Admiral Markets Group consists of the following firms:

Admiral Markets UK Ltd

Regulated by the Financial Conduct Authority (FCA)
  • Leverage up to:
    1:30 for retail clients,
    1:500 for professional clients
  • FSCS protection
  • Negative balance protection
CONTINUE
Selecting one of these regulators will display the corresponding information across the entire website. If you would like to display information for a different regulator, please select it.
Selecting one of these regulators will display the corresponding information across the entire website. If you would like to display information for a different regulator, please select it.

Die Bedeutung der Volatilität im Trading

Lesezeit: 13 Minuten

In bewegten Börsenzeiten ist oft von „hoher Volatilität" die Rede. Doch was genau bedeutet Volatilität und wie können Trader von turbulenten Marktphasen profitieren? Diese und viele andere Fragen rund um die Volatilität im Trading beantworten wir hier.

Die Bedeutung der Volatilität im Trading

Was ist Volatilität?

Der Begriff Volatilität kommt vom lateinischen „volatilis" (fliegend oder flüchtig) und misst an der Börse die Schwankungsbreite des Preises eines Finanzinstruments innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Volatilität ist demnach ein Maß für die Schwankungsintensität von beispielsweise Aktien-, Währungs- oder Rohstoffkursen. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Schwankung, desto höher die Volatilität.

In der Regel schnellt die Volatilität in die Höhe, wenn sich fundamentale Veränderungen einstellen. Oftmals verändert sich in Reaktion darauf auch das Finanzmarktregime. Faktoren, die einen Regimewechsel am Finanzmarkt initiieren können, sind Konjunkturdaten, Zinswenden, politische Entscheidungen oder Anlegerpsychologie.

Ein interessanter Aspekt von Volatilität ist, dass sie oftmals in sogenannten „Clustern" auftritt. Das bedeutet, dass die Volatilitätswerte über eine Zeit lang relativ hoch oder niedrig sind, bis sie sich wieder normalisieren.

Handeln Sie Forex & CFDs beim Broker Ihres Vertrauens

Arten von Volatilität

Generell unterscheiden Börsianer zwischen historischer und impliziter Volatilität. Wie der Name schon sagt, wird bei der historischen Volatilität auf die Vergangenheit zurückgeblickt und untersucht, wie schnell sich ein Kurs in einem bestimmten Zeitraum bewegt hat, um daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, wie er sich in der Zukunft bewegen könnte. Damit zählt die historische Volatilität zu den nachlaufenden Indikatoren.

Die implizite Volatilität bezieht sich auf die von Optionshändlern in Zukunft erwarteten Kursschwankungen eines Basiswerts. Im Gegensatz zur historischen Volatilität beruht sie somit nicht auf zurückliegenden Daten, sondern errechnet sich in Echtzeit aus den gehandelten Marktpreisen von Put- und Call-Optionen - also Verkaufs- und Kaufsoptionen - an Terminbörsen wie EUREX, CBOE und ICE.

Lernen Sie mithilfe unseres umfangreichen Bildungsangebotes alles zur Volatilität!

Historische Volatilität

Die historische Volatilität ist ein Hilfsmittel, um aus den Daten der Vergangenheit auf die künftige Schwankungsintensität schließen zu können. So finden die historischen Volatilitäten in Risikomodellen als Schätzer für zukünftige Schwankungsbreiten Anwendung. Vereinfacht gesagt besteht bei einer Aktie mit hoher Volatilität - also starken Kursausschlägen nach oben wie nach unten - die Gefahr, dass man nach Kauf dieses Wertes in eine Phase stark fallender Kurse gerät. Gleichzeitig steigt mit der Volatilität der Anlage jedoch auch die Chance auf einen entsprechend größeren Gewinn.

Volatilität macht sich damit in beide Richtungen – Verlustrisiko und Gewinnchance – bemerkbar. Die historische Volatilität eines Wertpapiers entspricht der Standardabweichung der Renditen über einen bestimmten Zeitraum. Die Standardabweichung sagt aus, wie stark die Streuung der Renditen um einen Mittelwert ist. Neben der historischen Volatilität findet die Standardabweichung auch in vielen weiteren technischen Indikatoren wie etwa den Bollinger Bändern Verwendung.

Lernen Sie die Vor- und Nachteile von Volatilität in unserem risikofreien Demokonto kennen!

Berechnung der Schwankungsbreite

Unabhängig vom eingestellten Zeitraum ist die historische Volatilitätsangabe praktisch ausnahmslos annualisiert angegeben. Bezogen auf die Beobachtung der Tagesrenditen eines Finanzwerts über 30 Handelstage bedeutet dies konkret, dass die gemessene Volatilität von 30 Handelstagen auf 252 Handelstage pro Jahr hochgerechnet wird. Jeder eingestellte Zeitraum einer Volatilitätsmessung entspricht weder prozentual noch absolut der Schwankungsbreite des eingestellten Zeitraums, sondern wird immer auf ein Jahr skaliert. Diese Skalierung ist wichtig, um verschiedene Volatilitätszeiträume vergleichen zu können.

Um die Schwankungsbreite eines Kurses zu berechnen, wird zuerst der Mittelwert µ über die im Zeitraum T beobachteten Tagesrenditen ermittelt.

Als nächstes muss die Varianz σ² berechnet werden.

Durch Ziehen der Quadratwurzel erhalten wir die Tagesvolatilität.

Um auf die annualisierte historische Volatilität zu kommen, muss nur noch folgende Rechnung durchgeführt werden:

Implizite Volatilität

Die implizite Volatilität wird nicht gemessen, sondern aus aktuell gehandelten Optionspreisen abgeleitet. Bild 2 zeigt den Prozess, wie die implizite Volatilität ermittelt wird. Beim VDAX-New, dem wichtigsten deutschen Volatilitätsindex, erfolgt dies über ein Portfolio aus verschiedenen at-the-money und out-of-the-money DAX-Optionen (also Optionen, bei denen der Basispreis gleich oder höher als der aktuelle Aktienpreis ist), die an der Terminbörse EUREX gehandelt werden und im Mittel eine Restlaufzeit von 30 Tagen aufweisen.

Hohe Werte signalisieren dabei eine nervöse Stimmung, die von starker Unsicherheit geprägt ist. Deshalb werden implizite Volatilitätsindikatoren auch als "Angstbarometer" bezeichnet.

Bild 2)

Quelle: Eigene Grafik

Nehmen wir an, der Kurs des DAX notiert bei 10.000 Punkten und der aktuelle Wert des VDAX-New liegt bei 33,3 Prozent, so erwarten die Optionshändler in den kommenden 30 Kalendertagen eine Schwankungsbreite des Index von:

10.000 Punkte ± 10.000 * 20 % * √(30 Tage/365 Tage) = 10.000 Punkte ± 955 Punkte

In dem Beispiel wird in den kommenden Tagen eine Schwankungsbreite von 955 Punkten nach oben wie nach unten erwartet. Dies ergibt einen potentiellen Preiskorridor von 10.955 Punkten auf der Oberseite und 9.045 Punkten auf der Unterseite. Je weiter der VDAX-New ansteigt, desto größer wird entsprechend der erwartete Preiskorridor und damit auch das erwartete Risiko für Kursrücksetzer in den kommenden Wochen. Sinkt der VDAX-New, so reduziert sich entsprechend der Korridor.

In den USA spiegelt der VIX (Volatility Index) die implizite Volatilität für den marktbreiten S&P 500 Index wider. Der VSTOXX gibt analog die erwartete 30-Tage-Volatilität des EuroStoxx 50 an.

Ihr eigenes Aktienportfolio bei Admiral Markets!

Unternehmensnachrichten und implizite Volatilität

Wenn bei einem Unternehmen Quartalszahlen veröffentlicht werden, so führt dies häufig zu großen Kursschwankungen. Diese erwarteten Schwankungen spiegeln sich bereits im Vorfeld der Veröffentlichung in den Optionspreisen des jeweiligen Basiswerts wider. Dieses Phänomen ist beispielsweise bei amerikanischen Technologieaktien wie Apple, Google, Facebook und Twitter sehr ausgeprägt, da die Schwankungsbreite dieser Aktien insgesamt sehr hoch ist. Die Optionsprofis preisen dann bei Optionen mit kurzer Laufzeit eine deutlich höhere implizite Volatilität ein als bei Optionen mit langer Laufzeit.

Volatilität - Fluch oder Segen?

Ob nun volatile Marktphasen ein Fluch oder ein Segen sind, hängt ganz vom Standpunkt des Betrachters ab. Für aktive Trader, die in Sekundenschnelle und äußerst flexibel auf schwankungsintensive Kurse reagieren können, überwiegen natürlich die Chancen. Das gilt vor allem für das Trading mit CFDs (Contracts for Difference). Denn mit diesem Instrument bekommen Trader alles an die Hand, um in schnellen Märkten überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.

Zum einen können Kurzfrist-Trader in allen Anlageklassen sowohl von steigenden wie auch von fallenden Kursen profitieren. Zum anderen sind CFDs sehr transparente Finanzinstrumente und extrem kostengünstig. Vom Swing Trading bis hin zum Scalping sind alle Strategien handelbar. Dazu kommt, dass CFD-Handelsplattformen neben den gängigen Ordertypen auch fortgeschrittene Tools zur Verfügung stellen, die aktiven Tradern in volatilen Märkten ein smartes Risikomanagement ermöglichen. Admiral Markets bietet zum Beispiel mit den Volatility Protection Settings einen Schutz vor Volatilität an.

Minimieren Sie die volatilitätsbedingten Risiken beim Trading!

Hingegen führen volatile Marktphasen bei Buy-and-Hold-Anlegern, die Geldanlagen lange halten, in der Regel zu Verunsicherung und heftigen Renditeschwankungen im Depot. Denn der passive Ansatz zwingt diesen Anlegertypus dazu, von der Seitenlinie auf das Geschehen zu schauen.

Die einzige aktive Strategie, die ein Buy-and-Hold-Anleger in hochvolatilen Marktphasen umsetzen kann, wenn er nicht zu schlechten Kursen verkaufen möchte, ist, den Durchschnittskosteneffekt zu nutzen. Dabei werden regelmäßig gleich bleibende Beträge in Wertpapiere angelegt, wodurch bei niedrigen Kursen mehr Aktien gekauft werden, um so im Schnitt Kosten zu sparen. Über die Vorteilhaftigkeit dieses Effekts sind sich Experten allerdings uneinig.

Wie kann ich die Volatilität für mich nutzen?

In normalen Marktphasen kann die historische Volatilität von aktiven Tradern auf der Suche nach schwankungsfreudigen Basiswerten genutzt werden. Ein Trader könnte z.B. die historische Volatilität der vergangenen drei bis sechs Monate von DAX- und MDAX-Aktien heranziehen, um die Aktien herauszufiltern, die in der jüngsten Vergangenheit die höchsten Schwankungsbreiten aufwiesen. Denn gerade für kurzfristig orientierte Trader gilt die Formel: Ohne Kursschwankungen keine überdurchschnittlichen Renditen. Tabelle 1 zeigt die historische Volatilität der vergangenen sechs Monate für die 30 DAX-Aktien.

Tabelle 1)

Quelle: Eigene Berechnung

Handeln Sie CFDs auf den deutschen Leitindex beim DAX30-Spezialisten

Befinden sich die Finanzmärkte in unruhigen Fahrwassern und die Kursstände der jeweiligen "Angstbarometer" wie VDAX-New oder VIX erreichen lokale Extremwerte, dann könnten Trader bei der Chartanalyse auf die Suche nach Umkehrformationen gehen, die eine baldige Trendwende voraussagen können.

Denn in solchen Zeiten neigen Finanzmarktakteure oftmals zu Irrationalität und Übertreibung. Implizite Volatilitätsindizes können dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für die Suche nach charttechnischen Umkehrmustern zu finden. Jedoch erfordert diese Vorgehensweise auch eine große mentale Stärke vom Trader, denn er stellt sich gegen die vorherrschende Marktmeinung.

Wie schütze ich mich vor Risiken zu hoher Volatilität?

In hochvolatilen Märkten sollten Trader immer auch ihr Risikomanagement anpassen. Denn neben den Chancen erhöht sich auch das Risiko. Eine Anpassung kann durch volatilitätsbasierte Stops und den Volatility Protection Settings von Admiral Markets vorgenommen werden.

Profitieren Sie von der Erfahrung unserer Trading-Profis!

Die Volatility Protection Settings für das gesamte Handelskonto von Admiral Markets bieten vor allem den aktiven Tradern eine enorme Hilfe für den Handel in allen Marktlagen: So können auch hochvolatile Zeiten an Schrecken verlieren, wenn die Kontoeinstellungen angemessen genutzt werden. Die generellen Marktrisiken bleiben bestehen, aber durch die individuellen Einstellungen werden viele gängige Vola-Risiken begrenzt. Die Volatility Protection Settings im Überblick:

  • Limitieren Sie die maximal akzeptierte Slippage in Pips bei Market & Stop Order.
  • Wenn die Slippage für Sie zu groß ist, erfolgt keine Tradeausführung.
  • Kurs-Gaps und Stops: Limitieren oder verhindern Sie Verluste von Pending Orders, die in Kurs-Gaps fallen.
  • Der Schutz vor plötzlichen Verlusten, die ansonsten möglich wären, falls Ihre Pending Order ein vordefiniertes Stop Loss Level hat und beide über denselben Tick ausgelöst würden.
  • Große Handelsvolumen mit Teilausführungen: Erhalten Sie Orderausführungen auch bei großen Trade-Volumen, indem Sie Teilausführungen erlauben.
  • Spikes: Ausführung von Limit und Take Profit Orders sogar bei Spikes, durch Übertragung als Market Order.
  • Ausgeweitete Spreads: Vermeiden von Orderaktivierung bei ausgeweiteten Spreads, sofern keine (entsprechende) Marktbewegung vorhanden ist.

Besonders volatile Märkte

Volatilität ist das Lebenselexier für Trader. Deshalb stehen besonders volatile Anlageklassen im Fokus aktiver Trader. Dazu zählen:

Aktien

Technologieaktien weisen ebenfalls eine sehr hohe Volatilität auf. Der Grund liegt in der hohen Bewertung, die Investoren den Technologieunternehmen aufgrund ihres starken Wachstums in der Vergangenheit zugestehen. Im Falle von Enttäuschungen, aber auch bei Erfolgsmeldungen, kommt es hier oftmals zu heftigen Kursausschlägen, die CFD-Trader für schnelle Trades nutzen können.

Investieren Sie mit Admiral Markets in Aktien und ETFs!

Rohstoffe

Die Anlageklasse der Rohstoffe ist stark abhängig von externen Einflüssen. Für Rohöl können das neben Konjunkturdaten auch politische Faktoren sein. Im Fall von Agrarrohstoffen sind es wetterbedingte Faktoren. Diese Events führen regelmäßig zu erratischen Kursschwankungen, da die Marktteilnehmer die Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage einpreisen müssen. Für News Trader, die ihren Handel an marktrelevanten Nachrichten ausrichten, bieten sich hier immer wieder potentielle Gewinngelegenheiten.

Rohstofftrading inkl. Volatility Protection Service

Kryptowährungen

Diese recht junge Anlageklasse besitzt aufgrund des frühen Stadiums, in dem sich der Kryptomarkt noch befindet, im Vergleich zu den etablierten Anlageklasse eine geringe Marktkapitalisierung. Daher können hohe Kursschwankungen mit relativ wenig Kapital verursacht werden. Nicht zuletzt deswegen liegen Tagesschwankungen auch mal schnell im zweistelligen Prozentbereich. Bei Admiral Markets haben Trader eine große Auswahl von Kryptowährungspaaren, um an den Chancen, die sich in dieser Anlageklasse bieten, zu partizipieren.

Krypto-Trading inkl, Volatility Protection Service

Abschließendes zur Volatilität

In der Welt der Buy-and-Hold-Anleger ist Volatilität ein Synonym für Risiko. Für aktive Trader überwiegen die Gewinnchancen deutlich, vorausgesetzt es wird eines striktes Risikomanagement angewandt.

Dem Swing- und Daytrader bieten volatile Zeiten, in denen sich die Kurse vom üblichen Marktrauschen abheben, gute Chance-Risiko-Verhältnisse, die am Ende zu überdurchschnittlichen Renditen führen können - jedoch nur, wenn ihm das richtige Rüstzeug angelegt wird, so wie es Admiral Markets mit seinen topaktuellen Trading-Plattformen, besten Spreads und den Volatility Protection Settings macht.

Darüber hinaus verfügt Admiral Markets über ein umfangreiches, kostenloses Bildungsangebot, zu dem Analysen, Artikel, Schulungen und 15 Live-Webinare pro Woche gehören. Mit dem kostenfreien Demokonto können Sie Ihre Strategien überdies völlig risikofrei und mit virtuellem Kapital austesten.

Lernen Sie die Vor- und Nachteile der Volatilität beim Trading ohne Risiken kennen!

Das könnte Sie auch interessieren:

Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmenberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.

Risikohinweis

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.