Wie viel Geld benötigt man für den Forex-Handel? Stichwort: Money Management

Startkapital für das Trading von Forex & CFDs - Money Management für Einsteiger

Wie viel Geld benötigt man für den Forex-Handel?

Eine Frage, die sich Anfänger-Trader oft stellen ist, wie viel Geld man benötigt, um mit dem Forex- & CFD Handel zu starten. Allerdings gibt es dafür keine allgemeingültige Antwort, die man in einem Satz zusammenfassen könnte.

Die Frage ist ein Hinweis darauf, dass Einsteiger in den Handel noch einiges an Wissen lernen können.

Hier sind die Dinge, die Sie berücksichtigen müssen:

  • Was sind Ihre Gründe für das Trading?
  • Wieviel können Sie in das Trading investieren? Geldlich und zeitlich?
  • Welche Limits setzt Ihnen Ihr Broker?
  • Wie ist Ihre persönliche Einstellung gegenüber Risiken, und wieviel Risiko sind Sie bereit auf sich zu nehmen?

Warum handeln?

Warum Sie traden möchten ist die erste wichtige Frage auf dem Weg ein Trader zu werden. Was auch immer Ihr Ziel ist, es ist unverzichtbar, dass Sie in der Lage sind, dieses Ziel klar zu benennen.

Auch nur für sich selbst und ohne Berücksichtigung, wie belanglos es vielleicht erscheinen mag. Mit einem klaren Ziel vor Augen können wir Ihnen helfen, die richtigen Antworten auf die aufkommenden Fragen zu finden. Ohne das " Warum" zu beantworten werden Sie auf der Suche nach der Antwort, wie viel Geld Sie brauchen, nur im Kreis laufen.

Wie ernst ist es Ihnen mit dem Traden? Suchen Sie nach dem schnellen Geld oder wollen ein kontinuierliches, ständiges Einkommen aufbauen? Wieviel Zeit sind Sie bereit, für das Erlernen des Forex & CFD Tradings aufzubringen, bzw. wieviel Zeit haben Sie zur Verfügung Haben Sie vorher schon andere
Erfahrungen gesammelt, zum Beispiel mit Aktien, Optionsscheinen und Co?

Im Allgemeinen raten erfahrene Trader Anfängern zur Vorsicht und halten es für besser, mit weniger Geld, dafür aber mit umso mehr Erfahrung zu starten. Niemand wird als Trader geboren, aber viele Leute haben es geschafft, einer zu werden.

Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit und führen sie ein kurzes Brainstorming durch: Schreiben Sie Ihre Gedanken auf einem Blatt Papier nieder und nutzen Sie ebendiese Seite als Deckblatt für Ihr Trading Tagebuch, das Sie hier beginnen. Mit den Antworten auf diese Fragen werden Sie besser einschätzen können, wie viel Geld Sie benötigen.

Wenn Sie einen höhrere Priorität auf (hohe) Einkommen legen, ist es wahrscheinlicher, dass sie eine größere Summe Geld benötigen. Das hat etwas damit zu tun, das Risiko in Grenzen zu halten. Aber dazu später mehr.

Es gibt auch einen psychologischen Faktor, der hier eine Rolle spielt. Forschungen zeigen, dass die Summe, die Sie besitzen Ihr Trading beeinflusst. Größere Kontostände führen zu größerer Vorsicht bei Tradern und dazu, dass Sie mehr Zeit mit Analysen verbringen, bevor Sie letztendlich die Order platzieren; des weiteren werden weniger Trades eröffnet und ein passenderer Hebel gewählt. Allerdings gibt es natürlich auch "Zockertypen", welche nur noch unvorsichtiger werden, wenn sie größere Summen handeln.

Dein Broker möchte, dass du investierst.

Wenn Sie die verschiedenen Broker und Konten durchgehen, werden Sie schnell feststellen, dass die Mindesteinzahlung viel häufiger genannt wird, als die Maximal-Einzahlung. Der Grund ist ganz einfach - Ihr Broker möchte, dass Sie so viel wie möglich investieren, und es wird kaum eine Summe geben, von der er sagen wird, er könne sie nicht handhaben.

Also, was sind die Minimum-Einzahlungen?

Theoretisch gibt es tatsächlich Konten, die keine Einzahlung benötigen. Also können Sie dort bereits mit 0 EUR starten. Das einzige was Sie tun müssen, ist sich zu registrieren und schon haben Sie einen Trading-Account mit vermutlich zwischen 25 und 50 EUR Gratis-Guthaben. Selbstverständlich können Sie sich das Geld nur auszahlen lassen, nachdem Sie ein bestimmtes Volumen gehandelt haben, nichtsdestotrotz bleibt es ein Live-Account. Offenkundig sind diese Kontoarten dazu da, diejenigen Trader anzuziehen, welche unerfahren und unsicher sind, welche sich ständig fragen, "Was ist der kleinste Betrag den ich zum Forex handeln brauche?" und sich dann für die augenscheinliche Null-Risiko Option entscheiden.

Es gibt Micro-Konten, die das Trading mit nur 10 EUR erlauben. Dazu benutzen diese Konten Micro-Lots oder 0,01 Lots pro Trade.

Es gibt Standard-Accounts, mit einer Mindesteinzahlung von ca. 200 EUR. Oft sind diese Konten für verschiedene Zwecke ausgelegt und können benutzt werden um eine große Menge an Finanzinstrumenten auch abseits von Währungspaaren zu traden.

Dann gibt es noch Konten, die eine Mindesteinzahlung von 1.000 EUR und mehr benötigen. Diese haben meist besonders enge Spreads.

Für gewöhnlich lässt sich sagen, dass je mehr Geld Sie einzahlen, desto attraktiver werden Sie als Kunde für den Broker und daraus folgend besser sind die Trading Bedingungen, die Ihnen Ihr Broker anbietet. Schlimm muss dies nicht sein, denn jedes Business und jedes Geschäft freut sich über mehr Umsatz! Aber kaufen Sie nicht die Katze im Sack.

Risikokapital

Eine andere Sache ist es natürlich, wie viel Geld sich der Trader, der mit dem Forex- & CFD Handel anfängt, zur Verfügung hat...

Sie sehen, nicht all Ihre Ersparnisse sind geeignet, um es in Forex & CFDs zu investieren. Die Beträge, die Sie nicht verlieren dürfen, zum Beispiel um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sollten unter keinen Umständen in jeglichen Arten von Markt-Spekulation involviert sein. Dies hängt mit dem finanziellen Risiko zusammen. Das Geld für Ihre Altersvorsorge, für Mietzahlungen, Lebensmittel, Kinder und Co. sind nicht geeignet, in Hebelprodukte wie Devisenhandel zu investieren. Es wäre klug, auch das Leihen von Geld für Trading Zwecke zu unterlassen, also keinen Kredit dafür aufzunehmen.

Warum sollten Sie nur Risikokapital handeln? Außer der Tatsache, dass sie die finanzielle Katastrophe beseitigen, die das Traden für Ihr Leben und das Leben derer die sie lieben bürgt, sollten Sie auch für Ihr gutes Gewissen nur Risikokapital verwenden. Der Hebeleffekt bei Forex & CFDs multipliziert Ihre möglichen Gewinne - aber leider auch die möglichen Verluste. Dies darf niemals vergessen werden.

Jedes Buch über Trading-Psychologie wird Ihnen sagen, dass professionelles Traden eine recht objektivie Angelegenheit ist. und ein Trader muss in jeder Situation cool bleiben: Wenn er den Markt analysiert, wenn er Order platziert, wenn er Verlust macht, aber auch wenn er Gewinne macht.

Kalte Berechnung, kaltes Kalkül, das Ausschalten von Emotionen machen das Trading aus. Keine Begeisterung bei Profit. Keine Besorgnis bei Verlust. Kein Zocken und keine Rate-Spielchen... Pure Analyse und Kalkulation.

Denken Sie kurz nach: Würden Sie dazu in der Lage sein ruhig zu bleiben, während Ihr Hypotheken-Geld vor Ihren Augen schmilzt? Wahrscheinlich nicht. Ihre Gedanken wären bei all den möglichen Konsequenzen, statt beim Handel selbst.

Es gibt vielleicht noch eine bedeutend größere Gefahr, die darin liegt das zu investieren, was sie nicht verlieren können und dann zu gewinnen. Sie verdoppeln Ihr Investment in einem Schub voller Selbstvertrauen, um kurz darauf das doppelte zu verlieren, weil primär noch Glück Ihre einzige Methode ist.

Hier ist also die wichtigste Regel für Sie: Investieren Sie nur das Geld, welches, sollten Sie es verlieren weder Ihr Leben, Ihre Psyche oder das Leben der Personen gefährdet, die Sie lieben.

Risiken und Erwartungen beim Handel von Forex

Wie viel Geld erwarten Sie in einem bestimmten Zeitraum mit dem Trading zu verdienen? Denken Sie an eine Zahl! Pro Monat, pro Jahr.

Ambitionen sind generell eine gute Sache, aber wenn es ums Traden geht, üben unrealistische Ambitionen Druck auf Sie aus, verdrehen Ihre Wahrnehmung des Marktes und führen letztendlich zu einer schlechteren Trading Performance.

Was hierbei wichtig ist: es geht nicht darum wie viel Geld Sie brauchen um mit Forex & CFDs zu starten, sondern eher darum, wie viel Geld Sie brauchen, um ein Handelskonto zu eröffnen und damit sicher zu handeln.

Je mehr Sie verdienen möchten, desto mehr müssen Sie investieren, um Ihre Risiken auf dem selben Level, in einer guten Balance, zu halten.

Das Risiko-Level ist etwas, was Trader für sich selbst entscheiden müssen. Hier sehen Sie, wie es funktioniert:

Risiko- und Trademenagement gehören zu der Kapital-Planung im Trading!

Lassen Sie uns annehmen, dass Sie niemals mehr als 1% Ihres Kontostandes, was ganz vernünftig ist, in einem einzigen Trade riskieren wollen. Wenn auf Ihrem Account 1.000 EUR vorhanden sind und Sie einen 100er Forex-Hebel nutzen, bedeutet dies, dass Sie nur 1 EUR pro Trade riskieren können. Auf den Forex-Handel bezogen bedeutet das, dass Sie ein Micro Lot oder 0.01 Lots Position halten können. Das legt einen Pip Wert von ungefähr 0,10 EUR fest. Zusätzlich können Sie im Rahmen Ihrer Bedingungen nur einen maximalen Verlust von 10 Pips akzeptieren.

Ein großes Problem beim Forex-Handel mit solch geringen Einsätzen und solch strikter Regeln ist, dass Sie mit Ihren Handelsstil eingeschänkt sind. Für dieses Beispiel gilt, dass sie fast schon dazu gezwungen werden, Intraday-Trading (kurzfristiges Halten von Positionen, Eröffnung und Schließung am gleichen Tag) zu betreiben. Aber was machen Sie, wenn Sie weder die Zeit, noch die Nerven für diese Art von Trading haben?

Sicherlich kann die Risiko-Rate erhöht werden, aber als Regel lässt sich festlegen, dass ein sicherer Trading Stil eher Ihr Konto step-by-step anwachsen lässt.

Die meisten Trader wollen keine " kleineren Gewinne" von nur ein paar Euro am Tag machen. Sie werden vom Markt in den Bann gezogen und erhöhren stetig ihre Handlesvolumina und Anzahl der Trades. Auf kurze Sicht mag das vielleicht funktionieren, aber eigentlich läuft es zu oft auf einen Account mit 0 EUro Kontostand heraus.

Also, was ist die angemessene Reaktion auf Ihre Ambitionen? Sparen Sie einen angemessenen Betrag für Ihr Trading an, bevor Sie ein Handelskonto eröffnen. Durch das adäquate Aufladen Ihres Kontos, können Sie erfahrungsgemäß mehr Gewinn erzielen, aber trotzdem Ihr Risiko im Auge behalten.

Der Traum eines jeden Traders ist es, aus einer kleinen Summe innerhalb von ein paar Monaten Millionen zu machen. Theoretisch ist das durch den hohen Hebel auch möglich, aber sehr unwahrscheinlich. In der Realität kann das mit so einem kleinen Account praktisch nicht passieren. Professionelle Vermögensverwalter machen oft "nur" 10 bis 15 Prozent Profit pro Jahr. Trader mit kleineren Accounts denken häufig, dass Sie Ihren Einsatz verdoppeln, verdreifachen oder sogar verzehnfachen können - innerhalb eines Jahres.

Die großer Teil schafft auch das nicht und hört nach dem ersten Rückschlag mit dem Trading auf. Trading ist jedoch mehr ein langsam reich werden, als ein schnelles reich werden.

Fehlendes Fachwissen, unrealistische Erwartungen, und zu geringe Einlagen sind die Hauptrisiken im Forex- & CFD Handel.

Der Hebel kann dem Trader einen Weg bieten, an einem Markt partizipieren, der ein hohes Kapital erfordert, allerdings sollte die 1% Regel in Abhängigkeit mit dem persönlichen Kapital des Traders mit berücksichtigt werden.

Die Profite kommen, während das Konto wächst, das Konto muss jedoch groß genug sein, so dass die Gewinne dem Trader auch die Möglichkeit geben davon zu leben.

Zusammenfassend all die wichtigen Faktoren, in der Frage "Wie viel Geld brauche Ich für den Handel von Forex & CFDs?"

  • Fragen Sie sich, warum Sie traden möchen, und was Sie erreichen wollen.
  • Finden Sie heraus, wie viel Zeit Sie investieren können, um die Liste der möglichen Trading Strategien zu begrenzen.
  • Wägen Sie Ihre persönliche Einstellung zum Risiko ab - ohne ein gewisses Eingehen von Risiken ist kein Trading möglich!
  • Schätzen Sie ab, wie viel Geld Sie in das Traden investieren können, ohne die Limits Ihres Risikokapitals zu überschreiten.