Admiral Markets Group consists of the following firms:

Admiral Markets UK Ltd

Regulated by the Financial Conduct Authority (FCA)
  • Leverage up to:
    1:30 for retail clients,
    1:500 for professional clients
  • FSCS protection
  • Negative balance protection
CONTINUE
Selecting one of these regulators will display the corresponding information across the entire website. If you would like to display information for a different regulator, please select it.
Selecting one of these regulators will display the corresponding information across the entire website. If you would like to display information for a different regulator, please select it.

Paper Trading - So simulieren Sie Ihre Trading Strategie

Können Sie sich noch an Ihre Ausbildung erinnern? Für die meisten Menschen in Deutschland bedeutete eine Ausbildung eine dreijährige Zeit des Lernens und den Erwerb von berufsrelevanten Fähigkeiten. Dabei wurde uns oft, je nachdem, welchen Beruf wir erlernten, nicht von Anfang an zugetraut, alle Maschinen, Computer oder Kunden zu bedienen. Zu jeder Zeit stand uns jemand zur Seite, der uns auf die Finger schaute, Ratschläge gab und Fehler verhinderte.

Für manche Menschen endete das Lernen jedoch auch nach der Ausbildung nicht. Besonders bei komplexen Tätigkeiten gab und gibt es eine Vielzahl von Spezialisierungen. Piloten etwa lernen nicht nur das Fliegen im Allgemeinen, sondern werden auch auf die unterschiedlichen Flugzeugtypen geschult. Stellt sich nur die Frage: Was hat das alles mit dem Trading zu tun?

Paper Trading als Einstieg in eine komplexe Welt

Das Trading, also der Handel an der Börse, ist ebenfalls eine hochkomplexe Tätigkeit. Anders als viele Anfänger vielleicht glauben, besteht der Börsenhandel aus weit mehr als nur dem Kauf und Verkauf von Aktien. Um erfolgreich zu traden, bedarf es einer Vielzahl an Fähigkeiten und Regeln, die für einen langfristigen Erfolg eingeübt und immer wieder verfeinert werden sollten. Eine gründliche Ausbildung im Trading Geschäft erfordert also vor allem viel Zeit.

Neulinge, die glauben, ohne die entsprechenden Kenntnisse und Erfahrungen schnell viel Profit erwirtschaften zu können, stellen oft schon nach kurzer Zeit fest, dass sie sich geirrt haben. Hohe Verluste sind in solchen Fällen keine Seltenheit. Ursächlich dafür können verschiedene Faktoren sein. Es könnte an einem fehlenden Plan liegen oder an den fehlenden Kenntnissen und Erfahrungen, um eine Situation korrekt einschätzen zu können. Gibt es also keine Möglichkeit, ohne Lehrgeld an die Börse zu finden?

Paper Trading ermöglicht genau diesen Einstieg. Dabei steht Paper Trading für den Börsenhandel im „Demo-Modus". Das bedeutet aber nicht, dass Sie unter unrealistischen Bedingungen starten. Im Gegenteil: Viele Anbieter (in der Regel Broker und Banken) stellen ihre Handelssoftware kostenfrei zur Verfügung, um den potenziellen Kunden einen Einblick in die Welt des Tradings und in die eigene Handelssoftware zu geben. So können Trading Anfänger ohne Probleme und ohne den Einsatz von echtem Geld den Einstieg in die Welt des Tradings finden. Allerdings gibt es dabei einige Dinge zu beachten, denn auch wenn ein Demokonto einen guten ersten Einblick geben kann, so unterscheidet sich der Einsatz von Demo-Geld doch deutlich vom realen Handel. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Eigenschaften und Vorteile des Paper Tradings vor. Außerdem gehen wir auf mögliche Stolpersteine und die psychologische Komponente ein. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und einen guten Start ins Trading.

Paper Trading – eine risikofreie Testumgebung

Beim Paper Trading gibt es kaum einen Unterschied zu einem echten Trading-Account. Sie öffnen die Software und können durch die Auswahl eines Marktes, wie zum Beispiel einem der vielen Forex Märkte, sofort eine Kauf- oder Verkaufsorder platzieren. Der einzige offensichtliche Unterschied zum Echtgeld-Handel ist der Einsatz für Ihren Trade. Dieser beträgt nämlich 0 Euro und es handelt sich nur um einen virtuellen Einsatz.

Genau an dieser Stelle zeigt sich die große Stärke eines Paper Trades. Sie können alle Rahmendaten exakt festlegen, genau wie in einem Echtgeld-Konto. Sowohl die verschiedenen Arten von Limit-Orders, wie auch Take Profit oder Stop-Loss können dabei zum Einsatz kommen. Doch egal wie der Trade ausgeht, oder welche Fehler Sie bei der Orderaufgabe begehen, in keinem Fall verlieren Sie echtes Geld. An dieser Stelle liegt der wohl größte Vorteil des Paper Tradings, allerdings auch ein möglicher Nachteil.

Risikofreies Demokonto für Forex & DAX Trading: ohne Kosten und Gebühren

Die psychologische Komponente eines Demokontos

Anders als bei echten Trades, in denen ein Trader einen Teil seines realen Vermögens riskiert, werden im Demomodus kaum starke Gefühlsregungen verursacht. Während ein echter Trade im Falle eines Misserfolgs deutliche Spuren in der Psyche eines Traders hinterlassen kann, sind im Demokonto nur ein paar Stellen des virtuellen Kontostandes bedroht. Nun werden Sie sicherlich zu recht sagen, dass es Ihnen ja genau darum geht. Und in der Tat haben Sie damit recht.

Allerdings ist die psychologische Komponente eines der größten Probleme im Trading. So nimmt beispielsweise die Risikoneigung deutlich zu, wenn man nichts zu verlieren hat. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle vorab darauf hingewiesen, dass die Trading-Ergebnisse in einer Testumgebung nur bedingt im realen Handel reproduzierbar sind. Doch es gibt weitere kleine Unterschiede zwischen dem Paper Trading und dem Handel bei einem Broker mit echtem Geld.

Orderausführung im Paper Trading

Sie werden früher oder später feststellen, dass die Ausführung einer Wertpapier- oder Derivateorder von verschiedenen Umständen abhängig ist. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle einen wichtigen Unterschied zwischen einer realen Transaktion und einem Kauf oder Verkauf im Demokonto. Dieser Unterschied kommt vor allem bei sehr volatilen Märkten zum Tragen. Damit ist die Volatilität in der Tat ein wichtiges Element, welches auch erfahrene Trader immer wieder vor große Herausforderungen stellt.

Exkurs Volatilität

Die Volatilität bezeichnet in der Finanzmathematik das Maß der Schwankungen. Anders ausgedrückt kann man also sagen, dass ein Markt der besonders volatil ist, auch ein besonders hohes Risiko birgt. Märkte mit einer sehr geringen Volatilität sind hingegen weniger riskant.

Bei den meisten Anbietern von Demokonten für das Paper Trading können Sie Orders zu aktuellen Marktkursen ausführen, ohne eine Abweichung zwischen dem aktuellen Kurs zum Zeitpunkt der Orderaufgabe und dem tatsächlich abgerechneten Kurs feststellen zu können. Während man diesem Umstand während der Demo-Phase kaum Beachtung schenkt, ist die Abweichung im realen Handel je nach Marktlage häufig deutlich zu erkennen.

Vor allem in sehr volatilen Phasen kann es zu erheblichen Unterschieden zwischen dem Kurs, zu dem man kaufen oder verkaufen wollte, und dem tatsächlichen Kurs, zu dem die Order dann ausgeführt wurde, kommen. Dabei sind diese Abweichungen besonders hoch, wenn man die sogenannte Market-Order benutzt.

Exkurs Market-Order

Eine Market-Order stellt die Möglichkeit dar, eine Order ohne Angabe von gewünschten minimalen oder maximalen Preisen direkt in den Markt zu geben. Die Ausführung erfolgt in der Regel sofort nach Orderaufgabe zum nächsten verfügbaren Kurs.

Grundsätzlich gilt dabei, dass die Abweichung besonders ins Gewicht fällt, je mehr Sie handeln und je geringer Ihr statistischer Vorteil ist. Denn genau dieser statistische Vorteil ist es ja am Ende, der den Unterschied zwischen dauerhaften Profiten und dauerhaften Verlusten macht. Doch es gibt noch weitere Dinge, die Sie zwingend beim Paper Trading bedenken sollten.

Unsere kostenlosen Live-Webinare

Die Konditionierung des Gehirns

Der Vergleich zwischen einer Berufsausbildung und dem Paper Trading war nicht zufällig gewählt. Natürlich hat beides mit Übung und dem Erlernen von grundlegenden Abläufen zu tun. Und genau diese Übung sorgt früher oder später dafür, dass ein Pilot ein riesiges Flugzeug mit mehreren 100 Menschen an Bord starten und landen kann. Beim Traden ist es nicht anders. Erst die Wiederholung von festgelegten Abläufen sorgt am Ende dafür, dass Sie auf gleiche Umstände immer gleich reagieren können. Denn nur so kann aus Ihnen am Ende ein dauerhaft profitabler Trader werden. Und an dieser Stelle ist nun erneut ein Stolperstein im Paper Trading zu erwarten.

In einem Demokonto können Sie Fehler, die Sie begangen haben, jederzeit durch den Reset-Knopf ausbügeln. Wenn Sie also durch sehr unvernünftiges Handeln einen Totalverlust des Kontos verursachen, lässt sich das Trading-Konto jederzeit und ohne echte Reue neu starten.

Dieser Umstand ist ein schwerwiegender Unterschied zum Handel mit echtem Geld. Hier können Unachtsamkeiten und unbedachtes Nachkaufen von Verlustpositionen zu einem schmerzhaften und hohen Verlust führen. Aus diesem Grund sollte man sein Gehirn gar nicht erst auf den dauernden Neustart konditionieren. Auch das Paper Trading sollte vom ersten Tag an ernst gemeint und ernst genommen werden. Nur dann ist auch das Lernen im Demomodus wirklich ein Mehrwert für Sie.

Ein weiterer Aspekt einer Fehlkonditionierung ist die Möglichkeit, große Summen im Demokonto zu bewegen. Wer zum Beispiel mit 100.000 Euro startet und einen sehr hohen Depothebel wählt, hat die Möglichkeit Verlustpositionen sehr oft zu „verbilligen". Und genau dieses Verbilligen durch Nachkäufe ist einer der Hauptgründe für das Scheitern vieler Trader. Aus diesem Grund sollten Sie auch im Paper Trading eine realistische Höhe des verfügbaren Guthabens wählen und auf Ihre Verhältnisse anpassen. Nur so geben Sie Ihrem Gehirn vom ersten Trade an ein Gefühl für das, was später unter realen Bedingungen auf Sie zukommt. Und genau dafür ist das Trading im Demokonto ja gemacht – die Simulation des Tradings anhand möglichst realistischer Bedingungen.

Die Planung im Trading

Gerade Anfänger unterschätzen oftmals die Bedeutung eines Trading-Plans. Dabei geht es allerdings nicht nur um ein Trading-Setup, wie man vielleicht glauben könnte. Im Gegenteil: Das Trading-Setup selbst ist wohl der letzte Bestandteil beim aktiven Paper Trading. Vor dem passenden Setup sollte man sich Gedanken darüber machen, wie genau man im Markt agieren will und vor allem darüber, was man riskieren will. Das Stichwort in diesem Zusammenhang lautet Risikomanagement.

Erfolgreiche Trader haben größtenteils eine wichtige Gemeinsamkeit – sie alle haben strikte Regeln zum Management des Risikos. Nur wer jederzeit und konsequent die Risiken unter Kontrolle hat, kann dauerhaft am Markt bestehen. Aus vielen Jahren Erfahrung hat sich dabei die Festlegung von Risikobudgets als sehr vorteilhaft herauskristallisiert. Dabei sollte es nicht nur ein Limit für jeden Trade an sich geben, sondern auch für die unterschiedlichen Zeiträume im Trading.

Folgende Stichpunkte können Ihnen dabei auch beim Paper Trading weiterhelfen:

  • Festlegen eines Jahresbudgets für Ihre Trading-Tätigkeit. Wählen Sie das Jahresbudget so, dass Sie notfalls auf das Geld verzichten können und setzen Sie auf keinen Fall Ihr gesamtes Vermögen ein. Dieses Limit schützt Sie im Laufe eines Trading Jahres vor empfindlichen Verlusten und sorgt so immer für vorhandene Liquidität, auch wenn Ihr Trading-Setup eine längere Zeit nicht funktioniert.
  • Auch ein Monatsbudget schützt Sie vor Schieflagen, die durch sich schnell verändernde Märkte jederzeit auftreten können. Dieses Monatsbudget muss natürlich kleiner sein als das Jahresbudget.
  • Ein Wochen- und Tagesbudget sollte ebenfalls vergeben werden. Auf diese Weise kann man schlechte Tage und heftige Drawdown-Phasen unter Kontrolle bekommen. Als Drawdown wird eine Phase von Verlusten in einen bestimmten Zeitraum nach einem Höchststand bezeichnet.
  • Das Risikobudget pro Trade versteht sich dabei fast von selbst.
  • Jeder Trade der nach einem Setup- und Trading-Plan eröffnet wird, sollte mit einem Stop-Loss versehen werden. Auf diese Weise hat man automatisch ein maximales Limit für die Verluste pro Trade eingeräumt.

Wenn Sie diese Stichpunkte konsequent beachten, ist die Wahrscheinlichkeit, zu den Verlierern im Trading zu gehören, bereits deutlich gesunken. Und auch wenn die psychologische Komponente des ganz realen Geldverlusts im Paper Trading fehlt, so ist das strikte Einhalten dieser Regeln im Demokonto ein erstes Indiz für Sie, dass Sie gute Chancen haben, an den Märkten zu bestehen.

Das Setup im Paper Trading

Sollte Ihnen die Einhaltung allerdings bereits im Demokonto schwer fallen, könnten Sie eventuell durch die Änderung Ihres Trading-Setups Abhilfe schaffen.

Exkurs Trading-Setup

Ein Trading-Setup ist die Formulierung von konkreten Handelsregeln, die von einem Trader strikt umgesetzt werden. Dabei gibt es viele verschiedene Ansätze, die alle gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringen. Die wichtigste Eigenschaft einer solchen Regel ist dabei die Duplizierbarkeit des Setups. Nur wenn die Regeln klar formuliert sind und keine Spielräume zulassen, kann das Setup langfristig Erfolg haben.

Allerdings ist dieses Thema kein Bestandteil dieses Artikels, denn die einzelnen Facetten der verschiedenen Setups sind so vielfältig, dass sie den Rahmen sprengen würden. Nur ein Satz sei dazu noch angemerkt.

Es gibt nicht das eine Trading-Setup, welches perfekt zu jedem Markt und jedem Trader passt. Das individuell richtige Trading-Setup zu finden, ist immer Teil der Ausbildung. Es muss nicht nur erlernt werden, die Setups zu erkennen, sondern auch die konsequente Anwendung aller dazugehörigen Regeln und Eigenarten.

Das Fazit zum Paper Trading

Paper Trading ist definitiv eine sehr gute Art, sich dem Thema Trading zu nähern. Im Gegensatz zum Sprung in das kalte Wasser kann der Trader hier über Wochen oder Monate unter ziemlich realistischen Bedingungen den Einsatz von verschiedenen Strategien Setups und Regel üben, ohne sein Vermögen dabei in Gefahr zu bringen.

Doch auch in dieser Testumgebung für Trading-Anfänger gilt es Regeln zu beachten, um langfristig den größten Mehrwert daraus zu ziehen. Dabei sollte vor allem auf möglichst realistische Trading-Bedingungen geachtet werden, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern und ein Gefühl für die Märkte zu entwickeln. Nur so lässt sich am Ende der große Vorteil eines Demokontos optimal nutzen und die Vorbereitung auf den Handel mit echtem Geld üben.

All diese Umstände lassen die Nutzung des Paper Tradings unter realistischen Bedingungen absolut vorteilhaft erscheinen. Aus diesem Grund kann der Handel im Demokonto jedem Anfänger oder übungswilligen Fortgeschrittenen ans Herz gelegt werden.

Wer die Übungsphase erfolgreich absolviert hat und eine Handelsstrategie erfolgreich getestet hat, der kann sich dann für unterschiedliche Handelsplattformen, wie den MetaTrader 4 oder den MetaTrader 5 entscheiden und diesen sogar mit der exklusiven Supreme Edition von Admiral Markets kostenlos um über 60 zusätzliche und äußerst Hilfreiche Tools und Indikatoren erweitern!

Die MetaTrader Supreme Edition - für MT4 und MT5 kostenlos verfügbar!


Das könnte Sie auch interessieren:

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.