Summe Ihres gesamten Risikokapitals die Größe der einzelnen Position.


Oftmals hört man: Sie sollten nicht mehr als 2% Ihres gesamten Risikokapitals pro Trade riskieren. Bei Hebelprodukten kann diese Faustformel nicht immer passen, da auch die Wahl des Hebels (bei Admiral Markets können Sie den Hebel bestimmen, ob 50er oder maximal 500 - Sie legen fest!) eine Rolle spielt. Dennoch sollten Sie diese Regel kennen und die für Sie passende Prozentzahl bestimmen. Beachten Sie diese Kennzahl dann bei Ihrem Trade-Management.

Tipp # 2: Vermeiden Sie zu aggressives Trading

Zu aggressives Trading ist vielleicht einer der größte Fehler von Trading-Anfängern. Wenn eine kleine Serie an Verlusttrades bereits ein Großteil Ihres Risikokapitals vernichtet hat, liegt der Verdachte nahe, dass Sie pro Trade zu viel Geld riskiert haben.

Eine möglicher Lösungsansatz zur Risikobestimmung ist, die Positionsgröße an die Volatilität des Marktes anzupassen. Beachten Sie hierbei, dass bei einem Markt mit einer hohen Volatilität eine kleiner Position zu empfehlen ist, als bei einem weniger volatilen Markt.

Autochartist ist ein von Admiral Markets zur Verfügung gestelltes Programm, welches für unsere Kunden kostenlos nutzbar ist. Die Software enthält unter anderem die sogenannten PowerStats. Mit diesen können Sie beispielsweise die durchschnittliche Bewegung in bestimmten Perioden einsehen, sowie weitere Kennzahlen zur Beurteilung der Volatilität, welche Sie in Ihr Trade Management einfließen lassen können.

Tipp # 3: Seien Sie realistisch

Ein Grund warum Trading-Anfänger zu aggressiv handeln, ist, dass Sie zu hohe Erwartungen haben. Sie denken, dass aggressives Trading zu schnellem Reichtum führt. Bitte vergessen Sie nie: Der Hebeleffekt multipliziert Ihre Gewinne - leider aber auch die Verluste. Die Chancen und Risiken gehen stets Hand-in-Hand.

Die besten Trader erwirtschaften kontinuierlich positive Rückflüsse. Durch diesen Zinseszinseffekt, können die Gewinne über die Zeit immer größer werden. Sie müssen daher Ihr Risikokapital schützen und nicht zu viel von diesem verlieren.

Realistische Ziele und konservative Ansätze sind der richtige Weg, um mit dem Trading zu beginnen.

Tipp # 4: Halten Sie nicht zu sehr an Ihrer Einschätzung fest

Eine goldene Regel besagt, dass Sie Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen sollten. Es ist essentiell wichtig, dass Sie schnell Aussteigen, wenn ersichtlich wird, dass Sie einen schlechten Trade gemacht haben. Es liegt in der menschlichen Natur, eine schlechte Situation zu einer guten umzuwandeln zu wollen. Beim Forex Trading sollten Sie dieser natürlicher Veranlagung jedoch versuchen zu widerstehen.

Der Grund ist: Sie können den Markt nicht kontrollieren.

Sich einzugestehen, dass Sie sich in einer Verlustsituation befinden erfordert viel Demut und Selbstreflexion. Das ist nicht einfach, aber notwendig, damit Sie die Verluste begrenzen und nicht zu viel von Ihrem Risikokapital verlieren. Es ist klüger die Verlusttrades zu schließen, als darauf zu spekulieren, dass der Markt doch noch drehen könnte. Eine mögliche Strategie dafür kann es sein, jede neue Position direkt bei Eröffnung mit einem sinnvollen Stop Loss (SL) zu versehen. Mehr dazu im Tipp 7 hier folgend.

Tipp # 5: Bereiten Sie sich auf das Schlimmste vor

Wir können nicht die Zukunft vorhersagen, jedoch haben wir umfangreiche Daten aus der Vergangenheit. Diese Daten sagen nicht direkt aus, was zukünftig passiert, jedoch geben sie Rückschlüsse, was möglich ist bzw. passieren kann. Es ist also wichtig, die vergangenen historischen Daten von Ihren bevorzugten Märkten zu betrachten.

Versuchen Sie ein Gefühl für die extremen Marktbewegungen zu bekommen, damit Sie besser das "Worst-Case-Szenario" einschätzen können. Es ist sicher nicht das angenehmstes, vom schlimmstmöglichen auszugehen, jedoch kann es im Trading sehr nützlich sein.

Überlegen Sie sich, wie und mit welchen Maßnahmen Sie sich selbst vor solchen Szenarien schützen können. Unterschätzen Sie nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kursrutsch auftreten kann. Von so einem Kursrutsch betroffen zu sein ist kein Unglück im eigentlichen Sinne, es gehört zur Natur der Märkte und des Tradings. Sie sollten also einen Plan für diesen möglichen Fall haben.

Es ist jedoch nicht notwendig, zu tief in die Historie einzutauchen. Es ist nicht sinnvoll beispielsweise als Worst-Case ein Extremereignis wie dem "Schweizer Frankenschock" im Januar 2015 mit über 30% Wertverlust in wenigen Minuten gegenüber dem Euro auszugehen.

Tipp # 6: Legen Sie Ausstiegspunkte fest, BEVOR Sie eine Position eröffnen

Überlegen Sie sich wo Ihre Zielmarken liegen. Für den Fall, dass Ihr Trade aufgeht aber auch für den Fall, dass Ihr Trade nicht aufgeht. Diese Vorgehen wird Ihnen helfen, Ihre Disziplin zu verbessern während Sie eine offene Position haben. Es wird Ihnen zusätzlich auch helfen, Ihr denken auf ein möglichst ausgewogenes Chance - Risiko - Verhältnisse zu richten und damit Ihr Trade Management zu verbessern.

Tipp # 7: Nutzen Sie einen Stop Loss (SL)

Ein Stop Loss zu setzen, hilft Ihnen die Verluste zu begrenzen, besonders wenn Sie nicht dauerhaft den Markt beobachten können oder wollen. Letztendlich sollten Sie ein "mentales Stop-Level" festlegen, falls Sie keinen Stop Loss bei Ihrer aktuellen Order im Markt hinterlegt haben.

Der MT4 und besonders die MT4 Supreme Version von Admiral Markets liefert viele weitergehende Möglichkeiten für das Trading mit Stops. Zum Beispiel können Sie "Trading aus dem Chart" tätigen: Ihre Stop-Linien werden direkt im Chart angezeigt, und bei Bedarf können Sie diese Stoplinien im Chart verschieben. Bequemer geht es nicht!

Ein Kurs-Alarm wäre eine weitere Möglichkeit, welche Sie nutzen können. Beispielsweise bietet der Alarmmanager aus unserer MetaTrader 4 Supreme Edition eine SMS oder E-Mail Alarmfunktion.

MT4 Supreme - Die Erweiterung für Ihren Metatrader: Boosten, tunen Sie mit sinnvollen Add-ons

Tipp # 8: Handeln Sie nicht bei emotionaler Befangenheit

Es kann vorkommen, dass Sie eines Tages einen erheblichen Anteil Ihres Risikokapitals verloren haben oder einen sehr hohen Verlusttrade erleiden mussten. Es wird Sie die Versuchung überkommen, die hohen Verluste mit dem nächsten "großen Trade" wieder auszugleichen.

Es gibt jedoch ein Problem: Wenn Sie und Ihr Risikokapital schon sehr strapaziert sind, ist es eine sehr schlechter Zeitpunkt auch noch Ihr Risiko zu erhöhen.

Stattdessen sollten Sie Ihre Positionsgrößen bei einer Verlustserie reduzieren oder sogar vorerst keine weiteren Trades eingehen, bis Sie einen möglichst erfolgversprechende Marktsituation ausfindig gemacht haben. Sie sollten immer mit einem ausgeglichenen bzw. angepassten Zustand agieren, sowohl was Ihre Emotionen als auch ihre Positionsgröße betrifft.

Tipp # 9: Verstehen und respektieren Sie den Hebeleffekt

Einer der Vorteile beim Trading am Devisenmarkt ist der Hebeleffekt. Dieser erlaubt es Ihnen, deutlich größer Positionen zu handeln als Ihnen an Risikokapital zur Verfügung steht.

Sagen wir es so einfach wie möglich: wenn Sie einen 100er Hebel nutzen, ermöglicht der Hebeleffekt anstatt 1 Prozent Gewinn 100 Prozent Gewinn. Und anstatt 1 Prozent Verlust liefert Ihnen das Hebeltrading in diesem Beispiel 100 Prozent Verlust.
Eine sehr einfache Wahrheit, die jeder Einsteiger in den Forex & CFD Handel sich jedoch sehr bewusst machen muss.
Der Hebeleffekt eröffnet Ihnen also die Möglichkeit Ihre potentiellen Gewinne deutlich zu vergrößern - aber er erhöht auch das potenzielle Verlustrisiko. In anderen Worten, durch die Erhöhung des Risikos erhöhen Sie auch die potenziellen Gewinne.

Der Hebel ist ein nützliches Werkzeug. Es ist jedoch von hoher Bedeutung, seine genaue Funktion und Auswirkungen zu verstehen, damit Sie ihr Trade Management möglichst optimal umsetzen können.

Tipp # 10: Denken Sie langfristig

Ob ein Trading System erfolgreich ist oder nicht, wird von der langfristigen Performance bestimmt. Schenken Sie also dem aktuellen Trade nicht zu viel Beachtung, ob mit diesem ein Gewinn oder Verlust erzielt wurde. Umgehen Sie nicht Ihr Regelwerk bzw. Ihr Trading System, nur damit der aktuelle Trade ein Gewinner wird.

Abschließende Tipps für Ihr Forex Trading

Trading wird nicht nur von einer erfolgreichen Strategie bestimmt. Es ist auch wichtig, lange genug am Ball zu bleiben, damit Sie Ihrer Strategie genügend Zeit und Freiraum geben damit diese die gewünschten Erfolge erzielt. Wie bei allen Aspekten des Tradings wird der Erfolg davon abhängen, wie gut Sie Ihr System auf Ihre persönlichen Vorlieben und Eigenschaften abgestimmt haben.

Manche Forex & CFD Trader können mit größeren Risiken arbeiten als andere. Wenn Sie noch nicht soviel Erfahrung haben, ist es in jedem Fall ein guter Rat, konservativ zu beginnen.

Testen Sie Ihr nun neu gewonnenes Wissen durch die oben genannten Trading Tipps in unseren kostenlosen Demo-Konto!

Risikofreies Demokonto, ohne Kosten und Gebühren - Test Sie!