Was ist Monero?

Heutzutage kommt es einem beinahe vor, als würde täglich eine neue Kryptowährung eingeführt werden. Allerdings sind nicht alle dieser Kryptos erst in 2017 und 2018 entstanden.

Beispielsweise entstand Monero (XMR) bereits in 2014 und hat seitdem seine besonderen Vorteile im Bereich vertraulicher Transaktionen unter Beweis stellen können.

Dieser Artikel erklärt die Grundidee der Währung, ihre Vorteile und Eigenschaften sowie ihre Stellung als kompetitive Kryptowährung.

Was ist Monero?

Monero ist eine Kryptowährung, die 2014 ins Leben gerufen wurde. Sie bietet Vorteile - insbesondere für vertrauliche Transaktionen - und operiert auf Basis einer Open-Source Blockchain.

Open-Source bedeutet dabei, dass die Technologie und Software durch Zusammenarbeit einer Gruppe seiner Nutzer erschaffen, getestet und verbessert werden. Laut Monero haben über 240 Entwickler zu dem Projekt beigetragen, von denen circa 30 als "Kern" der Entwicklungsgruppe gelten.¹

Die Blockchain ist die technologische Basis für die meisten digitalen Währungen: Sie stellt die zugrundeliegende Infrastruktur der Kryptowährungen, sowie ein Hauptbuch für alle Transaktionen des jeweiligen Krypto-Netzwerks dar.

Monero ist nicht zuletzt für seine Vorteile im Bereich vertraulicher Transaktionen bekannt. Es hält die Identität der Absender und Empfänger sowie die Transaktionssummen aller Interaktionen geheim.

Sie fragen sich jetzt vielleicht: War es nicht bereits das Ziel von Bitcoin, anonyme Transaktionen zu ermöglichen? Die Antwort: Das war es, aber es existieren praktische Unterschiede.

Wie unterscheidet sich Monero von Bitcoin?

Bitcoin ist für seine Anonymität bekannt, aber es gibt Grenzen für diese. Es werden sowohl Bitcoin Adressen als auch Transaktionen auf der Blockchain dokumentiert, welche der Öffentlichkeit frei zugänglich sind.

Der springende Punkt ist hierbei, dass die Adressen nicht völlig privat sind, obwohl diese nicht direkt die Namen der beteiligten Parteien wiedergeben. Dadurch dass Transaktionen und Bitcoin-Adressen öffentlich zugänglich sind, ist es möglich die Identität einer Person durch die Transaktionen mithilfe ihrer Bitcoin Adresse zu ermitteln.

Monero bietet an genau dieser Stelle zusätzliche Vertraulichkeit, da seine Transaktionen zusätzlich via Kryptographie verschlüsselt werden, die Transaktionswerte eingeschlossen. Im Prinzip werden alle wichtigen Daten bei Monero verschlüsselt, sodass es - anders als bei Bitcoin - für Dritte unmöglich wird, einen Zusammenhang zwischen Transaktionen und realen Personen herzustellen.

Wie gewährleistet Monero die angebotene Privatsphäre?

Monero basiert auf sogenannten Ring-Signaturen und Stealth (sinngemäß "Schleich-" oder ''Heimlich-'') Adressen, die die Identitäten der Absender und Empfänger der Transaktionen schützen. Ring-Signaturen veröffentlichen einen Teil des Kontenschlüssels, kombiniert mit öffentlichen Schlüsseln aus der Monero-Blockchain. Dritten ist es nicht möglich zu unterscheiden, welche Segmente zu der Identität des Beteiligten gehören und welche aus diesen öffentlichen Abschnitten stammen. So wird es verhindert, auf die Identität des Nutzers schließen zu können.

Monero "mischt" seine Münzen mit jeder Transaktion um die Transaktionssummen geheim zu halten, ein Vorgehen, das bei anderen Kryptowährungen wie Dash (DSH) und Zcash (ZEC) vermieden wird. Dash verbindet Transaktionen, um die Anzahl der Transaktionen zu verringern und dadurch die Möglichkeit, einen Nutzer zu identifizieren zu schmälern. Zcash bietet ebenfalls die Option, die Identitäten der Beteiligten geheim zu halten und verschweigt die Transaktionssummen der Öffentlichkeit.

Der größte Unterschied zwischen Zcash und Monero liegt darin, dass bei ersterem die Geheimhaltung der Transaktionsdaten optional ist, wohingegen alle Transaktionen in Monero vertraulich sind. Da andere Währungen dieses "Mischen" von Münzen nicht praktizieren, haftet dem Vorgehen ein verdächtiges Stigma an - es erscheint, als würde hier etwas verborgen bzw. nicht mit rechten Dingen zugehen.

Für Monero-Nutzer ist dieses Vorgehen jedoch wenig verdächtig, da alle Transaktionen so ablaufen und die Nutzer dem System vertrauen - für solche, die ihre Transaktionen verlässlich anonym halten wollen, ist dies ein attraktiver Kompromiss.

Worin bestehen die Vor- und Nachteile des Angebots der Geheimhaltung?

Das hohe Maß an Vertraulichkeit bei Transaktionen beinhaltet diverse Vorteile.

Jede Monero-Münze oder -Einheit ist austauschbar, ebenso wie Währungen in physischen Geschäften es sind. Es kümmert die Nutzer quasi nicht, welche Art von Münze sie innerhalb des Netzwerkes erhalten, da diese funktionell identisch sind.

Sie wundern sich jetzt möglicherweise: Gilt dies nicht ohnehin für alle Kryptowährungen? Das mag überraschend sein, aber die Antwort ist tatsächlich nein.

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Bitcoins werden auf einer Blockchain aufgezeichnet, welche die Transaktionshistorie darstellt. Dadurch werden die Münzen mit Ereignissen ihrer Historie in Verbindung gebracht - so auch negative Ereignisse wie Diebstahl. Diese Münzen werden dadurch weniger erstrebenswert als andere.²

Hier macht Monero einen großen Unterschied durch sein hohes Maß an Geheimhaltung. Zwei XMR Münzen können nicht voneinander unterschieden werden, da ihre Transaktionshistorie nicht aus ihnen ablesbar ist.

Gleichzeitig ist genau das aber auch eine zusätzliche Herausforderung, da dieses Maß an Geheimhaltung dazu geführt hat, dass das Netzwerk eine zweifelhafte Reputation erhält, denn es eignet sich dadurch insbesondere für "zwielichtigere" Transaktionen, wie solche, die mit Drogen oder Glücksspiel in Verbindung stehen.

Wie werden neue Monero Münzen generiert?

Die Generierung neuer Monero Münzen geschieht über einen Mining-Vorgang, wie bei diversen Kryptowährungen in Blockchain-Systemen. Es werden ca. 2 Minuten benötigt, um einen vollständigen Block Monero zu minen.

Der Miningprozess von Monero-Münzen unterscheidet sich allerdings insofern von dem anderer Münzen, als dass keine spezielle Hardware benötigt wird und alle Geräte, ob diese nun Windows, Android, Linux oder macOS benutzen, damit kompatibel sind.³

Das Netzwerk verwendet einen "Proof-of-Work" (PoW) Algorithmus, um das Monero Mining für ein weites Feld an Prozessoren kompatibel zu machen. Hierdurch wird es vielen Nutzern möglich, Monero zu minen - nicht nur großen Unternehmen, die ihre Hardware explizit hierauf auslegen. Hierbei handelt es sich um einen der Hauptvorteile von Monero im Vergleich zu anderen Altcoins: Jeder gewöhnliche Computer kann die Währung minen, nicht nur spezialisierte High-End Maschinen.

Miner erhalten hierbei eine permanente Block-Entlohnung (engl. permanent block reward) - das heißt, dass immer eine Entlohnung von mindestens 0,3 XMR versprochen wird. Hierdurch wird sichergestellt, dass immer genügend Teilnehmer in der Blockchain aktiv sind.

Relativ betrachtet sind 0,3 XMR ein sehr kleiner Teil der Gesamtmenge an XMR im Umlauf, es handelt sich um eine inflationshemmende Währung. Gegen 2022 wird die Inflation bei ungefähr 1% sein, und von da an weiter sinken.⁴

Wie bewegt sich der Monero Kurs?

Monero (XMR) hat bereits einiges an Volatilität gesehen, wie auch viele andere Kryptowährungen. Der Kurs ist niedrig gestartet: Im Januar 2015 lag er bei $0.25.

2017 erlebte Monero einen starken Aufschwung - zusammen mit dem Boom von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Im Mai 2017 erreichte der Kurs $65, bevor ihn die nächste impulsive Kursbewegung im August über die 150 Dollar Grenze katapultierte.

Nur wenige Monate später setzt sich der Aufwärtstrend immer noch stark fort und erreicht im Dezember 2017 satte 475$. Hierbei handelt es sich um das momentane Rekordhoch, da der Kurs sich danach wieder nach unten korrigierte und derzeit bei circa $165 (Stand Mai 2018) liegt.

Kann Monero bei Admiral Markets getradet werden?

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Wie wird es mit Monero weitergehen?

Durch den starken Fokus auf Privatsphäre und Vertraulichkeit scheint Monero seine Nische im Krypto-Markt gefunden zu haben. Wie sich das auf den Kurs auswirkt, bleibt noch abzuwarten. Behalten Sie daher die Charts im Auge, um sich nicht von raschen Kursbewegungen überraschen zu lassen.

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Quellen:

  1. Get Monero
  2. Coindesk
  3. Investopedia
  4. Coindesk