Forex vs. Aktien: Sollten Sie Forex oder Aktien handeln?

Wer neu im Trading ist, wird sich wahrscheinlich fragen: "Was ist besser? Forex oder Aktien?"

Um diese Frage zu beantworten, bedient man sich am besten des 1x1 der Wirtschaft. Aktuell befinden wir uns in einem Niedrigzinsumfeld. Weltweit kämpfen die Zentralbanken größtenteils noch immer mit einem geringen Wachstum. Ihre Antwort auf diesen Zustand ist die lockere Geldpolitik, die bereits seit Jahren zu beobachten ist.

Doch was bedeutet das für Sie?

Im Grunde bedeutet es, dass es Ihnen kaum etwas bringt, Ihr Geld nur auf einem normalen Bankkonto zu deponieren. In vielen der wichtigsten Volkswirtschaften liegen die gezahlten Zinsen unter der Inflation. Daher ist es nur natürlich, dass die Menschen auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten sind. Bekannte Beispiele für ebensolche Möglichkeiten sind vor allem die etablierten Finanzmärkte für Devisen und Aktien.

Dieser Artikel beleuchtet vor allem die Vor- und Nachteile von Forex und Börsen Trading.

Forex Markt vs. Aktienmarkt

Auf die Frage, welcher der bessere Markt ist, gibt es keine eindeutige Antwort. Bei dem Vergleich von Forex und Aktien ist festzustellen, dass jeder dieser Märkte seine Vor- und Nachteile hat. Letztendlich kommt es darauf an, auf welche Features Sie einen gesteigerten Wert legen.

Bevor Rückschlüsse auf das Trading von Forex vs. Aktien gezogen werden können, ist es wichtig, zunächst einen Überblick über jeden dieser Märkte zu gewinnen.

Der Forex Markt ist dezentral.

Er repräsentiert ein Trading Netzwerk von Händlern auf der ganzen Welt. Zu den großen Akteuren am Forex Markt gehören Investmentbanken, Zentralbanken, Hedgefonds und Handelsunternehmen.

Der Aktienmarkt hingegen ist ein Oberbegriff für die Gruppe aus Käufern und Verkäufern von Aktien.

Mit Aktien eines Unternehmens erwirbt man Anteile am Eigentum des Unternehmens. Für gewöhnlich finden diese Transaktionen an einer Börse statt. Viele Unternehmen entscheiden sich im Zuge einer Kapitalbeschaffung dazu, Aktien auf den Markt zu bringen. Um dies zu realisieren, bieten Börsen einen transparenten, regulierten und leicht zugänglichen Marktplatz für Käufer, um Geschäfte mit Verkäufern zu tätigen.

Früher fand das Trading auf dem Parketthandel per "Zuruf" statt, entwickelte sich aber in den vergangenen Jahren immer stärker in Richtung eines elektronischen Handels. Der Aktienmarkt ist weiterhin sehr beliebt, wurde aber in Bezug auf das Handelsvolumen vom Forex Markt überholt, welcher mittlerweile der größte Finanzmarkt der Welt ist. In Bezug auf das Handelsvolumen gewinnt also der Forex Markt diese Runde ganz klar gegen den Aktienmarkt.

Warum spielt das Handelsvolumen eine Rolle? Ganz einfach: Das größere Handelsvolumen am Forex Markt geht mit einer höheren Liquidität einher.

Forex oder Aktien: Die Liquidität im Vergleich

Der Forex Markt ist außerordentlich liquide. Dies ist auf die hohe Anzahl von Marktteilnehmern zurückzuführen, die zu jeder Zeit in das Trading involviert sind.

Große, bekannte Aktien können ebenfalls sehr liquide sein, wie Vodafone oder Microsoft beweisen. Entfernen Sie sich jedoch von den Blue Chips, so können die Aktien erheblich weniger liquide werden.

Warum spielt die Liquidität eine Rolle? Die Liquidität erleichtert den Handel eines Instruments. Allgemein kann man sagen, dass eine hohe Liquidität mit geringeren Spreads und niedrigeren Transaktionskosten einhergeht.

Um dies zu verdeutlichen, sehen Sie nun einen beispielhaften Vergleich der Kosten für einen Forexhandel mit jenen für einen Aktienhandel. Dafür dient Microsoft als liquide Aktie und der EUR/USD als liquides Währungspaar.

Beim Trading der Microsoft-Aktie zahlen Sie:

  1. Markt-Spread und
  2. die Provision an Ihren Broker

Der Microsoft Kurs liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 52 $ pro Aktie und der Markt Spread bewegt sich bei Microsoft unter normalen Marktbedingungen in einer Range von 2 Cent bis 5 Cent. Dies entspricht anteilig rund 0,04% bis 0,09%. Die Provisionen sind von Broker zu Broker unterschiedlich, für dieses Beispiel wird aber ein Mittelwert von 10 Cent pro Aktie gewählt. Die Provision wird sowohl bei der Eröffnung als auch bei der Schließung des Trades fällig.

Schauen wir uns nun den EUR/USD an.

Dieses meistgehandelte Devisenpaar wird rein auf Spread Basis, also ohne Provision, gehandelt. Zumindest ist dies beim Trading mit unserem Admiral Markets Konto der Fall. Auf einem solchen Konto zahlen Sie 1 Pip Spread für den EUR/USD Trade, ohne Kommission. Beachten Sie an dieser Stelle, dass wir verschiedene Kontomodelle haben, die jeweils unterschiedliche Dienstleistungen einschließen. Findet das EUR/USD Trading bei 1,1190 statt, so verursacht eine Transaktion Kosten in Höhe von 0,0001/1/1,1190. In Prozent angegeben sind dies weniger als 0,01%.

In diesem Beispiel von Forex vs. Aktienmarkt, hat also der Forex die Oberhand, da die Spread Kosten für das Trading einer Forex Position geringer sind, als der Markt Spread einer Aktie. Doch damit nicht genug der Vorteile: Sobald Sie den Faktor der Provisionen auf eine Aktie mit einbeziehen, wird der FX Trade im Vergleich nochmal günstiger.

Die realen Marktpreise können Sie gerne auch über unser Demokonto mitverfolgen.

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Enger vs. weiter Fokus

Einer der wichtigsten Unterschiede, wenn es darum geht, Forex vs. Aktien zu vergleichen, ist der Fokus des Traders. Schauen Sie sich nämlich nur einzelne Aktien an, so können Sie sich auf eine geringe Anzahl von Variablen beschränken. Der weitere Fokus hingegen wird wichtig, wenn Sie von längerfristigen Trends profitieren möchten. Hierfür ist es notwendig, auch die branchenspezifischen, sowie die unternehmenseigenen Faktoren für ein bestimmtes Unternehmen zu betrachten. Kennzahlen wie der Verschuldungsgrad, der Cashflow, Gewinnprognosen usw. sind dafür von größter Bedeutung.

Die wichtigsten Kennzahlen sind somit:

  • der Verschuldungsgrad des Unternehmens
  • der Cashflow
  • die Gewinnorientierung

Beim Forex ist der Fokus jedoch breiter aufgestellt, denn eine Währung spiegelt die gesamte Performance einer Wirtschaft wieder. Daher liegt das Interesse von FX Tradern eher auf der Makroökonomie. Im Fokus stehen deswegen eher Indikatoren wie die Arbeitslosigkeit, die Inflation und das Bruttoinlandsprodukt, als die Performance des Privatsektors.

Wenn Sie ein FX Paar traden, so bezieht sich Ihr Trading stets auf zwei Währungen gleichzeitig. Immer wenn Sie eine Währung kaufen, verkaufen Sie im gleichen Atemzug die andere Währung des entsprechenden Währungspaares.

Ein fundamentaler Trader berücksichtigt daher auch nicht nur die Performance einer Wirtschaft, sondern stets die Performance zweier Volkswirtschaften. Natürlich können Sie sich auch auf die technische Analyse konzentrieren und den Fundamentaldaten weniger Beachtung schenken.

Forex vs. Aktien: Handelszeiten

Der FX Markt ist ein 24-Stunden Markt:
  • Dieser Markt verfügt über keinen einzelnen zentralen Standort; darum
  • sind die Marktteilnehmer über den Globus verteilt; und
  • es gibt stets einen Marktteil, an dem sich das Geschehen in der Hauptgeschäftszeit abspielt.

Das Trading mit börsennotierten Aktien unterliegt indes bestimmten Beschränkungen. So müssen sich Aktienhändler an die Börsenöffnungszeiten halten. Mehrere große Börsen haben jedoch eine Form des verlängerten Handels etabliert, wodurch Aktienhändlern die Möglichkeit eröffnet wird, vor- oder nachbörslich noch Trading Gelegenheiten wahrzunehmen. Dies war früher nur den institutionellen Investoren gestattet. Dank des elektronischen Tradings können aber mittlerweile auch die Privatanleger von dieser Regelung profitieren. Der Haken dabei ist allerdings, dass diese verlängerten Handelszeiten von einem niedrigen Volumen und schlechter Liquidität gekennzeichnet sind.

Nehmen Sie einen Vergleich des Volumens auf 24-Stundenbasis vor und ist es Ihnen wichtig, zu jeder beliebigen Zeit traden zu können, so fällt der Vergleich von Forex vs. Aktien leicht: auch hier ist Forex der klare Gewinner.

Margin und Hebelwirkung

Ein großer Vorteil des Forex Trading vs. Aktien Trading ist die überlegene Hebelwirkung, welche Forex Broker anbieten. Wenn Sie Aktien physisch traden, so werden Sie dies wahrscheinlich nicht mit Hebelwirkung machen können.

Nutzen Sie für das Trading von Aktien jedoch CFDs (Contracts For Difference), so traden Sie auf die Margin. Für gewöhnlich bietet 1:10 eine günstige Hebelwirkung dafür. Für FX Broker ist es aber nicht ungewöhnlich, dass eine Hebelwirkung von 1:50 angeboten wird. Diesen Wert vermag das Angebotsportfolio von Admiral Markets nochmals zu übertreffen: Traden Sie mit einer Hebelwirkung von bis zu 1:500.

Dies ermöglicht es Ihnen, für eine Einzahlung eine deutlich größere Position traden zu können. Sie sollten allerdings folgendes beachten:

  • die tatsächliche Größe Ihrer zugrunde liegenden Position und
  • Sie sollten die damit verbundenen Risiken vollständig verstehen.

Die Hebelwirkung kann ein mächtiges Werkzeug sein, aber es kann Ihre Trading Aktivität auch schnell zum Erliegen bringen.

Forex Trading vs. Aktien: Unsere Schlussfolgerung

Was sollten Sie nun in 2018 traden: Forex oder Aktien?

Im Trading zählt nur das, was funktioniert. Dies bedeutet, dass Sie für sich feststellen müssen, was Ihren Anforderungen am ehesten entspricht. Wenn Sie mehr über einen Markt wissen, als über einen anderen, dann sollten Sie in Ihrem Fachgebiet bleiben.

Interessieren Sie sich mehr für einzelne Unternehmen, dann ist der Aktienhandel für Sie eine gute Wahl. Betrachten Sie lieber die übergeordnete Makroökonomie, dann erscheint der Forex Markt als eine bessere Wahl für Sie. Auch wenn Sie keine besonderen Neigungen haben, aber Wert auf niedrige Transaktionskosten legen, könnte Forex genau das Richtige für Sie sein.

Dieser Artikel ist auf einige wichtige Unterschiede eingegangen und wir hoffen, dass dies Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen wird.

Doch egal, wofür Sie sich entscheiden - bei Admiral Markets können Sie sowohl Forex als auch Aktien CFDs mit der MetaTrader 4 Supreme Edition traden.

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