Die Vor- und Nachteile von Forex-Trading: Warum Forex handeln?

Der Forex-Handel: Einsteiger Tutorial

Warum Forex handeln?

Bevor wir uns mit den Details beschäftigen, warum Forex so ein attraktiver Markt für so viele Menschen ist, sehen wir uns noch kurz an, was Forex überhaupt ist.

Forex oder auch "Foreign Exchange Markt" (kurz: FX) ist der Platz, auf dem Währungen gehandelt werden.

Das globale Bedürfnis von Regierungen, Unternehmen und den ganzen Marktteilnehmern (also auch private Trader) Währungen zu tauschen ist der Hauptgrund, warum der Forex-Markt der größte, beliebteste und liquideste Finanzmarkt der Welt ist. Deutsche Aktien oder auch der deutsche Index DAX sind im deutschsprachigen Raum sehr beliebt und im Fokus - weltweit betrachtet aber nur ein kleiner Teil vom weltweiten Handelsaufkommen. Im Forex tradet "die ganze Welt" mit!

Auch wenn einige der Gründe, warum Sie Forex handeln sollten aus der Einleitung ersichtlich sein könnte, beginnen wir von Anfang an:

Warum überhaupt an den Finanzmärkten handeln?

Warum sollte jemand an den Börsen oder Finanzmärkten handeln? Nun, unter anderem vielleicht, um mehr Unabhängigkeit zu erreichen über die eigene wirtschaftliche Zukunft, ohne auf einen Arbeitgeber oder andere Gegebenheiten angewiesen zu sein.

"Eine der grundlegenden Freiheiten in einem kapitalistischen System ist es, auf die Bewegungen/Veränderungen von Preisen zu spekulieren. Diese Freiheit bedarf keiner weiteren Begründung, wie bspw. die Interessen eines Unternehmens zu wahren. Der Markt darf nur die Allgemeinheit nicht schädigen und muss nach klaren Regeln und Prozeduren organisiert sein."- Ein Zitat aus "The Rosenthal Report", circa 1976.


Vorteile des Forex Handel gegenüber anderen Märkten.

"Geld schläft nie!" Einige Märkte schon...

New York, Frankfurt, London und Tokio… Warum Forex niemals schläft?

Weil Regierungen, Unternehmen und alle anderen Marktteilnehmer, die alle Währungskonvertierungen/Währungsaustausch in Anspruch nehmen, über die ganze Welt verteilt sind. Des Weiteren gibt es darum keinen festen, physischen Handelsplatz wie die New Yorker Börse NYSE oder die Frankfurter Börse, der an Öffnungszeiten gebunden ist: der Forexhandel wird deshalb auch Interbankenhandel genannt, ohne Abwicklung über eine Börse. Im englischen Sprachgebrauch wird dies OTC genannt, "over the counter", also ohne Clearing/Abwicklung einer Börse.

Da die allermeisten Geldströme in der heutigen Zeit "digital" über Computernetze laufen, ist auch der Währungstausch/Forexhandel digitalisiert über Handelssyteme. Währungen wie der Japanische Yen (JPY) zum Beispiel werden primär dann gehandelt, wenn in Japan Geschäftszeit/tagsüber ist. Da es aber natürlich immer Gegenwährungen gibt, endet es darin, dass der JPY den ganzen Tag über gehandelt wird, mit einer Spitze/Haupthandelszeit in der Zeit von 00:00 bis 08:00 Uhr GMT.

Ähnlich verhält es sich mit dem Australischen Dollar (AUD), dem Neuseeländischen Dollar (NZD), dem Hong Kong Dollar und anderen Währungen der Asiatisch-Pazifischen Region, daher auch der Name der Asiatisch-Pazifischen Handelssitzung.

Europäische Währungen werden am meisten zwischen 8:00 und 16:00 Uhr GMT gehandelt, daher auch der Name London/Europäische Handelssitzung, und die Nordamerikanische Handelssitzung geht von 16:00 bis 24:00 Uhr.

Die Aktivität am Forex Markt folgt quasi der Sonne um die Welt. Zu jeder Tageszeit finden Sie ein aktives Paar, welches Sie handeln können.

Ein Wort der Vorsicht jedoch: Nur weil der Forex-Markt niemals schläft, heißt das nicht, dass Sie ebenfalls rund um die Uhr handeln müssen. Ein müder Geist ist nicht gut für den Handel.

Zusammenfassend, der Forex-Markt ist 24 Stunden täglich, 5 Tage die Woche geöffnet. Es gibt jedoch keinen Wochenendhandel.

Warum würden Sie also Forex anderen Märkten vorziehen? Weil Personen mit Vollzeitjobs oder wenig Zeit in der Lage dazu sind, Forex nach der Arbeit, vor der Arbeit oder an einem Sonntagabend zu traden.

Long oder Short, Buy oder Sell

Dies ist ein weiterer guter Punkt, der für Forex spricht: Forex lässt sich in beide Richtungen handeln.

Hoch oder Runter, Long oder Short, Buy oder Sell - DIE Frage beim Forextrading!

Wie hat das alles begonnen?

Das 19. Jahrhundert neigte sich dem Ende. Eine sehr kleine Nachrichtenagentur, gegründet von Mr. Dow, Mr. Jones und Mr. Bergeresser, beherbergte ein kleines Team von Analysten in einem unbedeutenden Untergeschoss an der Wall Street.

1889 hat die Agentur die erste Auflage einer Finanzzeitung, dem "The Wall Street Journal" gedruckt. 1896 war der Start des Dow Jones Index.

Aber was zeigt dieser Index an? Grob gesprochen ist der Index ein gewichteter Durchschnitt der Aktienwerte der 30 größten US-Unternehmen. Er wird oft von den Medien genutzt, um anzugeben, wie gut oder weniger gut die Lage der Wirtschaft in den USA ist. In Zeiten von Mr. Dow konnte jedoch nur in eine Richtung getradet werden: nach oben - also auf steigende Kurse.

Es gab keine Möglichkeit zum Verkaufen/Leerverkaufen von Aktien und Wertpapieren, um damit Profit zu erwirtschaften. Das einzige was man mit dem Verkaufen von Aktien die an Wert verlieren erreichen konnte war, weitere Verluste einzugrenzen.

Ein Jahrhundert später sehen Forex Trader das Verkaufen/Shorten als mit die beste Möglichkeit aller Zeiten an. Forex Trader können auch Gewinne erzielen, wenn die Märkte fallen. Finanzkrisen bringen Forex Trader nicht aus der Ruhe. Sie klicken einfach auf Sell.

Geringe Handelskosten

Die meisten Forex-Konten handeln mit keiner oder geringer Kommission/Ordergebühr und es gibt keine Kontoführungsgebühr (wobei im deutschen Forexbroker-Markt die eine oder andere Ausnahme leider exisitiert, es gibt bei einigen Namen auch "Inaktivitätsgebühren"...).
Wenn es Handelsgebühren gibt dann nur als "mark up", als Aufschlag vom Anbieter auf den Spread. Ohne Komission zahlen Sie nur den Forex-Spread für das Kaufen zum Nachfragepreis (Ask) und Verkaufen zum Angebotspreis (Bid). Je geringer dabei der Spread, desto eher können Sie in die Gewinnzone kommen!

Als zweites lässt sich die geringe Ersteinzahlung für die Kontoaktivierung nennen:

Die Einstiegsbarrieren liegen im Forexbereich viel niedriger als in den meisten anderen Finanzmärkten. Dies ist einer der Gründe, warum und wie der Forex-Markt so schnell wachsen konnte.
Um Ihnen ein kleines Beispiel zu geben: Beim Traden von Futures an der Börse Eurex sind übliche, notwendige Margins für nur einen Kontrakt oft 5.000 bis 15.000 Euro! Auch die Handelssoftware, die Analysetools und nicht zuletzt die Realtimekurse von vielen Börsen sind nur gegen Gebühr zu haben. Für den Forex Händler sind diese generell meist gratis, je nach Broker, nicht jedoch aber für den Aktien- oder Future-Trader.

Der Hebel

Der Hebel ist ein weiterer, großer Grund für viele, Forex zu handeln:

Einige Devisenhändler realisieren "das Wunder" des Hebels gar nicht, weil sie niemals an einem anderen Finanzmarkt gehandelt haben. Hätten Sie das getan wüssten sie, dass z.B. Aktien in aller Regel immer ohne Hebel-Option angeboten werden von den Brokern und Banken. Forex-Broker haben oft maximale Hebel zur Wahl bis zu 1:500.
Der Hebeleffekt multipliziert also beim Hebel 500 Ihren Gewinn um das fünfhundertfache! WOW! Ein Gewinntrade kann so enorme Freude bereiten! Der Gegenspieler von WOW darf aber nie vergessen werden: AUTSCH! Der mögliche Verlusttrade wird ebenfalls in diesem Beispiel um den Faktor 500 multipliziert.

Ein solch hoher Hebel ist natürlich ein guter Weg um Trader anzuziehen, die nicht in der Lage sind ein Anfangsinvestment von über 25.000 EUR zu stemmen. Dies wird allerdings erst durch die hohe Liquidität im Forex Markt möglich.

Ein hoher Hebel erlaubt dem Trader mit geringen Geldsummen hohe Volumen zu handeln und so von den kleinsten Marktbewegungen signifikant zu profitieren.

Es ist wichtig, dass ein hoher Hebel das Trading nicht grundsätzlich risikoreicher gestaltet. Es ist vielmehr das hohe Volumen, welches durch einen hohen Hebel ermöglicht wird, was das Trading riskanter macht. In den Händen eines erfahrenen Traders und dem Risikomanagement kann auch der größtmöglich gehebelte Account OK und sinnvoll sein.

Liquidität

Die hier bereits beschriebene große internationale Verbreitung ist der Hauptgrund für die hohe Liquidität des Forex Marktes. Dadurch dass die Welt immer mehr in Richtung Globalisierung geht, streben Investoren und Gelder nach immer mehr Möglichkeiten zum handeln, egal wo.

Um nicht weiter Zahlen in den Raum zu werfen, die ohne Kontext absolut nichtssagend sind, möchten wir gern folgendes Beispiel anführen:
Es geht am Tag mehr Geld im Forex Markt umgesetzt, als Japan im Jahr erwirtschaftet (BIP, Bruttoinlandsprodukt).

Vergessen Sie dabei nicht, dass Japan die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hat. Der meiste Handel beschränkt sich auf einige wenige Währungspaare, zum Beispiel werden rund 80% der Transaktionen in den Majors gehandelt, beinhalten also Währungspaare mit dem USD.

Das macht es für gewöhnlich sehr einfach, jederzeit Kaufen und Verkaufen zu können, auch große Volumen.

Zugang

Forex kann von überall auf der Welt gehandelt werden, es wird eigentlich nur ein Internetzugang benötigt.

Traden Sie die weltweiten Forex-Märkte von Ihrem Computer aus: schnell, einfach, Realtime.

Die Account-Eröffnung geschieht einfach und schnell. Es erfolgt eine simple Verifikation Ihrer Daten und oft kann sogar noch am gleichen Tag die erste Einzahlung erfolgen. Als Anfänger sollten Sie den Forex-Handel natürlich erst einmal im Demokonto testen. Machen Sie sich mit der Handelssoftware MetaTrader und dem Trading vertraut!

Die meisten Broker bieten Ihnen diese Demokonten kostenlos für Forex & CFDs an, meist jedoch zeitlich beschränkt auf 14 oder 30 Tage. Admiral Markts UK bietet die Demokonten zeitlich unbefristet an bei aktiver Nutzung.

Nachteile des Forex-Markets

Nachteile, oder Dinge, auf die Sie achten sollten bei der Wahl des passenden Forexbrokers gibt es natürlich auch:

Die richtige Regulierung

Nochmal, der Forex Markt ist ein dezentralisierter Marktplatz. Das bedeutet, er ist nicht an einen Ort gebunden und somit auch nicht an eine zentrale Regulierung.

Dies macht es für den gewöhnlichen Forex-Trader ein wenig schwierig, den richtigen Broker zu finden. Der Ausweg/die Lösung dafür ist eine Regulierung in dem Land, in dem die Firma auch ansässig ist. In den USA, UK, der EU, Japan, Australien, Zypern und vielen anderen Ländern oder Regionen existiert eine Regierungs- oder semi-Regierungsbehörde, die verantwortlich dafür ist, die Broker zu lizenzieren und zu überwachen. Die Broker sind in der Regel stolz auf Ihre Lizenzierung und nutzen diese auch als Verkaufsargument.

In diesem Fall sind alle Informationen auf die erste Anfrage des Traders verfügbar. Falls es allerdings ein Offshore Broker ist, der keine Regulierung in dem Land, indem er seinen Service anbietet besitzt, gestaltet sich das herausfinden von Informationen teilweise durchaus als schwierig. Intransparenz, keine auf der Webseite auffindbare physische Adresse und Telefonnummer des Brokers und anderes mehr sollte stutzig und vorsichtig machen!
Tipp am Rande: auch wenn der Broker eine Telefonnummer vom Kundenservice veröffentlicht und weiteres mehr - wenn Sie zwei oder drei Broker in Ihrer Wahl vergleichen, testen Sie dabei doch gern, wie einfach der Broker es Ihnen macht! Müssen Sie lange und mühsam nach der Telefonnummer suchen, oder ist diese - in Notfällen besonders wichtig - leicht und gut zu finden. Das gleiche können Sie mit anderen wichtigen Informationen tun - IHR Eindruck vom Broker sollte wichtig sein!

Ihre persönlichen Vorlieben

Der Devisenhandel ist sehr interessant - doch alle Menschen haben regionale Vorlieben und andere Interessen! Neben Forex sind bei fast allen Forex & CFD Brokern auch weltweite Indizes, Rohstoffe wie Gold und Öl und weiteres mehr zum Handel verfügbar. In Deutschland ist das meistgehandelte Instrument der DAX30 CFD, über den Sie Sie ähnlich zu Forex mit Long- und Short-Trades auf steigende und sinkende Kurse setzen können.

Das, was Sie traden möchten, sollte Sie auch als Markt interessieren. Neben Forex allein haben Sie also weitere Handelsinstrumente zur Verfügung!

Sie sind Ihres eigenen Glückes Schmied

Der größte Nachteil des Forexmarktes ist, dass alle Vorteile relativ einfach durch einen unerfahrenen Trader zu nichte gemacht werden können, da er einen einfachen Zugriff auf die Märkte bekommt, allerdings nicht weiß wie er handeln soll. Viele unerfahrene Trader verbrennen sich bei Ihrem ersten Versuch und geben auf.

Ist es denn überhaupt möglich mit Forex Geld zu verdienen?

Ja, es ist möglich! Wie wahrscheinlich? Das hängt allein von Ihnen ab und von niemand anderem. Bevor Sie sich entscheiden, am Forex Markt zu handeln, sollten sie Ihre Investmenteziele, Erfahrungslevel und Risikobereitschaft vorsichtig analysieren und klare Grenzen setzen. Bilden Sie sich weiter, investieren Sie Zeit und Geld mit aller Ernsthaftigkeit und Vorsicht und dann kann sich das Forex-Trading durchaus rentieren! Mit am wichtigsten ist es, immer mögliche Verluste zu begrenzen, viele erfahrene Trader sagen: ohne Ausnahme! Stop Loss sollte Ihnen "in Fleisch und Blut übergehen"!

Zusammenfassend, warum könnte man Forex handeln wollen?
Weil Trading an der Börse und den Märkten eine Sache ist, die man definitiv ausprobieren sollte und es eine Sache ist, bei der man unabhängig von anderen erfolgreich sein kann. Der Forex Markt ist der Handelsmarkt, welcher am einfachsten einen Einstieg ermöglicht, aber ganz bestimmt nicht der einzige.
Trading macht vielen Menschen sehr viel Spaß! Sich mit der Börse, der Wirtschaft und dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage zu beschäftigen ist sehr interessant. Überzeugen Sie sich selbst!