Wie startet man mit dem Forex & CFD Handel?

Mit dem Trading beginnen: Forex & CFD Start

Wie startet man mit dem Forex & CFD Handel?

Dieser Artikel wird Ihnen zeigen, wie Sie mit dem Trading von gehebelten Produkten wie Forex & CFDs starten können. Es ist nicht überraschend, dass es eine Menge Dinge gibt, die dabei berücksichtigt werden sollten.

Hier können Sie erfahren, wie Sie den passenden Broker auswählen, ein Tradingkonto eröffnen, Geld einzahlen und wie Sie die Handelsplattform nutzen. Außerdem einige weitere Dinge, die nützlich sein können, wenn Sie mit dem Forex & CFD Handel starten.

Der Broker - wer passt zu mir?

Broker nach Regulierung

Wenn Sie den Forex-Handel erlernen, ist der erste Schritt, eine sichere Handelsumgebung zu schaffen. Ihr Geld und Ihre Positionen zu schützen fängt mit der Auswahl des richtigen, passenden Brokers an.

Das Handeln an den Finanzmärkten ist in den meisten Ländern der Welt eine (staatlich) geregelte Aktivität. Definitiv reguliert und beaufsichtigt ist er in den Finanzzentren der Welt, wie Großbritannien, den USA, der Europäischen Union, Japan, Australien, Kanada und einigen anderen mehr. Eine geregelte Aktivität heißt, dass es dazu angemessene Rechtsvorschriften und eine speziell dafür vorgesehene Regulierungsinstitution gibt, welche Broker lizenziert und kontrolliert. Diese Institutionen übernimmt die Überwachung und die Schlichtung, wenn es zu Schwierigkeiten mit dem Broker kommt.

Wenn ein Forex-Broker keine Lizenz hat, sind Sie nur durch die Vertragsbedingungen geschützt, welche in solchen Fällen selten zu Ihrem Gunsten geschrieben sind. Dies wird allgemein als "Offshore-Broker" betitelt, der Broker hat also seinen Sitz auf einem Inselstaat, ohne wirksame Regulierung.

Als die weltweit rennommierteste und strengste Regulierung bei Forexbrokern gilt allgemein die (britische) Financial Conduct Authority, kurz FCA. Viele in der Europäischen Union aktive Broker nutzen die britische Aufsicht und die britische Kontoführung, um in allen europäischen Ländern den Service anbieten zu können.

Beachten Sie, dass wenn es um Broker geht, verschiedene rechtlich eigenständige Unternehmungen unter einem Markennamen existieren können. Wenn Sie die Kundenvereinbarung mit Ihrem Broker eingehen, stellen Sie sicher, dass Sie die Vereinbarung mit dem Unternehmen eingehen, welche eine Lizenz hat.

Ansonsten gibt es viele verschiedene Anbieter, aus denen Sie auswählen können, und jeder Broker oder jede Bank hat unterschiedliche Stärken und Schwächen, die zu verschiedenen Handelsarten passen.

Mit Sicherheit ist es auch nicht verkehrt, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben - bei Onlinebrokern also einen Service in Deutschland. Eine deutschsprachige Webseite ohne deutsche Niederlassung haben viele Anbieter - ob im Zweifel bei Reklamationen dann jemand erreichbar ist, ist eine andere Frage.

Broker nach Art der Orderausführung

Der zweite Schritt in der Broker-Auswahl besteht darin, herauszufinden welche Art der Orderausführung Sie wünschen. Es gibt zwei Arten - mit oder ohne Dealing Desk.

Dealing Desk Broker werden oft Market Maker genannt. Der Market Maker "macht den Markt" für die Kunden und sorgt für die Kursstellung und Liquidität, anstatt lediglich Zugang dazu geben.

No-Dealing Desk Broker (NDD) leiten hingegen die Orders an verschiedene Liquiditätsprovider weiter und haben daher keinen Einfluss auf die Orderausführung und die Kursstellung. Man nennt dies auch STP - Straight Through Processing.

Zusätzlich gibt es auch sogenannte ECN-Broker- Diese fungieren lediglich als Zugangslieferer für den Trader zum Interbankenmarkt. Solche ECN-Konten erlauben meist Einsicht in die Forex Markttiefe (Orderbuchtiefe, auch Level 2 Kurse genannt), haben typischerweise variable Spreads und eine kürzere Orderausführungszeit. Wenn auf solch einem Account eine Order aufgegeben wird, bearbeitet der ECN Broker diese und gibt sie an den Markt weiter. Dadurch handeln Sie mit Millionen von Leuten auf dem Markt, anstatt mit Ihrem Broker direkt.

Für viele Trader ist es ein No-Go, wenn ein Broker ein "Market Maker" ist, und sie bevorzugen einen ECN-Broker. Aber ist es wirklich negativ, wenn Ihr Broker ein "Market Maker" ist?

Eine kurze Antwort - wenn der Broker bei einer strengen Finanzbehörde wie der FCA in UK oder ASIC in Australien lizenziert ist oder der Regulator unter der MiFID innerhalb der EU arbeitet, können Sie sich sicher fühlen. Sie sind geschützt vor

  1. dem Broker, der Ihre Geldmittel oder die Kurse manipuliert oder Charts verändert oder "Stop Fishing" betreibt und
  2. Ihre Mittel werden auf getrennten, segregierten Kundenkonten aufbewahrt, im Falle eines Bankrotts des Brokers.

Desweiteren ist der Begriff "Market Maker" nicht fix definiert - man macht auch den Markt, wenn man als Broker die Liquidität stellt, ohne Kursintervention oder Manipulation! Dies ist bei Index-CFDs zum Beispiel naturgemäß immer notwendig, es geht nicht anders. Ein Index wie der DAX30 kann nicht an der Börse gekauft und gehandelt werden, denn der Index ist streng genommen nur ein errechneter Wert. Der Trader benötigt stets ein abgeleitetes Instrument zum traden. Dieses muss mit Liquidität versorgt werden, was eine Art des Market Makings ist.
Sinnvoller ist also darauf zu achten, dass eine FAIR PLAY Kursstellung und Orderausführung erfolgt, über NDD, No-Dealing-Desk.

Das Tradingkonto

Jetzt wo Sie einen Broker ausgewählt haben, lassen Sie uns mit Schritt 2 fortfahren: Auswahl und Eröffnung eines Trading-Accounts.

Das Konto bei einem Broker ähnelt in vielerlei Hinsicht Ihrem (Giro-)Konto bei einer normalen Bank, mit dem kleinen aber wichtigem Unterschied, dass Sie das Geld auf Ihrem Broker-Konto nutzen können, um an den weltweiten Märkten zu traden.

Es gibt eine große Variation von Trading-Accounts, und die meisten Broker bieten Ihnen auch noch verschiedene Kontomodelle zur Auswahl.

Die Dinge auf die Sie dabei Acht geben müssen, hängen ganz von Ihrer Art und Weise Ihres geplanten Handelns ab. Die Accounts varieren bspw. in dem minimalen Ersteinzahlungslimit, dem angebotenen Hebel, den handelbaren Instrumenten und einigen weiteren kleineren Handelsfeatures.

Es gibt Microaccounts, welche den Handel mit buchstäblich $10 erlauben und dafür die kleinsten Verfügbaren Volumina wie 0,01 Lot oder ein Mikro Lot nutzen. Diese Arten von Accounts haben manchmal Hebel von bis zu 1:500 und ermöglichen somit dem Trader einen beachtenswerten Profit oder Verlust sofort beim Start mit dem Forex-Handel. Die Liste der handelbaren Instrumente ist bei solchen Accounts gewöhnlicherweise auf 20-30 beschränkt, meist die wichtigsten Währungspaare.

Es gibt immer eine Art " Standard Account". Diese Art von Konto ermöglicht nicht nur das Handeln von Forex, sondern auch von CFDs, Edelmetallen und anderen Rohstoffen.

Mit anderen Worten, die meisten Instrumente, die bei einem bestimmten Broker verfügbar sind, können mit dem Standard-Account gehandelt werden.

Die Ersteinzahlung liegt im Bereich von 10 Euro bis hin zu 5.000 Euro. Der Hebel kann auch bis zu 1:500 liegen und der Spread liegt für gewöhnlich zwischen 1-2 Pips für die wichtigsten Forex-Instrumente.

Oft gibt es eine speziell für Scalper vorgesehene Accountart mit besonders engen Spreads.

Manchmal haben Broker VIP Accounts mit besonderen Features. Bonus-Angebote auf Einzahlungen, Swap-free, Spread-frei, Rückzahlungen und andere Features. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, wenn Sie genug Geld einzahlen, können Sie fast alles mit Ihrem Broker verhandeln.

Für welchen Kontotyp Sie sich auch immer entscheiden werden, stellen Sie sicher, dass Sie die detaillierte Beschreibung, welche wenigstens die Informationen über Margin Levels enthalten sollte, gelesen und verstanden haben.

Admiral Markets UK nennt sein Kontomodell, welches für die große Mehrheit der Kunden passend it, das Flaggschiff-Konto: Admiral.Markets: Microlots & Minilots für Forex, CFDs, maximale Hebelauswahl bis 500 und vieles mehr vereint - Flagship FOREX.

Hebel-Einstellungen

Wenn Sie Bücher über das Forex Trading gelesen haben oder in Forex-Internetforen mitlesen, werden Sie früher oder später über eine Debatte stolpern, ob ein hoher Hebel eine gute oder schlechte Sache ist. Es ist wert zu erwähnen, dass kein Aktienbroker einen so hohen Hebel anbieten, wie es die Forex Broker tun.

Wenn es um einen hohen Hebel geht, bewegt man sich auf einer dünnen Linie zwischen Nutzen und Risiko.

Ein extrem wichtiger Punkt, den es hier zu verstehen gibt, versteckt sich im technischen Detail, wie der Hebel funktioniert. Man sieht, der Hebel beeinflusst die Margin, allerdings beeinflusst es nicht den Pip Wert. Dieser wird nur vom Handelsvolumen beeinflusst.

Der Hebeleffekt - beispielsweise mit 1 Euro Einsatz 200 Euro bewegen, der 200er Hebel

Es ist richtig, dass ein höherer Hebel benutzt werden kann, um höhere Volumina zu handeln. Overtrading, entweder durch das Öffnen zuvieler Orders oder durch das Öffnen von Trades, die zu groß sind, würde gleichzeitig zu weniger freier Margin und einem höheren Pip Wert führen. Daraus folgt, dass das Tradingkonto viel anfälliger für Margin Calls wird, weil er einfach der Marktvolatilität nicht standhalten kann. Das ist ein Bilderbuch-Beispiel, wie man den Forex-Handel nicht anfangen sollte. Schlechtes Trade- und Risikomanagement können den Kontostand eines Traders auf Null fallen lassen, bevor er überhaupt richtig gestartet hat.

Von der anderen Sache betrachtet, nehmen wir an, dass alle anderen Dinge gleich sind und ein höherer Hebel dazu benutzt wird, die gleichen Volumen zu traden, als hätten Sie einen niedrigen Hebel, dann bleibt für Sie mehr freie Margin bei den gleichen Pip-Werten. Dadurch kann Ihr Konto höhere Schwankungen aushalten.

Handelskapital

An erster Stelle steht: Handeln Sie niemals mit Geld, welches Sie sich nicht erlauben können, im schlimmsten Falle komplett verlieren zu können. Seien Sie sich darüber im klaren, dass der Beginn mit dem Forex-Handel, wie auch das Beginnen mit dem Handel anderer Finanzprodukte ein risikoreiches Geschäft ist, und nur Risikokapital benutzt werden sollte. Mit dem Geld zu handeln, welches man sich erlauben kann zu verlieren, erleichtert auch den Druck auf die Psyche des Traders. Diese wird nämlich ständig heftig vom Markt getestet, vor allem in den frühen Phasen des Lernens, wie man am besten mit dem Forex-Handel beginnt.

Die meisten Einsteiger sind vorsichtig mit ihrer Ersteinzahlung, zahlen aber oft viel größere Summen folgend ein, wenn sie auf den Geschmack von Forex & CFDs gekommen sind.

Das bedeutet meistens zwei Dinge: Sie haben die Ersteinzahlung verloren, während sie unruhig und aufgeregt wurden, mit dem Ziel, ihr Geld "wieder reinzuholen" mit Hilfe von mehr Geld und höheren Volumina. Früher oder später führt diese "Verdoppel-oder-gar nichts" Strategie zwangsläufig in ein Disaster. Bei Forex eher früher als später. Lässt man die Statistik sprechen, haben Sie annähernd eine 95% Chance, Ihre Ersteinzahlung zu verlieren. Alle Trader von gehebelten Produkten (dazu zählen auch Futures, Optionsscheine und Hebelzertifikate wie "Knock Outs") machen auch Verluste, sie sind unvermeidlich und deshalb eine wichtige Erfahrung. Analysieren Sie, warum Sie Gelder verloren haben und welche Fehler Sie gemacht haben. Es ist nicht der Markt, welcher der Feind ist, es ist nicht der Broker, es ist nicht der Trader am anderen Ende der Leitung. Sie sind ihr eigener Gegner!

Die Frage ist immer: Was haben Sie daraus gelernt, einen verlustreichen Fehler gemacht zu haben und sind Sie bereit, ihn niemals zu wiederholen? So einfach ist es.

Handelsplattform

Ein Trading Terminal oder eine Trading-Software ist eine Plattform, auf der der Trader das Handeln tatsächlich durchführt. Die weltweit verbreiteste und beliebteste Handelssoftware für Forex & CFDs ist der MetaTrader aus dem Hause Metaquotes:

Wenn man lernt, wie man vom eigenen PC (oder auch mobil mit den Apps) aus Forex & CFDs handelt, fangen eine Menge Trader damit an, sich mit der Plattform vertraut zu machen. Es gibt viele Arten von Plattformen, meistens werden vom Broker mehr als eine angeboten, aber alle funktionieren mehr oder weniger nach dem gleichen Prinzip. Sie enthalten eine Liste der handelbaren Instrumente, ein Terminal mit Informationen über Ihren Kontostand, Margin, Equity, freie Margin, laufende Trades und natürlich den aktuellen Charts, der grafischen Darstellung des Kursverlaufs.

Für den wesentlichen Teil der Trader ist die Plattform lediglich ein Tool zur Orderaufgabe. Für den technischen Trader allerdings ist die Plattform ein Analysetool, weil es verschiedene Charting-Techniken und die Verwendung von Indikatoren erlaubt.

"Lasst die Spiele beginnen"

Es ist äußerst empfehlenswert für jeden, der daran interessiert ist mit dem Handel von Forex & CFDs zu beginnen, soviel Wissen anzusammeln wie möglich. Lesen Sie und schauen Sie sich auch Videos zum Thema an. Sie werden einige Informationen doppelt finden, vor allem auf dem Einstiegslevel, aber je mehr Sie sich informieren, desto klarer werden die Dinge werden und Sie werden mehr Ideen haben, was Sie als nächstes tun müssen.

Lernen und Basiswissen steht am Beginn vom Forex & CFD Trading

Dieser Artikel fasst kurz die Grundlagen zusammen, wie man mit dem Forex Trading anfängt. Wenn Sie vorher noch nie getradet habe, eröffnen Sie zuerst ein Demokonto. Das dauert weniger als 5 Minuten, kostet Sie nichts und wirft 100 neue Fragen auf. Fragen Sind eine gute Sache! Solange Sie neugierig sind und etwas neues lernen wollen, schreiten Sie voran. Sie können damit anfangen, all die Informationen, die auf der Webseite Ihres Brokers sind durchzuarbeiten. Das sollte Ihnen einen Vorsprung geben.

Üben Sie auf einem Demo-Account, und wenn Sie sich sicher genug fühlen, erwägen Sie die Eröffnung des Livekontos. Um das richtige Traden zu lernen und das Gefühl vom "Im Markt sein" kennenzulernen gehen Sie zu einem Live Account über.

Es gibt keinen Grund, direkt ins kalte Wasser zu springen, allerdings kann man auch in einem leeren Pool nicht schwimmen lernen. Gleichermaßen können Sie das Handeln mit Forex & CFDs nicht auf einem Demo Account vollständig erlernen.