ESMA und die CFD-Regulierung in Europa

Das Jahr 2018 steht für CFD Trader in der Europäischen Union (EU) ganz im Zeichen der Veränderung. Die europäische Regulierungsbehörde ESMA, die European Securities and Markets Authority, hat am 01. Juni 2018 neue Regulierungsvorgaben veröffentlicht, die alle CFD Broker in der gesamten EU bis spätestens 01. August 2018 umzusetzen haben - egal ob die Heimatregulierung Großbritannien, Deutschland, Zypern oder in einem anderen EU-Land ist! Admiral Markets wird diese Maßnahmen zum Handelsstart am 30. Juli 2018 umsetzen.

Die ESMA CFD Regulierung stellt den Schutz für Retail Clients (Kleinanleger) in den Vordergrund. Aus Sicht der ESMA ist der CFD Handel nicht für jeden Privatkunden geeignet, da in der Vergangenheit zu viele Trader mit zu hohem Hebel zu viel Geld verloren haben.

Um die Verlustrisiken durch Unwissenheit und zu wenig Erfahrung zu minimieren, sollten Sie sich ausgiebig mit der Plattform und den Funktionsweisen der Märkte vertraut machen, bevor Sie mit echtem Geld traden. Eine ideale Möglichkeit hierzu bietet ein kostenloses Demokonto: Lernen Sie die Welt des Tradings kostenlos und vor allem ohne Risiken kennen!

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Künftig wird es zwei große Gruppen bzw. Klassifizierungen unter den CFD Tradern geben: Die Retail und Professional Clients. Alles darüber, wie die ESMA CFD Trading künftig reguliert und wie künftig die Möglichkeiten beim Trading mit CFDs für beide Gruppen aussehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Retail Clients und Professional Clients

Unterschiedliche Angebote für den CFD Handel rücken ab August 2018 bei den verschiedenen Brokern in den Vordergrund. Kunden von in der EU regulierten Brokern werden klassifiziert in zwei Gruppen: Die "Standardeinstellung" lautet: Retail Client. Kunden, die als sogenannte Retail Clients eingestuft sind, genießen mit Inkrafttreten der neuen ESMA CFD Regulierung europaweit einheitlich einen unlimitierten Schutz vor Nachschusspflichten beim CFD Handel. Nach Auffassung der europäischen Aufsichtsbehörde benötigen Retail Clients eine Begrenzung des maximalen Hebels, da zu viele dieser Kunden mit zu hohem Hebel zu viel Geld verlieren.
Die andere Kundengruppe nennt sich Professional Clients. Diese Kunden werden als sehr erfahren eingestuft und dürfen weiterhin einen hohen Hebel für ihr CFD Trading verwenden - bei Admiral Markets bis maximal 1:500. Um in die Gruppe der Professional Clients aufgenommen zu werden, muss ein geeigneter Kunde einen Antrag auf Neueinstufung stellen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen Retail und Professional Clients finden Sie hier.

Neue, maximal verfügbare Hebel für Retail Clients

Erfahrene Trader wissen es längst: Der Hebeleffekt multipliziert die Gewinne, aber auch die Verluste. Großen Gewinnchancen stehen stets große Verlustrisiken gegenüber. Aus Sicht der ESMA sind Retail Clients als Trading-Anfänger beziehungsweise weniger erfahrene Kunden einzustufen, die den Hebeleffekt und die mit dem CFD Handel verbundenen Risiken nicht immer gut genug einzuschätzen wissen. Aufgrund dessen hat die ESMA beschlossen, dass Retail Clients ab spätestens 01. August 2018 in der Europäischen Union für die meistgehandelten Index-Werte wie den DAX30 einen maximalen Hebel von 20 erhalten dürfen! Dies gilt für alle Broker in der EU.

DAX30 CFD mit Hebel 20 und 500 - vor und nach ESMA

Für Forex Majors, die meistgehandelten Devisenpaare, ist der maximal verfügbare Hebel auf 30 festgelegt worden. Die genaue Übersicht der verfügbaren Hebel folgt weiter unten.

Konditionen für Professional Clients

CFD Broker haben die Möglichkeit, für erfahrene Kunden weiterhin einen hohen Hebel anzubieten. Die Gruppe der Professional Clients wird als äußerst erfahren und professionell im Handel mit CFDs angesehen, so dass CFD Broker hier keinen Schutz vor Nachschusspflichten offerieren müssen. Je nach Anbieter kann dies bedeuten, dass Nachschussrisiken für diese Kunden bestehen. Admiral Markets hat die Negative Balance Protection Policy rechtzeitig vor Start der neuen ESMA-Vorgaben aktualisiert und bietet als einer der wenigen Broker auch für Professional Clients einen sinnvollen Zusatzschutz an. Die Policy schützt vor Nachschusspflichten durch reguläre CFD Tradingaktivitäten - bis zu einer Summe von 50.000 GBP pro Kunde. Kunden, die die unterschiedlichen Brokerangebote für Professional Clients prüfen, sollten auf jeden Fall auf eine Schutzmaßnahme wie diese Policy achten!

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Der Hebel nach Inkrafttreten der ESMA CFD Regulierung

Für viele der Hauptgrund, CFDs zu handeln, ist der eingebaute Hebeleffekt. Beim klassischen Aktienhandel ohne Hebel sind übliche mögliche Renditen (auf Jahressicht) von drei bis zehn Prozent realistisch - von Ausreißern einmal abgesehen. Bei Hebelprodukten wie CFDs sind je nach Hebelgröße auch Renditen von 10 bis 50 Prozent an einem einzigen Tag möglich und gängig - aber auch Verluste in gleicher Höhe.

Da die Größe des Hebels auch die Verluste multipliziert, werden ab August 2018 eventuell unerfahrene Retail Clients "vor sich selbst geschützt". Ein höherer Hebel als 30 für Forex Majors ist für diese Kundengruppe nicht mehr verfügbar.

Im CFD Handel spiegelt der Hebel die notwendige Margin für das Eröffnen von Handelspositionen wieder. CFD Handel auf Margin erlaubt Long & Short Trading, also das Setzen auf steigende sowie fallende Kurse.

Die Margin ist der Betrag, den Sie lediglich als Sicherheitsbetrag auf Ihrem Tradingkonto haben müssen, um eine Position zu handeln. Der Rest wird vom Broker geliehen.

Beispiel: Mit einem Hebel von 1:500 erzielen Sie bei einer Marktbewegung von 1 Prozent einen Gewinn oder Verlust von 500 Prozent!

EUR/USD mit Hebel 30 und 500 - vor und nach ESMA

Der Hebeleffekt erlaubt es also, auch mit geringem Tradingkapital an den Märkten zu agieren – in beide Richtungen.

Dies ist kein Geschäft für jedermann! Ein striktes Risikomanagement (unter anderem mit Hilfe eines klug gesetzten Stop Loss) und ausreichend Erfahrung ist von Nöten. Der Handel mit Hebel ist hochspekulativ!

Übersicht über die verfügbaren Hebel-Gruppen für Retail Clients

Der ESMA Veröffentlichung folgend sind dies die neuen, maximal verfügbaren Hebel europaweit (Auszug):

  • 1:30 (3.33 Prozent Margin) für Forex Majors.
  • 1:20 (5 Prozent Margin) für (Haupt-)Index CFDs, Forex Nebenwerte & Gold CFDs
  • 1:10 (10 Prozent Margin) für andere Rohstoffwerte außer Gold
  • 1:5 (20 Prozent Margin) für Einzelwerte (Aktien-CFDs) und andere Basiswerte
  • 1:2 (50 Prozent Margin) für CFDs auf Kryptowährungen

Die Forex Majors sind von der ESMA am 27.03.2018 in den FAQs zu der Entscheidung wie folgt definiert:

  • Alle Währungspaare, die die folgenden Währungen beinhalten: USD (US Dollar), EUR (Euro), JPY (Japanische Yen), GBP (Britische Pfund Sterling), CAD (Kanadische Dollar) oder CHF (Schweizer Franken).

Alle anderen Währungspaare gelten als Nebenwerte.

Welches sind die (Haupt-)Indexwerte (Hebel bis 20) und welches sind die Index-Nebenwerte (Hebel bis 10)?

Wie von der ESMA am 27.03.2018 in den FAQs zu der Entscheidung wie folgt definiert:

Haupt-Indizes sind:

  • FTSE100, CAC40, DAX30, DJI30, SP500, NQ100, Nikkei225, ASX200 und STOXX50.

Alle anderen Indizes gelten als Nebenwerte.

Für den in Deutschland meistgehandelten Indexwert, DAX30, dem CFD basierend auf den deutschen Leitindex DAX, ist für Retail Clients ab August EU-weit also nur noch ein maximaler Hebel von 20 verfügbar.

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Nur den Professional Clients steht auch danach noch ein größerer Hebel, bei Admiral Markets bis zu 1:500, zur Verfügung.

DAX-Trading mit Hebel 20 ab August 2018 - Ein Admiral Markets Spezial Webinar

Im Kundenportal TRADER ROOM kann für Demo- und Livekonten der Hebel verändert werden. Verschiedene Hebelstufen stehen im Demokonto zur Verfügung - auch nach August 2018 kann im Demomodus jeder ein Hebel bis 500 wählen, oder auch "nur" 20. Probieren Sie verschiedene Strategien kostenlos und risikofrei mit einem Demokonto aus!

Die Nachschusspflicht

Retail Clients in Deutschland waren bereits seit Herbst 2017 aufgrund der deutschen Regulierung durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) vor Nachschusspflichten geschützt, und davor bereits jahrelang in ähnlicher Form über die von Admiral Markets UK freiwillig angebotenen Negative Balance Protection Policy.

Mit der ESMA wird der Schutz vor Nachschusspflichten nun EU-weit vereinheitlicht. Alle Retail-Kunden innerhalb der EU genießen ab dann unlimitierten Schutz gemäß der ESMA-Vorgaben. Extreme Ereignisse, in der Branche auch "Black Swan Events" genannt, verlieren damit ein wenig an Schrecken.

Black Swan Events an der Börse - CFDs

Ein regulatorisch vorgeschriebener Schutz für Professional Clients besteht nicht - diese Kundengruppe könnte also bei extremen Marktereignissen ins Kontominus rutschen und nachschusspflichtig werden. Admiral Markets hat sich deshalb dazu entschlossen, die Negative Balance Protection Policy auch für Professional Clients anzubieten, als eine freiwillige, kostenlose Zusatzversicherung des Brokers für seine Kunden. Diese Policy deckt reguläre Tradingaktivitäten bis zu einem Volumen von 50.000 GBP pro Kunde ab.

Abschließendes

Eine sinnvolle Regulierung zum Schutz unerfahrener Anleger ist richtig und zu begrüßen! Ab August 2018 sind CFD Trader übergreifend in der gesamten EU vor größeren Risiken durch die ESMA-Vorgaben geschützt. Sehr erfahrene CFD Trader können (aber nicht "müssen"!) prüfen, ob der Professional Client-Status für Sie persönlich Sinn macht, um Zugang zu höheren Hebeleinstellungen zu erhalten. Eine Beantragung mit Abfrage der nötigen Kriterien ist bei Admiral Markets online im Kundenportal möglich.

CFD Trading ist weiterhin möglich für alle, die sich für diese Handelsform entscheiden. Ab August 2018 wird unterschieden bezüglich des Grades der Absicherung und des maximal verfügbaren Hebels. Dennoch kann es weiterhin heißen: Long oder Short! Profitieren Sie von steigenden und fallenden Kursen mit CFDs. Und achten Sie auf die möglichen Risiken.

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Stand der Informationen: 01. Juli 2018.