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Was ist Slippage? Die Vor- und Nachteile für Ihr Trading

Die Slippage ist ein ganz normaler Bestandteil des Tradingalltags und kann jeden Marktteilnehmer treffen. Sie macht sich dadurch bemerkbar, dass die Ausführung Ihrer Order zu einem anderen Kurs stattfindet, als Sie erwartet haben. Wie dieses Phänomen entsteht und wie Sie unter Umständen sogar davon profitieren können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Vor- und Nachteile von Slippage für Ihr Forex & CFD Trading

Was ist Slippage?

Lassen Sie uns diesen Beitrag mit einem Beispiel beginnen. Bid und Ask notieren für den EUR/USD beispielsweise bei 1,18051 USD zu 1,18053 USD. Sie haben eine Market-Kauforder über 100.000 USD platziert und erwarten die Ausführung in diesem hochliquiden Markt zu 1,18053 USD. Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, bis Ihre Order den Handelsplatz erreicht. In dieser Zeit wird sich der Kurs im Normalfall eigentlich nicht ändern, doch Ihre Order wird unerwartet zu 1,18063 USD ausgeführt. Durch die unerwartete Kurserhöhung von 1 Pip haben Sie für diese Position 10 USD mehr bezahlt als geplant. Das nennt man Slippage. In diesem Beispiel haben sich Ihre Ausgaben etwas erhöht. Es kann aber auch umgekehrt vorkommen, dass sich Ihre Ausgaben reduzieren.

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Wie entsteht Slippage? Ursachen und anfällige Orderarten

Kurzfristige Kursänderungen stellen beim Aktien-, Forex-, Index- oder Rohstoffhandel keine Besonderheit dar, sondern sind fester Bestandteil des Marktverhaltens. Die Angaben im Orderbuch bzw. innerhalb einer Ordermaske stellen eine Momentaufnahme dar. Diese Werte variieren ständig, weil sich Angebots- und Nachfragekurse in der Regel permanent ändern. Kommt es bei der Kursbildung in diesen hochliquiden Märkten allerdings zu einem deutlichen Rückgang der Liquidität, steigt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Slippage. Situationen wie diese sind häufig im Zusammenhang mit der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten wie z.B. dem Arbeitsmarktbericht, ifo-Geschäftsklimaindex, Rohöhllagerbeständen oder Zinsentscheidungen zu beobachten. Weil die Trader das Risiko einer Fehlpositionierung im Zusammenhang mit den Nachrichten vermeiden wollen, wird mit dem Aufbau von Positionen häufig so lange gewartet, bis die Daten veröffentlicht wurden.

Die Änderung im Verhalten der Trader sorgt somit für ein kurzfristiges Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, wodurch es zu plötzlichen Kursbewegungen kommt. Ursachen dafür können unter anderem folgende Punkte sein:

  1. Ein Trader stellt bei vorhandener Liquidität eine sehr große Order in das Handelssystem ein. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht, welches durch unmittelbare Kursänderungen ausgeglichen wird. Ein kurzfristig auftretender Angebotsüberhang bewirkt in diesem Zusammenhang einen Rückgang der Kurse. Eine große Kauforder hingegen erhöht die Nachfrage deutlich. Der Abbau des dadurch entstandenen Nachfrageüberhangs wird von einem Kursanstieg begleitet.
  2. Ein Trader stellt eine Market-Order in das System ein, die aufgrund fehlender Liquidität zum gewünschten Kurs nicht vollständig bedient werden kann. Die fehlende Markttiefe führt in diesem Fall zu einer kurzfristigen Kursänderung, weil nur ein Teil der Market-Order zum derzeitigen Kurs ausgeführt werden kann. Der übrige Teil der Order wird dann zum nächstbesten Kurs ausgeführt. Eine eingestellte Kauforder sorgt dann kurzfristig für einen Nachfrageüberhang, welcher bei seiner Abarbeitung zu steigenden Kursen führt. Eine große Verkaufsorder würde in diesem Fall kurzfristig sinkende Kurse mit sich bringen.

Aufgrund ihrer Eigenschaften bei der Ausführung von Handelsaufträgen sind Market-Orders und Stop-Orders besonders anfällig für die Effekte auftretender Slippage.

Auswirkungen von Slippage auf das Trading

Es gibt verschiedene Situationen im Forex-Handel, bei denen es zu ungeplanten Kursveränderungen kommen kann. Im Trading treten sie zum einen auf, wenn der Händler zum Positionsaufbau bzw. zur Schließung von Positionen mit Market-Orders arbeitet. In diesem Fall soll der Auftrag zum nächstbesten Kurs ausgeführt werden, was zu Kursabweichungen bezüglich des zuletzt gesehenen Gebots im Orderbuch führen kann.

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Auch unter Anwendung einer Stop-Order können Differenzen auftreten. Das kann bei einer unlimitierten Stop-Order geschehen, wenn der Händler im Vorfeld der Orderausführung einen Kurs festgelegt hat, ab dem die Order ausgeführt werden soll. Doch sobald der gewählte Stop-Kurs berührt wird, wird der Auftrag unmittelbar – also zum nächstbesten Kurs – ausgeführt. So kann es auch in diesem Fall vorkommen, dass der Ausführungskurs vom zuletzt gültigen Gebot im Orderbuch des Brokers abweicht und Ihre Order zu einem anderen Kurs ausgeführt wird - die Differenz dazwischen ist die Slippage.

Zum anderen ist das Auftreten von Slippage von Zeit zu Zeit bei der Arbeit mit Limit-Orders zu beobachten. In diesem Fall geben Sie als Trader für die Ausführung einer Buy-Order den maximalen Kurs vor, den Sie zu bezahlen bereit sind. Möchten Sie verkaufen, stellt das Limit den Mindestkurs dar, den Sie bei der Ausführung Ihrer Order erzielen wollen. Kommt es im Zusammenhang mit der Abwicklung Ihres Auftrags zu Kursabweichungen zwischen dem letzten Kurs im Orderbuch und der tatsächlichen Abrechnung, wirkt sich die Slippage zu Ihren Gunsten aus.

Vermeidung negativer Slippage

Die negativen Auswirkungen von Slippage können auftreten, wenn Sie als Trader mit Market-Orders arbeiten. Mit dieser Orderart sind Sie auf einfache Art und Weise in der Lage, Positionen zu eröffnen oder zu schließen.

Um diesen Effekt zu eliminieren bzw. seine Folgen zu reduzieren, können Sie anstelle von Market-Orders mit den bereits erwähnten Limit-Orders arbeiten. Eine Limit-Order wird nur bis zu dem Kurs ausgeführt, den Sie erzielen möchten. Im optimalen Fall werden sie sogar besser ausgeführt. Im Gegensatz zur Market-Order vermeiden Sie so einen schlechteren Kurs und können die Slippage umgehen. Allerdings eignet sich die Verwendung von Limit-Orders nicht in jedem Fall.

Bei der Eröffnung einer Position ist es empfehlenswert, mit Limit- oder Stop-Limit-Orders zu arbeiten. Durch die Verwendung dieser Orderarten werden sie nur dann ausgeführt, wenn Ihre Kursvorgaben erfüllbar sind. Sollte das nicht der Fall sein, wird Ihre Position nicht eröffnet und Sie sparen sich die Ausführung zu einem schlechteren Kurs. Nachfolgend ein praktisches Beispiel dazu:

Wenn Sie eine Position im GBP/USD zu einem Kurs von maximal 1,35000 USD eröffnen möchten, dann platzieren Sie eine (Stop)-Limit-Kauforder zu genau diesem Kurs. Sobald sich ein Händler findet, der Ihnen zu diesem Wert eine Position verkauft, wird sie ohne Slippage ausgeführt.

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Allerdings können Sie dadurch auch in Situationen geraten, in denen Sie eine lukrative Tradechance verpassen, weil Sie Ihren Wunschkurs nicht bekommen und somit die Position nicht eröffnet wird.

Bei Verwendung einer Market-Order erfolgt die Positionseröffnung auf jeden Fall. Auch wenn das heißt, dass Sie zu einem etwas ungünstigeren Kurs ausgeführt wird. Im Idealfall planen Sie Ihre Trades so, dass diese unter Verwendung von Limit- bzw. Stop-Limit-Orders eröffnet werden können.

Sollten Sie bereits investiert sein und den Ausstieg aus der Position planen, müssen Sie wissen, dass Sie hier weniger Kontrolle haben als bei der Positionseröffnung, denn bei der Eröffnung konnten Sie im Fall zu schlechter Kurse auf die Eröffnung verzichten. Bei der Planung einer Gewinnmitnahme können Sie auch hier mit einer Limit-Order arbeiten.

Im Fall einer Gewinnplanung des zuvor genannten Kaufs des GBP/USD zu einem Kurs von 1,38000 USD platzieren Sie eine Limit-Verkauf-Order. Sobald der Kurs mindestens bei 1,38000 USD notiert, wird sie zu Ihrem Wunschkurs oder besser ausgeführt. Es gibt keine Möglichkeit einer negativen Slippage.

Wenn Sie allerdings in die Situation geraten, dass Sie Ihre Position schließen müssen, kommen Sie nicht umhin, mit einer Market-Order zu arbeiten. Dies trifft in einem gut geplanten Trade beispielsweise für die Risikobegrenzung zu. Hier verwenden Sie entweder eine Stop-Loss-Order, die im Falle einer negativen Kursentwicklung ohne Ihr Zutun wirksam wird. Oder Sie verkaufen direkt, sobald Ihr Risikolimit erreicht ist. In beiden Fällen wird Ihre Position durch eine Market-Order geschlossen, was Ihnen den Ausstieg garantiert - allerdings nicht unbedingt zu dem Kurs, den Sie sich vorgestellt haben.

Die Absicherung der GBP/USD Long-Position veranlassen Sie durch eine Sell-Limit-Order bei 1,34000 USD. Läuft der Markt gegen Sie, können Sie bei normaler Liquidität mit einer Ausführung um 1,34000 USD rechnen. Allerdings kann es unter Umständen – z.B. durch ein Wochenend-Gap oder Nachrichten – dazu kommen, dass Sie, aufgrund der Tatsache, dass das Unterschreiten des Stop-Levels im Orderbuch eine Market-Order ausgelöst hat, zu einem niedrigeren Kurs – beispielsweise 1,33800 USD – ausgeführt wird.

Zur Risikokontrolle ist es angebracht, einen Stop Loss zu verwenden.

Nachdem Sie nun im Bilde sind, welche Orderarten Sie zur Vermeidung von Slippage anwenden können, widmen wir uns im nächsten Abschnitt einem weiteren Sachverhalt, der zur Vermeidung von Slippage genutzt werden kann. Hierbei handelt es sich um einen zeitlichen Aspekt.

Das größte Risiko gibt es in diesem Zusammenhang rund um die Veröffentlichung von sogenannten „Major News Events".

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Als kurzfristig agierender Händler ist es ratsam, rund um die Veröffentlichungszeiten von marktrelevanten Nachrichten keine Trades am Laufen zu haben. Es kann zwar sehr verlockend sein, die möglicherweise auftretenden großen Kursbewegungen zu traden, doch während dieser Phasen niedriger Liquidität zu den gewünschten Kursen in den Trade hinein- und wieder herauszukommen, kann sich als problematisch erweisen. Das Risiko für die negative Auswirkung von auftretender Slippage ist in diesem Fall besonders hoch.

Um hier auf der sicheren Seite zu sein, überprüfen Sie regelmäßig den Forex Kalender auf geplante Veröffentlichungen von Wirtschaftsnachrichten und Quartalsberichten. Verzichten Sie um diese bekannten Termine für eine kurze Zeit auf das Trading. Warten Sie ab, wie der Markt auf die Nachrichten reagiert. Danach ist in der Regel wieder genügend Liquidität vorhanden, um das Risiko nachrichteninduzierter Slippage auszuschließen.

Sollten Sie vor der Veröffentlichung von Nachrichten eine offene Position halten und sich unsicher sein, wie der Markt auf die Nachrichten reagiert, kann es mit Blick auf das Risikomanagement und die Slippage hilfreich sein, diese Position vorher zu schließen. Denn wie bereits erwähnt, können platzierte Stop-Loss-Orders in einem solchen Falle oft nicht marktnah ausgeführt werden. Die auftretende Slippage kann in solchen Fällen für eine sehr starke Ausdehnung des Positionsrisikos sorgen.

Ausnutzung positiver Effekte von Slippage

Grundsätzlich kann die Slippage jedem Trader auch einen Vorteil bieten. Beispielsweise können Market-Kauf-Orders durch eine positive Slippage auch günstiger ausgeführt werden.

Besonders gut können Sie davon profitieren, wenn Sie Ihre Entry-Order mit einem Limitzusatz versehen.

Dabei ist zu beachten, dass Sie eine klassische Limit-Oder – beispielsweise im Fall der Eröffnung einer Long-Position – nur dann zu Ihren Gunsten nutzen können, wenn der aktuelle Kurs über dem Limit-Kurs liegt. Wollen Sie erst ab einem bestimmten Kurs in den Markt einsteigen, wird eine Stop-Limit-Order verwendet. Für Positionen auf fallende Kurse gilt dies umgekehrt.

Wie im vorhergehenden Abschnitt erwähnt, haben Limit-Orders bezüglich der Slippage einen interessanten Vorteil. Mit dem Limitzusatz können Sie in den Genuss von positiver Slippage kommen. Denn mit dem Limit legen Sie den Maximalkurs der Ausführung fest und können im Optimalfall von einer niedrigeren Ausführung profitieren.

Um erste Erfahrungen mit dem Auftreten der Slippage zu sammeln, können Sie zu diesem Zweck ein Demokonto bei Admiral Markets nutzen. Damit können Sie gefahrlos die unterschiedlichen Möglichkeiten testen.

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Slippage bei Admiral Markets

Die Admiral Markets Group veröffentlicht monatlich aktualisiert die Slippage-Statistik für die meistgehandelten Forexwerte. Auf der Seite "Qualität der Orderausführung" finden Sie Daten zu Slippage, Ausführungsdauer einer Order und vieles mehr. Im Schnitt zeit die Statistik üblicherweise, dass weit über 70% aller dieser Trades ohne Slippage oder sogar mit positiver Slippage ausgeführt wurden - im Wettbewerbsvergleich ein beachtlicher Wert.

Abschließendes zur Slippage

Sie können die Slippage nicht vollständig vermeiden. Zählen Sie diese – genau wie Spreads oder Finanzierungskosten – zu den Kosten Ihres Tradings. Manchmal, aber sicher nicht immer, lohnt es sich, für einen Trade etwas mehr zu bezahlen. Arbeiten Sie, wo immer es möglich ist, mit Limit-Orders, um eine Position zu eröffnen. Um die Gewinnmitnahme zu optimieren nutzen Sie zum Ausstieg auch hier die Möglichkeit einer Limit-Order. Wenn es gut läuft, kommen Sie so in beiden Fällen sogar noch in den Genuss von positiver Slippage. Zur Positionsabsicherung bzw. in Situationen, in denen Sie schnell aus dem Markt aussteigen müssen, nutzen Sie eine Market-Order. Das kostet zwar manchmal etwas Slippage, doch es bewahrt Sie vor großen Verlusten.

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