Forex Majors: Die Hauptwährungspaare im Überblick

Sie wollen mehr über den Handel mit Forex lernen? Dann sollten Sie sich zunächst mit Währungspaaren auseinandersetzen.

Die gute Nachricht dabei ist, dass die Grundlagen sehr einfach sind und für alle Währungspaare gleich sind - ob für die am häufigsten gehandelten Währungen, oder sehr exotische Forex-Paaren. Die meist gehandelten Währungspaare werden auch Majors beziehungsweise Forex Majors genannt.

Bevor wir uns aber mit den Hauptwährungspaaren, den Majors, beschäftigen, erstmal eine kurze Erläuterung dazu, was ein Währungspaar überhaupt ist.

Trader streben normalerweise einen Gewinn durch die Wertsteigerung eines Finanzinstruments an, etwa eines Aktienkurses oder Rohstoffpreises. Eine kleine Besonderheit des Forex Tradings ist lediglich, dass man auf den relativen Wert einer Währung im Vergleich zu einer anderen Währung spekuliert. Die beiden beteiligten Währungen nennt man ein Währungspaar.

Der relative Wert oder Kurs eines Währungspaares wird dadurch dargestellt, wie viele Einheiten der zweiten Währung eine Einheit der ersten Währung wert sind.

Hierzu ein Beispiel des Hauptwährungspaares USD/JPY: Steht der Kurs des US-Dollar gegenüber dem Japanischen Yen (USD/JPY) bei 113,00, dann bedeutet das, dass 1 Dollar 113 Japanische Yen wert ist.

Am einfachsten kann man sich mit dem Forex Handel vertraut machen, indem man ihn risikofrei auf einem Demokonto ausprobiert.

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Währungspaare verstehen

Sehen wir uns ein paar weitere Beispiele an, um Devisenpaare besser verstehen zu können.

Wenn Sie die Live-Quotierungen für Währungen auf einer Handelsplattform betrachten, finden Sie dort eine große Anzahl an Währungspaaren aufgelistet.

Jede Währung für sich ist durch ein ISO-Symbol aus drei Buchstaben gekennzeichnet.

Beispiele:

  1. GBP steht für das Britische Pfund
  2. USD steht für den US-Dollar
  3. JPY steht für den Japanischen Yen
  4. CHF steht für den Schweizer Franken

Eine Liste mit allen bei Admiral Markets verfügbaren Währungspaaren finden Sie auf unserer Website.

Ein Beispiel für den Handel mit Forex Majors

Nehmen wir an, dass Sie davon ausgehen, dass aufgrund der niedrigen Euro-Inflation eine Schwächung des Euro bevorsteht und die Chance auf eine lockerere Geldpolitik der EZB steigt.

Auf der Liste der Währungspaare finden Sie sowohl eine Euro-Notierung gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Britischen Pfund.

Das Forex Trading bietet den Vorteil, dass Sie wählen können, gegenüber welcher Währung sich der Euro Ihrer Meinung nach am meisten abschwächt.

Nehmen wir an:

  • Sie glauben, dass der US-Dollar mit hoher Wahrscheinlichkeit gegenüber dem Euro stärker wird
  • Sie annehmen, dass die Federal Reserve (Fed) eine restriktivere Geldpolitik verfolgen wird
  • während die EZB zugleich die Zügel lockert

Entsprechend interessieren Sie sich für eines der meistgehandelten Devisenpaare, den Euro gegenüber dem US-Dollar (EUR/USD).

In den meisten Fällen finden sich rechts von den Symbolen der Währungspaare die Notierungen, zu denen Sie diese handeln können.

Der Bid-Kurs ist der Kurs, zu welchem Sie eine Währung verkaufen können, der Ask-Kurs ist derjenige, zu dem Sie eine Währung kaufen können. Man spricht auch von Buy- und Sell-Kursen oder Kauf- und Verkauf-Kursen.

Die Differenz zwischen den beiden Kursen nennt man auch „Spread".

Wenn Sie also glauben, dass der Eurokurs fällt und der des US-Dollars steigt, dann werden sie in aller Regel Euro verkaufen und US-Dollar kaufen wollen.

Bedenken Sie:

  1. Ein Währungspaar drückt aus, wie viel eine Währung im Verhältnis zu einer anderen wert ist.
  2. In unserem Beispiel gibt die Notierung für dieses Währungspaar also an, wie viele US-Dollar Sie für einen Euro bezahlen müssen.

Sollten Sie Recht behalten und der Euro fällt, dann würde ein Euro weniger US-Dollar wert sein. Mit anderen Worten würde der Umtauschkurs fallen. Sie würden also EUR/USD verkaufen und hoffen, dass der Kurs sinkt.

Beim Verkauf der erstgenannten Währung handeln Sie immer zum Bid-Kurs. Zum Ask-Kurs wird gehandelt, wenn Sie die erstgenannte Währung kaufen.

Vielleicht ist Ihnen auf der Liste der Währungspaare aufgefallen, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar zuerst, aber gegenüber dem Britischen Pfund an zweiter Stelle genannt wird.

Theoretisch kann jede Währung zuerst genannt werden (und wenn die Richtung der Transaktion umgekehrt würde, würde sich die Darstellung umkehren), aber in der Praxis haben sich für die Reihenfolge der Währungen allgemein akzeptierte Konventionen herausgebildet.

Im Allgemeinen steht der US-Dollar in jedem Paar an erster Stelle, mit den wichtigen Ausnahmen der Quotierung, beispielsweise gegenüber dem Euro und dem Britischen Pfund.

Die Liquidität beim Trading mit den Forex Majors

Der Forex Markt ist der liquideste Finanzmarkt der Welt, auch wenn nur eine Handvoll Währungen einen Großteil des Gesamtmarktes ausmachen.

Bezüglich der Liquidität sollten wir uns erinnern, dass:

  • je umfangreicher der Handel zwischen zwei Ländern ist
  • desto liquider das Währungspaar dieser beiden Länder sein wird

EUR/USD ist das liquideste Währungspaar des gesamten Forex Marktes.

Wenn die Rede von den Hauptwährungspaaren, also den Forex Majors ist, dann sind normalerweise die 6 meist gehandelten Währungspaare gemeint:

  1. AUD/USD Australischer Dollar gegenüber US-Dollar
  2. EUR/USD Euro gegenüber US-Dollar
  3. GBP/USD Britisches Pfund gegenüber US-Dollar
  4. USD/CAD US-Dollar gegenüber Kanadischer Dollar
  5. USD/CHF US-Dollar gegenüber Schweizer Franken
  6. USD/JPY US-Dollar gegenüber Japanischer Yen

Es überrascht nicht, dass diese Forex Majors vorwiegend aus den Währungen einiger der größten Wirtschaftsräume der Welt zusammengesetzt sind. Der riesige Handelsumfang an Gütern und Dienstleistungen zwischen den beteiligten Wirtschaftsräumen ist einer der Gründe, warum ihre Währungen so stark gehandelt werden.

Ein weiterer ist die politische und ökonomische Stabilität, die in der Vergangenheit mit diesen Währungen einherging. Diese steigert deren Attraktivität, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Der US-Dollar (USD) ist besonders beliebt.

Der USD wird durch seinen Status als die Reservewährung für die Zentralbanken auf der ganzen Welt, sowie als Handelswährung für viele Schlüsselrohstoffe (z.B. Öl und Gold) gestützt. Für entsprechende Transaktionen muss man folglich den US-Dollar benutzen.

Nach dem US-Dollar ist der Euro die am häufigsten von institutionellen Anlegern und staatlichen Akteuren gehaltene Währung.

Die Vorteile des Handels mit Forex Majors

Sämtliche Währungspaare haben diverse Vor- und Nachteile, aber die Forex Majors bieten aufgrund ihrer Beliebtheit erhebliche Vorteile.

Sie werden sehen, dass die Nachrichten zu diesen Devisenpaaren viel leichter zugänglich sind. Über die zugehörigen Volkswirtschaften werden regelmäßig ökonomische Kennzahlen veröffentlicht.

Diese Veröffentlichungen werden von den Märkten genau verfolgt, was zu vorhersehbaren Zeitpunkten die Chance auf heftige Kursbewegungen bietet.

Eine der wichtigsten veröffentlichten Finanzkennzahlen im Forex Kalender ist beispielsweise der Bericht zur US-Beschäftigungslage des Bureau of Labor Statistics.

Ein starker Anstieg der Beschäftigtenzahlen in diesem Bericht wird als Indikator für ein Wirtschaftswachstum gesehen.

Letzteres wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik der Federal Reserve und hat einen Stärkungseffekt auf den US-Dollar – vorausgesetzt, alle anderen Faktoren bleiben unverändert.

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Die enorme Liquidität der Hauptwährungspaare bietet mehr als nur einen Vorteil.

  • Das größere Handelsvolumen senkt die Transaktionskosten und dadurch können die liquideren Währungspaare mit viel kleineren Spreads gehandelt werden.
  • Eine größere Liquidität glättet normalerweise auch die Volatilität.

Allerdings ist zu beachten, dass selbst die liquidesten Währungen unter entsprechenden Bedingungen volatil sein können.

Ein Extrembeispiel dafür war der scharfe Rückgang des USD/CHF Anfang 2015, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Strategie, den Wertzuwachs des Franken zu deckeln, über Bord geworfen hatte. In den Jahren zuvor hatten der Status des Franken als Zufluchtswährung und die Schuldenkrise der Eurozone für enorme Kapitalzuflüsse in die Schweiz gesorgt. Die SNB hatte sich entschlossen, an den Währungsmärkten zu intervenieren und ausländische Währungen zu kaufen, um den Schweizer Franken zu drücken.

Als die SNB dieses Vorgehen wieder einstellte, schoss der Kurs des Schweizer Franken gegenüber jeder anderen Währung in die Höhe und der USD/CHF fiel innerhalb von Minuten um 25 Prozent. Solche Kurs-Schocks sind allerdings extrem selten.

Vielmehr sind normalerweise sanfte Kursbewegungen ein Kennzeichen liquider Märkte und scharfe Kurssprünge kommen eher an weniger liquiden Märkten vor. Die umfassende Liquidität des Forex Marktes im Allgemeinen und insbesondere der Hauptwährungspaare vereinfacht die Transaktionen.

Das Gegenteil gilt für Finanzmärkte mit wenig Liquidität, wo es schwer sein kann, kurzfristige Ein- oder Ausstiege zu realisieren.

Die Hauptwährungspaare: Ein guter Einstieg in das Forex Trading?

Ein guter Rat für den Einstieg in den Forex Handel ist es, das zu handeln was Sie kennen.

Sie kennen sich in einer bestimmten Volkswirtschaft besonders gut aus? Dann kann das natürlich dafür sprechen, deren Währung zu handeln. Selbst wenn diese Währungspaare nicht zu den Majors gehören.

Insgesamt bedeuten die oben dargelegten Vorteile:


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