Forex Handel für Dummies, Teil 2

Analyse ist vor jedem neuen Trade im Forex sehr wichtig!

Einleitung

In Forex für Dummies Teil I haben Sie bereits lesen können, was der Forex Markt ist und warum man überhaupt in den Handel an den Märkten involviert sein sollte. Teil II dieses Guides führt das Devisen-Trading für Dummies weiter aus und beantwortet die Frage "Wie trade ich den Forex Markt?". Wir wollen dies nun näher betrachten und auf Analysen eingehen und wie man diese anwendet.

Wir sollten, bevor wir uns damit beschäftigen, jedoch noch einmal kurz überlegen, warum wir etwas über den Börsenhandel (oder Finanzhandel) lernen wollen und einen extra Motivationsschub erhalten.

In unserer hochkapitalisierten Welt sind die meisten Leute nur Beobachter dessen, was sich in der Wirtschaft vor Ihnen abspielt. Diese passive Einstellung macht im Grunde wenig Sinn, wenn man bedenkt, wie wichtig der Faktor Geld für unser Leben ist.

Diese (passiven) Menschen haben kaum Kontrolle über die tatsächlichen finanziellen Gegebenheiten, keinen Weg, diesen zu entkommen und bis vor kurzem konnten nur wenige davon profitieren. Dies hat sich allerdings in den letzten Jahren geändert, dank des Internets und der Realtime-Ordermöglichkeit darüber und dem Zugang zum Forex-Markt auch für Privatkunden. Bis Ende der 1990-er Jahre war der Forexmarkt in aller Regel nicht für Privatkunden zugänglich, sondern nur den großen, institutionellen Banken möglich.

Das Wissen und Verstehen der Finanzmärkte ermächtigt eine Person, ihre wirtschaftliche Freiheit wahrzunehmen - die Freiheit über Kursbewegungen zu spekulieren und Verantwortung für sich und Ihre finanzielle Zukunft zu tragen.

Um Wayne Gretzky zu zitieren:

"Sie verlieren zu 100% an den Märkten, an denen Sie nicht traden".

Marktanalysen für Forex Dummies

Die fundamentale Analyse kann als die Mutter der Analyse angesehen werden und folgt den marktbewegenden Nachrichten und der makroökonomischen Situation aller Länder. Dabei werden bspw. Zinsraten und Entscheidungen zur Finanzpolitik besonders beachtet. Nomen est Omen, viele betrachten dies als das Fundament, die Basis für die Marktanalyse.

Fundamentale Analysen beinhalten auch das Beobachten und Reflektieren von Ereignissen, die nicht in direkter Verbindung mit dem Markt stehen, es allerdings sehr sicher ist, dass Sie den Markt beeinflussen werden. Beispielsweise Naturkatastrophen, von Menschen verursachte Ereignisse, Kriege, technologische Innovationen und Politik.

Der Tsunami in Japan am 11. Mai 2011, bei dem auf tragische Weise 15.000 Menschen Ihr Leben verloren haben und der ca. 2 Milliarden USD Schaden angerichtet hat, hat auch den Kurs des Japanischen Yen im Vergleich mit dem USD um ca. 600 Pips in vier Tagen verändert.

In der Kurzfassung: Experten analysieren sowohl den derzeitigen Wert eines Vermögensgegenstandes, als auch den vorhergesagten Wert und versuchen rational zu entscheiden, wie dieser Wert vom jetzigen und zukünftigen makroökonomischen Events beeinflusst wird.

Die Technische Analyse ist eine Form der Marktanalyse, die die Charts (Kursdiagramme) als Hauptquelle der Daten nutzt: es gilt Schlüsselpunkte, Unterstützungen und Trendlinien zu identifizieren, während man statistische Wahrscheinlichkeiten nutzt, um seine Trading-Entscheidungen darüber zu unterstützen oder zu finden. Technische Analysten lassen sich im Gegensatz zu fundamentalen Analysten allerdings nicht von angenommen Vermögenswerten ("Unternehmensbewertung") oder marktbewegenden News aus der Ruhe bringen, die den Kurs eventuell verändern könnten.

Wofür sich die technische Analyse interessiert ist die statistische Darstellung des historischen Kursverlaufs und der Zeit, aus denen der Chart besteht. Wenn es um Forex geht, dann versuchen die meisten Trader eine Art Hybrid-Strategie und sind offen gegenüber der Techniken beider Seiten.

Typischerweise kritisieren die Anhänger einer Analyseart die jeweils andere: Die Anhänger der fundamentalen Analyse behaupten, dass es nur Sinn macht, Daten in Betracht zu ziehen, die tatsächlich Angebot und Nachfrage beeinflussen und damit zukünftige Kursbewegungen vorherzusehen.

Auf der anderen Seite stehen die technischen Analysten, die sagen, dass eine große Ungewissheit herrscht, wenn man fundamentale Werte betrachtet und dass es nur Sinn macht, die Daten zu analysieren, die es bereits gab und auf die der Markt bereits reagiert hat.

Es ist richtig, dass Faktoren wie Zinsraten, Wachstumsraten und Marktstimmung das (längerfristige) Gesamtbild der Devisenkurse prägen. Aber auf kurze Sicht betrachtet, bewegen sich Währungen eher weniger in einer geraden Linie. Das heißt es gibt im Allgemeinen viele Kurzzeit-Kursbewegungen, denen Sie Ihren Vorteil beim Trading ziehen können. Und hier gilt die Makroökonomie nicht.

Trading-Stile vorgestellt: Markttechnik, Daytrading, Chartanalyse und viel mehr

Trading-Stile

Es erinnert ein wenig an die berühmte "Was war zuerst? Henne oder Ei" Situation, wenn man Marktanalysen-Stile miteinander vergleicht:

Wenn Sie eher Langzeithändler sind, werden Sie zum Beispiel meist eher die fundamentale Analyse reizvoll finden. Somit folgt daraus, dass wenn Sie die fundamentale Analyse erlernen, Sie eher ein Langzeithändler als ein Kurzzeitthändler werden.

Gleiches gilt natürlich, wenn Trading ihre einzige Beschäftigung ist oder Sie einen Job haben, den Sie von zuhause erledigen können und der Ihnen erlaubt, immer an Ihrem Handelsplatz zu sein. Somit haben Sie viel Zeit, die Sie Marktanalysen und dem Trading widmen können. Das reizt Sie vielleicht, zum Kurzzeittrading überzugehen und damit eher die technische Analyse zu Ihrem Haupttool zu machen.

Beachten Sie jedoch, dass genau dieses kurzfristige Handeln bei Anfängern beliebt und riskant ist, da die Daten falsch interpretiert werden können. Volatile, hektische Situationen können dann in Kombination mit hohen Volumina zu großen Verlusten führen.

Im Vergleich führt Langzeittrading eher zu mehr Bescheidenheit, weil natürlich die Tagesvolatilität sehr viel höher ist als die durchschittliche Stundenvolatilität, und somit ein viel höheres Risiko birgt. Deswegen werden beim Forex-Langzeithandel eher kleinere Volumina gehandelt, um das Risiko zu minimieren.

Devisen werden rund um die Uhr gehandelt und man sollte aufpassen, in welcher Session (Haupthandelszeit der Welt-Regionen) man handelt und die täglichen Hochs und Tiefs der Marktliqidität im Hinterkopf haben. Nur weil der Markt immer geöffnet ist, heißt das nicht, dass auch immer eine gute Zeit zum traden ist. Genauer gesagt, es bedeutet das Gegenteil!

Langzeithandel ist mehr wie ein Investment - kann für den Trader aber psychologisch schwieriger sein, da diese zwar oft weniger riskant sind, jedoch eine Position längere Zeit im (schwebenden) Verlust liegen kann.

Warren Buffet hat einmal in einem Vortrag vor Studierenden gesagt:

"Wenn Sie Aktien kaufen, dann kaufen Sie ein kleinen Teil eines Geschäftes"

Wenn man diese Idee weiterdenkt, könnte man sagen: wenn man Währungen kauft/handelt, kauft man einen kleinen Teil der Wirtschaft. Damit ist ein langfristiges Investment in der Regel sicherer und profitabler.

Kurz gesagt, im Finanztrading ist der zeitlich richtige Einstieg, Geduld und der zeitlich korrekte Ausstieg die sichere Formel zum Erfolg.


Es gibt drei wichtige Wege, Forex für Dummies zu handeln.

Kurzfristiges Trading, Scalping, High Speed Trading

Diese Gruppe wird wie in der Überschrift erwähnt auch oft "Scalper" genannt, was frei übersetzt "Herausschneiden" bedeutet, also auch kleinste Kursbewegungen am Markt mitzunehmen.
Scalper halten offene Tradingpositionen oft nur Sekunden bis Minuten. Ihre dabei erreichenden Gewinne (oder Verluste) sind meist auch oft nur 1 zu 5 Pips oder Punkte - naturgemäß, denn selten bewegt sich ein Markt in so kurzen Zeiten mehr als das. Selten sind Ihre Trades länger als 15 Minuten aktiv und sie lassen den Markt niemals unbeaufsichtigt.

Hier sind einige Tipps für Forex Einsteiger, die diesen kurzfristigen Handelsstil anziehend finden:

  • Handeln Sie nur die liquidesten Währungspaare und nur in der akzeptablen Trading Session, wenn der Markt am liquidesten für diese Währungspaare ist. Enge Spreads sind der Schlüsselfaktor beim Scalpen. In anderen Sessions zu handeln, kann zu geringeren und weniger vorausschaubaren Kursbewegungen führen, aus denen Sie Vorteile ziehen könnten.
  • Fokus! Die Anzahl der Forexpaare, die Sie gleichzeitig überwachen können, ist stark limitiert. Und nicht nur, weil Ihr Bildschirm nicht so viele Charts beherbergen kann, sondern weil Ihr Auge und Gehirn nicht soviel auf einmal verarbeiten kann. Fangen Sie mit einem Devisenpaar an und lernen Sie. Wenn dies für Sie funktioniert, fügen Sie gern auch weitere Charts hinzu. Wenn auch das funktioniert, mehr Bildschirme. Stellen Sie sicher, dass Sie nichts ablenken kann.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Broker "One-Click-Trading" unterstützt, Sie also auch mit nur einem Mausclick reagieren können. Sich mit Requotes rumzuschlagen, oder noch schlimmer, die Order jedes mal mit mehreren Clicks bestätigen zu müssen kann Sie wertvolle Sekunden kosten, und Ihr Vorteil geht verloren.
  • Alle möglichen oder notwendigen Orderdetails sollten im Orderfenster bereits eingestellt/befüllt werden, zum Beispiel das Ordervolumen.
  • Schreiben Sie Ihre Ziele auf. Wenn man annimmt, dass Ihr Durchschnittstrade 2-5 Pips bringt, berücksichtigen Sie vorher, wie viel möglichen Verlust Sie verkraften können.
  • Bereiten Sie sich psychisch darauf vor, einige Trades mit einem Verlust zu schließen. Das kann psychologisch sehr hart sein, wirtschaftlich jedoch sehr gut.
  • Im Kurzzeithandel vermeiden Sie besser das gleichzeitige Eröffnen von "verbundenen" Währungspaaren, die also meist die ähnliche Bewegung am Markt vollziehen, um eine zu einseitige Abhängigkeit von einer Währung oder einer Bewegung zu erreichen.Zum Beispiel EUR/USD und GBP/USD. Wenn Ihr Trade aufgeht, ist dies zwar verlockend - wenn dies Ihr Verlusttrade ist, wird aber auch der Verlust viel höher.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, was die News angeht. Das ist der Punkt, an dem Marktlogik nicht mehr anwendbar ist. Auch wenn Sie die kommende Marktbewegung der Nachricht korrekt einschätzen, kann es durchaus sein, dass die reine Spekulationskraft der anderen Marktteilnehmer 5-30 Minuten vorher den Kurs in die komplett andere Richtung drückt, noch bevor die News veröffentlicht ist. Nicht zu vergessen, dass hohe Volatilität auch immer Gaps (Kurssprünge) verursachen kann, die mit normalen Risiko-Management kaum einzudämmen sind.


Mittelfristiger Handel

Mittelfristiger Handel, oft auch Intraday-Trading genannt, nutzt das Momentum oder Swing-Trading. Dabei werden im Gegensatz zu Scalpern die generellen, mittel- und langfristigen Marktbedingungen beachtet.

"Wo wird der Kurs in den nächsten Stunden sein?" Das ist meist die Frage in den Gedanken dieser Trader. Oft setzt man sich ein festes Kursziel in Pips und es interessiert eigentlich kaum, wie lange Ihre Trades am Tag offen bleiben. Dieser Handelsstil erfordert eine breitere Perspektive, großen analytischen Erfolg und eine Menge Geduld im Vergleich zum Scalpen.

Hier sind zwei Methoden für den mittelfristigen Handel:

  • "Meinungs Trader" verlassen sich auf ihre fundamentale Analyse, um die zukunftigen Kursbewegungen vorauszusagen, die durch solche Dinge wie Zinsraten, wirtschaftliche Wachstumstrends, allgemeine Marktstimmung und weiterem mehr beeinflusst wird. Dennoch werden technische Analysepunkte beachtet als Teil der Gesamtstrategie.
  • "Technische Trader" treffen ihre Entscheidungen anhand von Chartmustern, Trendlinien und Momentum-Studien. Hierbei geht es hauptsächlich um Unterstützungs- und Widerstandszonen, die als Umkehr oder Ausbrüche gehandelt werden. Technische Trader halten auch die fundamentalen Events im Auge, weil Sie wissen, dass es Richtungs-Beschleuniger für Ausbrüche über und unter den Key Levels (wichtige Kursmarken) sein können.

Märkte sind oft nur zu einem Drittel der Zeit in tatsächlichen Trendbewegungen. Der Rest ihrer Aktivität besteht daraus nach oben und unten auszuschlagen, innerhalb eines definierten Preiskorridors. Mit diesem Wissen im Hinterkopf vereinen die Daytrader zwei Analysetechniken und nutzen die fundamentale Analyse, um einen Hinweis auf die Richtung zu bekommen und nutzen die technische Analyse, um dies zu bestätigen.

Langfristiger Handel

Der langfristige Forex-Handel wird zumeist nur von Institutionen genutzt, die genug Kapital zur Verfügung und auch eine große Menge an Geduld haben. Langzeittrader lassen ihre Positionen gerne für Wochen, Monate oder sogar Jahre offen.

Theoretisch ist dies auch für private Trader möglich, jedoch sollte dann auf eine ausreichende Kapitalgröße geachtet werden.
Vergessen Sie nie den Hebeleffekt beim Forex-Trading: der Hebel multipliziert Ihre Gewinne wie auch die Verluste, und je länger eine Position offen ist, desto mehr "natürliche" Schwankung des Marktes muss einkalkuliert werden.

Ein zu großer Hebel im Forex-Trading kann zu Unfällen führen.

Der langfristige Handel ist eine Möglichkeit, über lange Sicht Kapital aus dem Forexhandel zu schlagen, aber es wird von den Finanzinsitituten hauptsächlich aus einem Grund angewandt. Professionelle Trader sind keine Sprinter, sondern eher Ausdauerläufer. Ihre Profit mag vielleicht nicht sonderlich groß ausfallen, allerdings ist er konstant.

Handelsplan

Eine Gemeinsamkeit unter allen erfolgreichen Tradern sind nicht die tollen Fertigkeiten in der technischen Analyse, die guten Instinkte oder ihre makroökonomische Bildung, sondern vielmehr, dass sie Disziplin haben.

Disziplin bedeutet einen Trading-Plan zu haben und diesem auch zu folgen, selbst wenn die Emotionen etwa anderes sagen.

Trading-Pläne haben unterschiedliche Inhalte, allerdings lässt sich sagen:
je sorgfältiger sie ausgearbeitet sind, desto besser.
Zu wissen, wann die passenden Marktbedingungen erreicht sind, um in einen Trade ein- bzw. auszusteigen ist nur eine Sache, die bei einem Forex-Trading erlernen für Dummies definitiv berücksichtigt werden muss.

Es kann sehr schwer sein, einem Trading-Plan zu folgen, aber wenn man ihm nicht folgt, gibt es keine Möglichkeit für den Trader, die vergangenen Trades systematisch zu analysieren. Das heißt, es gibt keine Ansätze, an denen man versuchen könnte, die Strategie zu verbessern.

Profitabel beim Forex Handel zu sein ist in der Theorie relativ einfach. Sobald Sie gelernt haben, einen Trend zu finden und ein wenig Geduld aufbringen um diesemzu folgen. Die Herausforderung ist, seine Profitabilität zu erhöhen, und das benötigt eine genaue Analyse der vergangenen Trades.

Money-Management

Einige der Forex Anfänger nehmen vielleicht an, dass Money Management nur daraus besteht, die Margin (für die Positionseröffnung) zu berechnen, Proit&Loss zu berechnen und den korrekten Hebel zu verwenden...
Dies gehört dazu, jedoch fängt das richtige Money Management schon viel früher an. Es beginnt damit zu Wissen, welche Art Geld man für den Handel einsetzen sollte.

Wenn es um das Geld geht, und dies kann nicht oft genug gesagt werden, dann muss das Tradingkapital Risiko-Kapital sein, und man sollte niemals mit Geld handeln, welches Sie nicht im schlimmsten Fall verlieren könnten.

Erfahrene Forex Trader sagen auch:

Dass Schlimmste was einem neuen Trader passieren kann ist, dass sein erster Trade ein Gewinn abwirft.

Schnell wird aus gesundem Selbstbewusstsein schiere Gier. Jeder Broker kennt eine traurige Geschichte über einen Kunden, bei dem alles gut lief, bis er zu gierig wurde, zu viel riskiert hat und innerhalb eines Augenblicks alles verloren hat.

Nehmen wir als abschreckendes Beispiel an, Sie investieren Geld, was sie nicht verlieren dürfen, aber geraten in eine Verlustkette. Das ist nicht Ihr Fehler, es kann den besten von uns passieren. Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert. Nur dieses mal werden Sie unruhig. Ein schlechter Trade nach dem anderen lässt Ihren Kontostand schnell fallen. Die Unruhe wächst. Gegen jeden Sinn und Verstand erhöhen Sie das Volumen Ihres nächsten Trades und planen, damit alle Verluste in einem Rutsch wieder auszugleichen. Und genau dieser Trade ist der, der am schlimmsten von allen läuft. Sie stehen tief in den roten Zahlen, aber schließen Ihre Verlustposition nicht. Sie hoffen, dass der Markt noch drehen und Ihre Position retten wird. Aber das tut er nicht! Der Margin-Call kommt und Sie sind raus. Ihr Geld ist weg und sie wünschen sich, nie wieder einen Trade aufzugeben. Ja, es ist eine traurige Geschichte, aber was lernen wir daraus? Nur Risiko-Kapital für gehebelte Produkte verwenden!

Nach Definition ist Risiko-Kapital das Geld, was Ihren Lebensstandard bei Verlust nicht sonderlich beeinflussen wird. Geliehenes Geld ist nicht zum traden geeignet. Noch weniger das angesparte Geld für die Ausbildung Ihrer Kinder, noch Ihre gesamten Ersparnisse oder auch eine noch so geringe Summe Geldes, das Sie nicht verlieren können. Auch wenn es nur 100 Euro wären.

Wenn Sie entscheiden, wie viel Risiko Kapital sie für das Trading einsetzen können und verfügbar haben, dann können Sie sich einen besseren Überblick darüber verschaffen, welche Positionsgrößen Sie handeln können. Die meisten Forex-Broker offerieren typischerweise eine großzügige Auswahl an verfügbaren Hebeln, die Ihnen erlaubt größere Positionen mit weniger Margin zu kontrollieren.

Aber hier kommt der nächste wichtige Punkt: nur weil ein hoher Hebel verfügbar ist, heißt das nicht, dass Sie Ihn auch voll ausschöpfen müssen. Seien Sie auf der Hut davor, wie schnell ein hoher Hebel Sie mit einem leeren Konto zurücklassen kann. - Ein hoher Hebel mag verlockend sein, da darüber auch Ihr Gewinn stark multipliziert wird. Aber er multipliziert in gleicher Weise Ihre möglichen Verluste.

Fazit

Damit sind wir mit dem Forex-Handel für Anfänger, Teil 1 & 2, fertig.

Bilden Sie sich weiter fort, indem Sie mehr zu den Themen lesen, die in diesem Artikel behandelt wurden. Praktizieren Sie Marktanalysen, entwickeln Sie dementsprechend Strategien und Handelspläne und testen Sie diese erstmal auf Demo-Konten, bevor Sie mit echtem Geld starten. Sie finden eine Menge hilfreicher Tipps, wenn Sie im Internet surfen und nach Dingen wie Forex für Anfänger Ausschau halten.