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Over the Counter Trading: Alles, was Sie über den Direkthandel wissen müssen

Lesezeit: 10 Minuten

Over the Counter Trading: Alles, was Sie über den Direkthandel wissen müssen

Die Digitalisierung der Finanzmärkte macht es möglich, Transaktionen unmittelbar zwischen Vertragsparteien auszuführen. Eine Handelsbörse dazwischenzuschalten ist nicht mehr notwendig.

Diese Art von außerbörslichem Handel findet sozusagen direkt „über den Ladentisch" (Englisch: „over the counter") statt. Dementsprechend wird er Over the Counter Handel, außerbörslicher Handel oder Direkthandel genannt.

Der OTC Handel bietet besondere Chancen, die beim Trading an der Börse nicht zu finden sind. Aber auch spezifische Risiken, die man kennen sollte. Diese wollen wir Ihnen im folgenden Artikel näherbringen.

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OTC Handel versus Börsenhandel

Außerbörslicher Handel erfolgt direkt zwischen zwei Parteien, ohne die Aufsicht durch den formalisierten Handelsplatz Börse. Der Börsenhandel besitzt diverse Vorteile:

  • Meist ist der Markt liquider.
  • Die Transparenz ist höher.
  • Gehandelt wird zum jeweils allgemein gültigen Kurs, wogegen im OTC Handel der Marktpreis nicht notwendigerweise öffentlich bekannt gegeben wird.
Sowohl OTC Geschäfte als auch der Börsenhandel können Rohstoffe, Finanzinstrumente (einschließlich Aktien) und Derivate solcher Instrumente, wie beispielsweise over-the-counter gehandelte CFDs (Contracts for Difference), zum Gegenstand haben. Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist, dass die an Börsen gehandelten Produkte stark standardisiert sein müssen. Das heißt, Quantität, Qualität und Eigenschaften sind klar definiert und bei jeder Transaktion identisch


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Damit wird Transparenz geschaffen, die erst die allgemeine Handelbarkeit eines Finanzinstruments zwischen einer großen Zahl von Marktteilnehmern ermöglicht.

Diese Standardisierung, die zugleich eine Einschränkung der Flexibilität bedeutet, kennt der Over-the-Counter Markt nicht. Dort können sich Käufer und Verkäufer beispielsweise auf eine unübliche Menge des gehandelten Produkts einigen.

Im OTC Markt werden Verträge bilateral, also nur zwischen zwei Parteien, abgeschlossen. Dabei muss sich jeder Handelspartner bestimmten Risiken der Gegenseite, wie der Kreditwürdigkeit, bewusst sein. Mehr dazu lesen Sie weiter unten im Abschnitt „Vor- und Nachteile beim OTC Handel."

Over the Counter bezieht sich also auf alles, was direkt zwischen Verkäufer und Käufer gekauft und verkauft wird. Anders als an einer formellen Wertpapierbörse vollzieht sich der Handel unmittelbar zwischen den Vertragsparteien per Computer, E-Mail oder (selten) telefonisch.

Für den Privatanleger ist es daher wichtig zu verstehen, dass die Merkmale eines Finanzinstruments (wie zum Beispiel Menge, Preis und Konditionen) beim Direkthandel nur auf der gegenseitigen Übereinkunft der Vertragsparteien beruhen.

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Da im OTC Markt die Preise nicht an der Börse durch Angebot und Nachfrage gebildet werden, muss dieser irgendwie ermittelt werden. Man braucht also eine Instanz, die Kauf- (oder Bid-Preise, in Deutschland häufig als Geldkurs bezeichnet) und Verkaufspreise (Ask-Preise oder Briefkurs) festlegt.

Diese Funktion kommt im OTC Handel, zum Beispiel beim Forex-Trading, dem sogenannten Market Maker zu. Er erklärt sich bereit, Wertpapiere zu einem bestimmten Kurs und zu festgelegten Mengen auf eigene Rechnung zu kaufen und zu verkaufen.

Das wird er natürlich nur dann tun, wenn er davon überzeugt ist, dass seine Preise marktgerecht sind. Die Bereitschaft, auf eigene Rechnung zu traden, ist deshalb ein Gütekriterium für einen Market Maker.

Der Market Maker stellt die Liquidität bereit, ohne die kein Markt funktionieren kann. Diese Funktion wird als Liquiditätsprovider bezeichnet. Damit macht der Market Maker genau das, was der Name suggeriert: Er schafft einen Markt, wo sonst gar keiner wäre.

Formen von Direkthandel

Welche Arten von werden over the counter gehandelt?

Es gibt drei Gruppen von OTC Handelsformen, also Arten von außerbörslich getradeten Papieren:

Formen von Direkthandel

Quelle: Eigene Darstellung

Warum werden börsennotierte Papiere überhaupt außerbörslich gehandelt? Der Grund ist in der Regel, dass die Vertragsparteien die Transaktion etwa wegen ihrer Größe lieber anonym abwickeln.

Derivate ohne standardisierte Spezifikationen, zum Beispiel sogenannte Exoten, werden ebenfalls over the counter getradet.

Schließlich finden sich im OTC Markt auch Wertpapiere, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen sind.

Unabhängig von der jeweiligen Form des OTC Handels vollzieht sich das Geschäft schematisch wie folgt:

  1. Dem interessierten Trader stellt sein Online Broker die aktuellen Kursdaten in einer Handelsplattform wie dem MetaTrader 5 bereit.
  2. Akzeptiert der Anleger den genannten Kurs, erteilt er über seinen Broker eine Order.
  3. Der Broker reicht die Order an den angeschlossenen Handelspartner (zum Beispiel Wertpapieremittent oder Bank) weiter.
  4. Der Handelspartner nimmt die Order an – in der Regel automatisch und sofort.
  5. Jetzt ist ein Kaufvertrag zustande gekommen, der dem Anleger binnen Sekunden bestätigt wird.


Das folgende Schaubild verdeutlicht nochmals den Unterschied zwischen Trading an der Börse und außerbörslichem Handel:

Unterschied zwischen Direkthandel und Börsenhandel

Quelle: Eigene Darstellung

Vor- und Nachteile beim OT

Der zentrale Vorteil im OTC Handel liegt auf der Hand: viel größere Flexibilität. Die Handelspartner sind beim Over the Counter Trading weder an fixe Produktstandards noch an starre Handelszeiten gebunden.

Vielmehr können die Vertragsparteien im OTC Markt frei aushandeln, ob und was sie miteinander traden möchten. Dazu kommen in der Regel geringere Kosten als an der Börse und dadurch bessere Gewinnchancen.

Die Transaktionskosten pro Trade so klein wie möglich zu halten, ist gerade für Daytrader mit ihren typischerweise hohen Kauf- und Verkaufsordervolumina besonders wichtig.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass der außerbörsliche Handel auch mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Im Mittelpunkt steht dabei das Kontrahentenrisiko (von „Kontrahent" im Sinne von Vertragspartner). Es wird auch als Adressenausfall der Gegenpartei, oder einfach Gegenparteienrisiko (Englisch: counterparty risk) bezeichnet.

Grundsätzlich geht es dabei um das Risiko, dass die Gegenpartei einer Transaktion vor Abschluss des Handels in Zahlungsverzug gerät. Im schlimmsten aller Fälle werden die vertraglich festgelegten Zahlungen am Ende gar nicht mehr geleistet.

Dieses Kontrahentenrisiko gelangte im Jahr 2007 im Zuge der Kreditkrise zu ungewollter Berühmtheit. Damals wurde eines der größten Versicherungsunternehmen weltweit, die American International Group (AIG), beinahe zahlungsunfähig.

Diesen Risiken zum Trotz sollten Trader sich klarmachen, dass außerbörslicher Handel nicht mit „außerhalb jeder Regulierung" gleichzusetzen ist.

Gerade die Aufsichtsbehörden in Europa haben als Reaktion auf die stark gestiegenen Umsätze im Direkthandel die Regulierung außerbörslicher Geschäfte erheblich verstärkt.

Vor allem ist in diesem Zusammenhang die europäische Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (bekannt als Markets in Financial Instruments Directive oder MiFID II) zu nennen. Sie ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten.

Hier noch einmal die hauptsächlichen Vor- und Nachteile von Direkthandel gegenüber Börsenhandel zusammengefasst:

Vor- und Nachteile von Direkthandel gegenüber Börsenhandel

Quelle: Eigene Darstellung

Den richtigen Broker für den Direkthandel finden

Auch das Forex und CFD Trading findet im außerbörslichen Handel statt. Die Auswahl eines für Over the Counter geeigneten Brokers kann über den Anlageerfolg mitentscheiden.

Für den Trader stehen dabei Anforderungen wie Schnelligkeit der Orderausführung, Gebühren und Sicherheit sowie Regulierung im Vordergrund.

Entscheidendes Kriterium im OTC Handel dürfte aber sein, wie die Stellung der Kurse zustande kommt und ob der Broker selbst die Gegenposition in dem jeweiligen Trade einnimmt.

Eine wichtige Unterscheidung ist also, ob der Broker Eigenhandel betreibt (sogenannte Dealing Desk Broker) oder nicht (No Dealing Desk).

Der Dealing Desk Broker, der zugleich als Market Maker die Kurse stellt, nimmt in einer Transaktion die Gegenposition zum Trader ein. Der Verlust des Traders ist sein Gewinn. In dieser Konstellation besteht also grundsätzlich die Gefahr, dass der Broker sich in einem Interessenkonflikt befindet.

Bei der Suche nach einem geeigneten Broker für Ihren Over the Counter Handel sollten Sie daher auf einen ECN/STP Broker setzen. Diese Art von Broker tritt als echter Vermittler auf und leitet die Order seiner Kunden direkt an die Liquiditätsprovider weiter. Im Gegensatz zum Market Maker betreibt er keinen eigenen Dealing Desk.

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Die Bezeichnung ECN (Electronic Communications Network) zeigt an, dass alle Transaktionen elektronisch übermittelt und ausgeführt werden. STP (Straight Through Processing) ist der Hinweis, dass die Order durchgereicht wird.

In Europa wird dieses Brokermodell durch das sogenannte Matched Principal Trading dargestellt. Bei dieser Form der Brokerage, auf Deutsch als „Zusammenführung sich deckender Kundenaufträge" bezeichnet, stammt der Ertrag des Vermittlers ausschließlich aus im Vorhinein mit dem Trader vereinbarten Provisionen und Gebühren.

Hier kommen Spreads und Kommissionen ins Spiel.

Spreads im Direkthandel sind die Differenz (das englischsprachige „spread" bedeutet hier so viel wie „Spanne") aus Geld- und Briefkurs, also aus An- und Verkaufspreis. Diese Geld-Brief-Spanne ist eine Möglichkeit, wie der Broker seine Kosten deckt - manchmal sogar die einzige.

In anderen Fällen kommen Kommissionen hinzu. Diese werden entweder als absoluter Betrag pro Kontrakt oder als Prozentsatz auf das gehandelte Volumen erhoben.

Deshalb ist es für den Trader auch nicht ausreichend, nur auf möglichst niedrige Spreads zu achten. Die tatsächlichen Kosten eines Trades können eben von mehreren Faktoren bestimmt werden.

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Fazit: Lohnt sich der OTC Handel?

Wie so oft beim Thema Geld lautet die Antwort: Es kommt darauf an, was Ihr Ziel ist. Wenn Sie aktiv moderne Finanzinstrumente traden möchten, kommen Sie am Over the Counter Trading nicht vorbei.

Ja, der OTC Markt ist im Vergleich zur Börse weniger transparent. Aber das sollte Sie nicht davon abhalten, außerbörsliche Handelsplätze in Erwägung zu ziehen. Mit dem richtigen Broker an Ihrer Seite erhalten Sie die Möglichkeit, dort vielversprechende Trades zu machen. Bevor Sie sich allerdings ins Live Over the Counter Trading stürzen, sollten Sie ein kostenloses Demokonto eröffnen, das es Ihnen ermöglicht, Ihre Trading Strategien völlig risikofrei in einer realistischen Marktumgebung auszutesten.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.

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