Die wichtigsten Trading Indikatoren, die Sie als Forex & CFD Trader kennen sollten

Es ist nicht einfach mit dem Forex & CFD Trading dauerhaft an der Börse erfolgreich zu sein. Trotzdem schaffen es manche Trader, kontinuierlich Gewinne zu erzielen. Wie auch Sie diese Gewinne erzielen können, wollen wir in diesem Artikel beleuchten.

Ein Teil der Antwort ist, dass erfolgreiche Trader Trading Indikatoren einsetzen. Die Existenz nachweislich funktionierender Trading Indikatoren beweist, dass der Forex Markt keineswegs nur Zufallsbewegungen vollführt, wie es manche ökonomische Theorien behaupten. Falsche Annahmen der menschlichen Psyche führen jedoch dazu, dass Märkte sich nicht immer rational verhalten. Trotzdem reagieren die Forex-Mrkte unter bestimmten Bedingungen tendenziell auf eine ganz bestimmte Art und Weise.

Und das Beste ist: Dieses Verhalten wiederholt sich. Bestimmte Kursmuster tauchen also immer wieder auf. Mit Hilfe von Trading Indikatoren wird versucht, solche Muster frühzeitig zu erkennen und diese für den eigenen Vorteil auszunutzen. Sie sollten daher unbedingt eine Tradingsoftware nutzen, welche Ihnen eine Vielzahl von Funktionen und Indikatoren zur Verfügung stellt. Auch die Anwendung der Indikatoren sollten Sie trainieren, um Chancen für Ihr Trading besser und schneller zu erkennen. Zusätzlich zu den standardmäßig im MetaTrader 4 und MetaTrader 5 enthaltenen Indikatoren, bietet Ihnen die exklusive MetaTrader Supreme Edition von Admiral Markets

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Welches sind die besten Indikatoren für das Forex & CFD Trading im Jahr 2018?

Der beste Trading Indikator ist immer der, der am besten zu Ihrer Trading Strategie und zu Ihrer Psyche passt. Das heißt, dass es nicht den einen ultimativen Trading Indikator gibt. Jeder Trader muss für sich selbst prüfen: Welcher Indikator passt zu meiner Trading Strategie?

Gute Trading Indikatoren helfen einen Trend zur erkennen und zu folgen.

Wie bereits erwähnt, gibt es für den Titel als bester Trading Indikator eine große Zahl an Kandidaten. Einige der Indikatoren sind leicht anzuwenden während andere sehr kompliziert und eher für fortgeschrittene Trader geeignet sind. Aus diesem Grund beginnen wir mit den etwas einfacheren Trading Indikatoren.

Hier ein Überblick über einige der bekannteren Indikatoren:

Der einfache gleitende Durchschnitt

Ein einfacher gleitender Durchschnitt (oder auch Simple Moving Average, SMA) ist der Durchschnittskurs einer bestimmten Zeitperiode. In diesem Fall bedeutet „Durchschnitt" das arithmetische Mittel. Ein 20-tägiger gleitender Durchschnitt ist zum Beispiel der Durchschnitt (Mittelwert) der Schlusskurse der jeweils letzten 20 Tage.

Wozu braucht man einen Durchschnitt?

Das Ziel ist es, die Kursbewegungen zu glätten, um den Trend besser erkennen zu können. Es gilt jedoch zu beachten, dass der SMA ein nachlaufender Indikator ist. Das heißt, er erfasst die Kurse der Vergangenheit und liefert erst ein Signal, wenn der Trend bereits begonnen hat. Je mehr Zeit der SMA abbildet, desto stärker wird der Kursverlauf geglättet und desto später reagiert er auf Marktveränderungen.

Deswegen ist der SMA nicht der beste Forex Indikator, um frühzeitige Signale von Marktbewegungen zu erkennen.

Der Vorteil dieses Trading Indikators ist jedoch, dass er einen Trend bestätigen kann. Der Indikator wird gewöhnlich aus den Durchschnitten mehrerer Datensätze berechnet und für kurze oder längeren Zeiträume genutzt.

Typische Werte für den kurzfristigen SMA sind 10, 15 oder 20 Tage. Für den Längeren sind 50, 100 oder 200 Tage gebräuchlich.

Jetzt werden Sie sich fragen: Wann signalisiert der einfache gleitende Durchschnitt einen neuen Trend?

Das ist der Fall, wenn sich im Chart die eingezeichneten Linien für den langfristigen mit denen des kurzfristigen gleitenden Durchschnitts kreuzen. Sollte der langfristige über den kurzfristigen Durchschnitt steigen, könnte dies den Beginn eines Aufwärtstrends signalisieren. Im umgekehrten Fall, wenn der langfristige unter den kurzfristigen SMA fällt, könnte ein Abwärtstrend beginnen.

Sie können mit verschiedenen Zeitrahmen experimentieren, um herauszufinden, welche Einstellungen für Sie am besten funktionieren. Für das Experimentieren mit den Einstellungen - aber auch für das Testen neuer Strategien und Indikatoren - empfehlen wir Ihnen die Nutzung eines kostenlosen Demokontos. Probieren Sie sich in einer risikofreien Umgebung unter realen Bedingungen aus und finden Sie heraus, welche Einstellungen und Tools am besten für Sie geeignet sind, bevor Sie sie auf reale Trades anwenden.

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Der exponentiell gleitende Durchschnitt

Dieser Trading Indikator ähnelt von der Berechnung dem einfachen gleitenden Durchschnitt, gewichtet aber neuere Kurse stärker. Das bedeutet, dass der exponentiell gleitende Durchschnitt (Exponential Moving Average, EMA) auf Kursveränderungen schneller reagiert.

Für den langfristigen EMA sind typische Zeiteinstellungen 50 oder 200 Tage, für den kurzfristigen 12 oder 26 Tage.

Eine sehr einfache Handelsstrategie mit einem dualen gleitenden Durchschnitt ist es, an jedem Kreuzungspunkt der beiden gleitenden Durchschnitte zu traden. Sie sieht vor zu kaufen, wenn der kurzfristigere Durchschnitt über den langfristigeren steigt, und zu verkaufen, wenn der kurzfristigere unter den langfristigeren fällt. Mit diesem System halten Sie immer eine Position – entweder eine Long- oder eine Short-Position des ausgewählten Währungspaars.

Einen Ausstieg aus dem Trade empfiehlt die Strategie, wenn der kurzfristige über den langfristigen EMA steigt und das anschließende Platzieren eines neuen Trades in die gegenteilige Richtung. Sie stellen die Position also glatt und kehren sie um.

Diese Handelsstrategie erfordert jedoch, dass Sie sich die ganze Zeit im Markt befinden. Sollten Sie diese Zeit nicht aufbringen können, ist diese Strategie keine Option. In diesem Fall könnte Ihnen eine Kombination aus drei verschiedenen Zeitrahmen besser entsprechen.

Eine dreifache EMA-Strategie verwendet einen dritten gleitenden Durchschnitt. Der langfristige Zeitrahmen dient dann als Trendfilter. Hierbei wird erst ein Signal ausgelöst, wenn sowohl der kurzfristige als auch der mittelfristige EMA den langfristigen Durchschnitt überwindet. Das Kreuzen von kurzfristigen und mittelfristigen EMA ist noch nicht als Signal zu betrachten.

Das bedeutet, dass man nur dann Long-Trades platziert, wenn die beiden kürzeren EMAs über dem langfristigen Durchschnitt liegen. Man sollte auch umgekehrt nur dann Short-Trades eingehen, wenn die beiden kürzeren unter den längeren EMA gefallen sind.

Der MACD Indikator

MACD Indikator

Der Indikator für die Messung des Momentums ist der Moving Average Convergence Divergence oder kurz MACD. Der Forex Indikator misst das Zusammen- und Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts.

Ein weiterer großer Vorteil des MACD ist, neben der Identifikation des Trends, dass der MACD auch eine Einschätzung von dessen Stärke vornimmt. Der MACD ist der vielleicht beste Forex Indikator, um ein Gefühl für die Stärke einer Kursbewegung zu bekommen.

Die Grundidee hinter diesem Trading Indikator ist es, die Abweichung zwischen einem schnelleren und einem langsameren EMA zu berechnen.

Der Indikator besteht aus zwei Linien im Chart, eine für den schnellen (kurzfristigen) und eine für den langsamen (langfristigen) Durchschnitt. Die MACD-Linie wird normalerweise berechnet, indem der 26-Tage-EMA vom 12-Tage-EMA abgezogen wird. Als Signallinie wird der 9-Tage-EMA im Chart hinzugefügt.

Sollte die MACD-Linie unter die Signallinie fallen, stellt das ein Verkaufssignal dar. Im umgekehrten Fall, wenn die MACD-Linie über die Signallinie steigt, handelt es sich um ein Kaufsignal.

Die Zeitparameter (26, 12 und 9 Tage) für die Berechnung können Sie nach Belieben verändern, die Standardeinstellungen habe sich aber bewährt. Wie bei allen gleitenden Durchschnitten hilft auch in diesem Fall das Experimentieren dabei, die individuell optimalen Einstellungen zu finden.

Die Bollinger-Bänder

Bollinger Bands

Bei keiner Aufstellung von Trading Indikatoren darf eine Variante des Volatilitätskanals fehlen.

Ein Volatilitätskanal ist eine weitere Methode, um einen Trend zu erkennen. Die Grundidee: Sobald ein Kurs den gleitenden Durchschnitt plus einen bestimmten Betrag X überschreitet, könnte ein Trend begonnen haben.

Die Bollinger-Bänder stellen eine Variante von Volatilitätskanälen dar, die vor über 30 Jahren von dem Finanzanalysten John Bollinger erfunden wurde. Nach wie vor gehören sie unter den zahlreichen Ansätzen für Volatilitätskanäle zu den besten für den Forex & CFD Handel.

Die Bollinger-Bänder verwenden zwei Parameter:

1. Die Einstellungen für den gleitenden Durchschnitt (Anzahl der Tage)

2. Die Höhe der Standardabweichungen, um das obere und unter Band zu berechnen.

Die gebräuchlichsten Werte für die Standardabweichungen sind 2 oder 2,5. In der Statistik ist die Standardabweichung ein Maß dafür, wie stark die Einzelwerte eines Datensatzes streuen. In der Chartanalyse wird damit die Volatilität gemessen.

Was sagt uns das?

Bollinger-Bänder reagieren auf die Marktvolatilität. Sie werden breiter, wenn die Volatilität steigt und schmaler, wenn sie sinkt. Ein langfristiges Trendfolgesystem mittels Bollinger-Bändern könnte eine Standardabweichung von zwei und einen 350-Tage-Durchschnitt verwenden.

Man könnte eine Long-Position eröffnen, wenn der Vortagesschluss über das obere Bollinger Band steigt. Für eine Short-Position müsste der Kurs unter die untere Kanalbegrenzung fallen.

Ein möglicher Ausstiegszeitpunkt wäre gekommen, wenn der Vortagessschluss erneut den gleitenden Durchschnitt bzw. die mittlere Linie kreuzt.

Das Fibonacci-Retracement

Fibonacci Retracement

Der Fibonacci-Retracement-Indikator beruht auf der Idee, dass ein Basiswert nach einer starken Kursbewegung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit wieder in die entgegengesetzte Richtung läuft.

Der Umfang dieser Gegenbewegung lässt sich aus der Fibonacci-Reihe ableiten.

Diese Zahlenreihen sind seit der Antike bekannt, wurde aber erst durch den italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci berühmt. Die heute gebräuchliche Reihe beginnt mit der Null und der Eins. Jede folgende Zahl in der Reihe, ist die Summe der vorangehenden beiden Zahlen.

Folglich beginnt die Reihe mit folgenden Werten: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, …

Die Fibonacci-Quotienten leiten sich aus diesen Zahlen ab. Der wichtigste dieser Quotienten ist 0,618. Er wird aus dem Verhältnis einer Zahl der Reihe zu der unmittelbar folgenden Zahl abgeleitet. Je weiter die Fibonacci-Reihe fortschreitet, umso mehr nähert sich der errechnete Wert 0,618 an. Zum Beispiel ist 89 geteilt durch 144 gleich 0,61815 und 144 geteilt durch 233 gleich 0,61803.

Ein weiterer wichtiger Quotient ist 0,382. Dieser leitet sich aus dem Verhältnis zwischen einer Zahl und der übernächsten Zahl in der Reihe ab und nähert sich im Verlauf der Fibonacci-Reihe 0,382 an. Beispielsweise ergibt 55 geteilt durch 144 gleich 0,38194 und 89 geteilt durch 233 gleich 0,38197.

Der letzte wichtige Quotient ist 0,236. Dies ist der Näherungswert des Verhältnisses einer Zahl zur drittfolgenden in der Reihe.

Was bedeutet all das?

Die Theorie dahinter besagt, dass nach einem größeren Kursausschlag die Unterstützungen und Widerstände in der Nähe der Fibonacci-Quotienten liegen. Es handelt sich also um einen vorlaufenden Trading Indikator: Er soll zukünftige Kursbewegungen voraussagen. Dies steht im Gegensatz zu den Indikatoren, die auf Grundlage von gleitenden Durchschnitten beruhen, da diese Trading Indikatoren Trends erst anzeigen, wenn sie bereits begonnen haben.

Fibonacci-Quotienten haben außerdem den Aspekt der selbsterfüllenden Prophezeiung. Es gibt viele Trader, die auf Basis dieser Zahlen handeln und damit mit ihren Erwartungen die Märkte beeinflussen.

Die Entscheidung - Welcher Trading Indikator ist der Beste?

Der beste Indikator für den Handel mit Forex & CFDs ist wie bereits gesagt derjenige, mit dem Sie am besten zurechtkommen. Vielleicht erscheint es Ihnen nützlich, mit einer Kombination mehrerer Indikatoren zu arbeiten. Sie könnten zum Beispiel mit dem ersten Trading Indikator eine mögliche Gelegenheit identifizieren und den zweiten als Filter einsetzen.

Der Forex Indikator, der als Filter genutzt wird, entscheidet, ob die Gesamtsituation für einen Trade geeignet ist oder nicht.

Wie bei den meisten Dingen im Leben lernen Sie das Trading mit Indikatoren durch die Praxis. Alle hier vorgestellten Indikatoren und viele weitere finden Sie in der MetaTrader Supreme Edition. Mit einem Demokonto können Sie verschiedene Strategien risikolos ausprobieren. Außerdem können Sie in unseren bevorstehenden Webinaren mehr über Trading-Systeme erfahren.

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