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Die 18 wichtigsten fundamentalen Indikatoren im Forex Trading

Lesezeit: 20 Minuten

Die 18 wichtigsten fundamentalen Indikatoren im Forex Trading

Wo Anwender der technischen Analyse Ihre Schlussfolgerungen aus Kursdaten ziehen, untersuchen Verfechter der fundamentalen Analyse diverse ökonomische Indikatoren und vergleichen diese untereinander hinsichtlich ihrer historischen Datenverläufe.

Im ersten Teil dieses Artikels werden wir diese fundamentalen Indikatoren präsentieren. Nach einem Zwischenfazit behandeln wir die theoretischen Modelle, in denen die Indikatoren verwendet werden.

Fundamentale Indikatoren 1: Inflation

Der Begriff Inflation beschreibt ein stetiges Wachstum der Geldmenge einer Währung in einem Wirtschaftskreislauf, das wiederum eine Erhöhung von Konsum und Produktion von Gütern und Dienstleistungen unterstützt. Inflation ist einer der wichtigsten fundamentalen wirtschaftlichen Indikatoren, da Sie direkt wiederspiegelt wie "gesund" ein Wirtschaftssystem ist. Und damit natürlich auch wichtig für das Forex-Trading.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Regierung eines Landes trotz dem entscheidenden Einfluss durch die Zentralbank den Inflationsgrad nie völlig unter Kontrolle hat. Die Menge an "gesunder" Inflation ist für jedes Land individuell und hängt von den Anforderungen seiner Wirtschaft ab. Eine entwickelte Wirtschaft setzt diesen Wert in der Regel bei ungefähr 2% (pro Jahr) an, während Entwicklungsländer bis zu 7% jährlich haben können, ohne Panik bei ihren Investoren auszulösen.

Abhängig davon, ob die tatsächliche Inflationsrate über oder unter dem Zielwert liegt, kann das Land in einen ungewünschten Zustand übergehen. Man spricht von Hyperinflation, wenn zu viel Geld in den Kreislauf gerät und von negativer Inflation (Deflation), wenn das Gegenteil der Fall ist. Beide Zustände richten ökonomischen Schaden an und stellen als deutliche fundamentale Indikatoren dar, dass die Wirtschaft des Landes nicht "gesund" ist.

Die Inflation zu kontrollieren ist kompliziert, da es viele verschiedene Quellen gibt, aus denen neues Geld in den Kreislauf geraten, aber auch aus ihm abfließen kann. Währungen unterliegen keinen Währungsstandards, wodurch selbst Privatbanken Geld durch das Mindestreserve-Banksystem in den Kreislauf einfügen können ("Geldschöpfung"). Zudem ignorieren finanzielle Aktivposten jegliche Landesgrenzen, wodurch es ausländischen Institutionen möglich ist, größere Mengen von Währungen nach belieben "in Beschlag" zu halten und nach eigenem Ermessen zurück in den Kreislauf fließen zu lassen. All dies macht es nicht gerade einfacher, eine geplante Fiskalpolitik kontrolliert durchzuführen.

Für den Forexmarkt bedeutet das explizit: Je höher die Inflationsrate, desto schneller sinkt der Wert der Währung und desto unverlässlicher ist die Währung als Aktivposten für Investoren, was sich beides schwächend auf die Währung im Forexmarkt auswirkt.

Das Ziel bei der Bekämpfung von zu hoher Inflation ist die Preisniveau-Stabilität. Nur stabile, verlässliche Preise schaffen in einer Wirtschaft Vertrauen. Und Vertrauen ist der Anfang von allem.

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Fundamentale Indikatoren 2: Zinsraten

Bei Zinsraten handelt es sich um die Menge an Geld, die Zentralbanken verlangen wenn sie Geld an Privatbanken verleihen. Es handelt sich hier um eine primäre Stellschraube der Inflation, die von Zentralbanken des jeweiligen Wirtschaftskreises gesteuert wird. Dies geschieht in der Regel nach vorheriger Ankündigung durch Pressekonferenzen, um unnötigen Unruhen des Marktes vorzubeugen.

Kommerzielle Zinsraten (Sollzinssätze für Kredite) orientieren sich an denen der Zentralbanken, da Privatbanken das Geld wiederum nicht günstiger verleihen können, als sie es von der Zentralbank bekommen, ohne dabei ihre Profite zu untergraben. Dadurch werden Zinsraten der Zentralbanken zu einem wichtigen fundamentalen Indikator für das dazugehörige Wirtschaftssystem. Und zu einem wichtigen Indikator für den Forexhandel.

In einer regulierten, ausbalancierten Wirtschaft können die Zentralbanken die Zinsraten erhöhen, um das zeitliche Intervall eines vollen Kreislaufes der Währung zu verringern, und somit eine Verringerung der Inflation zu bewirken. Dadurch die Verringerung der Ausgaben der Konsumenten kann das wirtschaftliche Wachstum auf ein besser kontrollierbares Level gebracht werden. Wenn hingegen nicht genug Geld im Umlauf ist, werden Zinsraten verringert, wodurch es für Unternehmen wie Einzelpersonen einfacher wird, Kredite aufzunehmen.

Für einen Forextrader sind Zinsraten der beste, vielseitigste Indikator für die fundamentale Analyse, da eine Erhöhung der Zinsraten universell für ein Wachstum der Stärke der Währung steht, sowie eine Verringerung der Zinsen für einen Abfall der Währung.

Hierbei müssen allerdings einige Punkte beachtet werden: Zuerst muss zwischen nominalen Zinsraten oder auch Basiszinsraten und den "realen" Zinsraten unterschieden werden. Reale Zinsraten errechnen sich durch Abzug der erwarteten Inflation von den nominalen Zinsraten. Beispielsweise hat die Bank of Russia am Anfang des Jahres 2015 seine Zinsraten für den Rubel auf 17% gesetzt, als Reaktion auf eine auf dem Markt ausbrechende Panik. Der Wert des Rubel gegenüber dem US-Dollar ist daraufhin innerhalb weniger Minuten um 200% gefallen. Der Inflationsgrad betrug daraufhin ca. 16%. Stellen Sie sich diese Kerze in einem Chart vor!

Zweitens muss erwähnt werden, dass Zentralbanken nur das Angebot an Währung bestimmen, nicht jedoch die Nachfrage. Diese entspringt der politischen und ökonomischen Lage und Stabilität des Wirtschaftssystems, sowie der Bereitschaft potenzieller Investoren, die Währung als vorhersehbaren und verlässlichen Aktivposten zu betrachten. Hohe Zinsraten in einer stabilen Wirtschaft ziehen Investoren an, während hohe Zinsraten im Zusammenhang mit Hyperinflation maximal Schaulustige anlocken.

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Fundamentale Indikatoren 3: Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, misst den Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen die in einem Land, innerhalb einer klar definierten Periode produziert werden. Das Bruttoinlandsprodukt wird weitreichend als einer der besten fundamentalen Indikatoren in einer Volkswirtschaft betrachtet. Aus ökonomischer Sicht ist es sehr einfach: Ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts impliziert logischerweise wirtschaftlichen Wachstum. Das Verhältnis von Bruttoinlandsprodukt zu Inflation wiederum ist einen genaueren Blick Wert.

Nach aller Logik, die uns aus der Wirtschaft bekannt ist, muss ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (also quasi ein Anstieg der zur Verfügung stehenden Güter und Dienstleistungen) zwangsläufig auch zu einem Zuwachs an Nachfrage führen. Um diesen Anstieg realisierbar zu machen, muss den Konsumenten der Wirtschaft eine entsprechende Menge an Zahlungsmitteln zur Verfügung stehen. Ergo hat ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes einen Anstieg des Geldes im Umlauf zur Folge, was zu höherer Inflation führt.

Für den Forex Trader ist es hierbei nicht so wichtig, über die Bewegungen des Bruttoinlandsproduktes informiert zu sein, sondern viel eher darüber ob dessen Erhöhungen bündig mit den anderen Wirtschaftsindikatoren (z.B. dem Verbraucherpreisindex) sowie derer erwarteten Reichweite verlaufen. Solange hier keine Widersprüche auftauchen, kann von wirtschaftlicher Stärke und einem Anstieg des Wertes ihrer Währung ausgegangen werden. Verläuft der Anstieg ungleichmäßig, deutet dies auf eine mögliche Wirtschaftsblase hin, die unter dem scheinbar stabilen Wirtschaftswachstum lauert.

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Fundamentale Indikatoren 4: Verbraucherpreisindex (CPI)

Der Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index) misst den durchschnittlichen Wert einer Menge an Gütern und Services, und setzt diesen als Basiswert an. In Deutschland wird dies häufig auch "Warenkorb" genannt. Wenn nun ein bestimmtes Paket an Gütern und Dienstleistungen X Euro kostet, wird diesem Wert X der CPI von 100 zugeordnet. Wenn das selbe Paket in zehn Jahren 25% mehr kostet, hat sich der CPI-Wert auf 125 erhöht.

Hierbei handelt es sich um einen weiteren Indikator für die fundamentale Analyse, der dabei hilft, die Kaufkraft der Konsumenten einer Wirtschaft zu überwachen. Ein großer Anstieg des CPI über kurze Zeiträume deutet auf hohe Inflation hin, während kurzzeitiger Rückfall des CPI Deflation signalisiert. Die fundamental orientierten Forextrader sollten auch diese Kennzahl im Auge behalten!

Fundamentale Indikatoren 5: Erzeugerpreisindex (PPI)

Der Erzeugerpreisindex (Producer Price Index) funktioniert analog dem CPI, misst aber die Produktionskosten der Güter, die vom CPI betrachtet werden. PPI vernachlässigt die Kosten volatiler Güter wie Strom und Nahrung, um ein "saubereres" Ergebnis zu erhalten. Die Produktionskosten zu verfolgen kann dabei helfen, den Erzeugerpreisindex im Auge zu behalten, was es Tradern wiederum erleichtert, mögliche Einflüsse auf die Wirtschaft zu verstehen und vorherzusehen.

Fundamentale Indikatoren 6: Arbeitslosenrate

Der Prozentsatz der Arbeitslosigkeit hat direkten Einfluss auf das Kaufverhalten der Bevölkerung, und dadurch indirekt auf die gesamte Wirtschaft. Steigt die Arbeitslosenrate, so erhalten weniger Arbeitnehmer eine monatliche Vergütung (Lohn, Gehalt). Die Arbeitslosenrate kann nicht unter ein bestimmtes Level fallen, das "konjunkturelle Arbeitslosigkeit" genannt wird. Dieses Level ist für jeden Staat anders, und normalerweise zwischen 2% und 6% angesiedelt. Gründe für Arbeitslosigkeit sind zum Beispiel Unternehmen, die "einen Gang zurückschalten" müssen oder ihre Business-Strategien adjustieren um eine zurückgehende Nachfrage auszugleichen.

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Fundamentale Indikatoren 7: Institut für Versorgungsmanagement (ISM)

Die Berichte des Instituts für Versorgungsmanagement (Institue of Supply Management) messen den Fluss von neuen Aufträgen, um die Produktionsaktivität einer Wirtschaft vorhersehen zu können. Dies wird durch einen Index von 50 ausgedrückt. Werte unter 50 deuten einen Rückgang von Produktionsaufträgen seit der letzten Produktionsperiode an. Da das Angebot der Nachfrage folgt, deutet ein erhöhter Wert an dass die Nachfrage von Gütern und Dienstleistungen zunimmt, was generell als gutes Zeichen für eine Wirtschaft gedeutet werden kann.

Fundamentale Indikatoren 8: Einzelhandelsberichte

Einzelhandelsberichte treffen direkte Aussagen zum Kaufverhalten der Endkonsumenten, gesundheitliche und bildungsbezogene Dienste und Güter nicht einbezogen. Das Vertrauen der Endnutzer in Ihre Wirtschaft spiegelt sich hier direkt wieder.

Fundamentale Indikatoren 9: Industrieller Produktionsindex (IPI)

Der IPI zeigt die monatliche Veränderung der Produktionsmengen in den Hauptindustriesektoren wie Bergbau, Fertigung und öffentlicher Versorgung. Dieser Index wird als guter Indikator für Beschäftigung, Durchschnittseinkommen und allgemeines Einkommen in den betroffenen Industriezweigen betrachtet. Steigt dieser Index, ist dies ein gutes Zeichen für die Wirtschaft.

Fundamentale Indikatoren 10: Warenpreisverzeichnis

Das Warenpreisverzeichnis überwacht die durchschnittlichen Preisbewegungen für Grundwaren wie Öl, Metalle und Mineralien. Das macht es besonders wichtig für "commodity dollars" - Währungen der Exportländer aus denen die Waren stammen, z.B. Kanada mit seinem kanadischen Dollar. Ein Anstieg dieses Wertes weist auf einen Anstieg der Preise hin, wodurch mehr Profit durch Export erzielt werden kann.

Man beachte hierbei, dass eine Verringerung dieses Wertes gute Neuigkeiten für die Währung der Länder bedeutet, die Waren importieren.

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Fundamentale Indikatoren 11: Handelsverkehr und Handelsbilanz

Berichte über die Handelsbilanz geben Aufschluss über das Verhältnis zwischen den totalen Mengen an Import und Export. Wenn mehr Export als Import stattfindet, wird von eine positiven Handelsbilanz gesprochen, was wiederum zu einer Stärkung der Währung des betroffenen Landes führt. Es ist offensichtlich, dass es sich hierbei um einen weiteren essenziellen, fundamentalen Indikator für Forex & CFD Trader handelt.

Der Handelsverkehr verhält sich ähnlich, wiegt allerdings den gesamten Fluss fremder Investitionen gegen den ausgehenden Fluss an Investitionen auf. Man könnte es auch den Import und Export von Geld nennen. Je mehr Investoren an der Wirtschaft eines Landes interessiert sind, desto mehr internationaler Handel mit positiver Handelsbilanz geschieht und desto mehr neigt der Fluss des Handelsverkehrs zu einer positiven Bilanz. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass überwiegend positiver Handelsverkehr über längere Zeit hinweg dazu führen kann, dass eine Wirtschaftsblase entsteht. Güter und Dienstleistungen können nicht einfach "verschwinden", Geld hingegen schon. Ein Beispiel hierfür ist der chinesische Aktienmarkt im Juli 2015.

Positiver Handelsfluss bedeutet in der Regel, dass mehr Geld in die Wirtschaft einfließt als aus ihr herausfließt, was auf eine gesunde Wirtschaftssituation hinweist, in der die Nachfrage nach ihrer Währung steigt.

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Fundamentale Indikatoren 12: Anleihengewinne

Der Wert von Anleihen, deren Gewinne und der damit bezogene Spread können auch zu den fundamentalen Indikatoren gezählt werden, die also auch für Forex wichtig sind.

Das funktioniert folgendermaßen: Eine Anleihe ist eine Schuldverpflichtung/Schuldverschreibung. Eine Regierungsanleihe ist demnach eine Schuldverpflichtung des Staates. Wenn Menschen, Unternehmen oder Banken Staatsanleihen kaufen, so erstehen sie nicht wirklich physisches Geld. Stattdessen leihen sie ihr vorhandenes Geld der Regierung, und erhalten dafür eine Bescheinigung die besagt, dass die Regierung ihnen Geld schuldet.

Regierungen sind nicht die einzigen, die Anleihen vergeben können. Unternehmen können das auch, nur müssen diese ihre Anleihen "Aktien" nennen und auf dem Aktienmarkt handeln. Wenn die Wirtschaft ins Wanken gerät, bewegen Investoren ihr Kapital in der Regel von einem weniger zuverlässigen Schuldner zu einem zuverlässigeren, um ihr Geld zu schützen. Und wer ist schon zuverlässiger als die Regierung selbst? Ergo kaufen die Investoren Staatsanleihen. Je mehr solcher Anleihen gekauft werden, desto höher ihr Wert und desto weniger Gewinn werfen sie ab, aufgrund ihres umgekehrten Verhältnisses. Die den Investoren ebenfalls zur Verfügung stehende Alternative ist die nationale Währung. Wenn man also die 10-jährigen Staatsanleihen-Auktionen betrachtet, so kann eine Erhöhung des Wertes durchaus eine Stärkung der Währung bedeuten.

P.S.: Ja, es gibt auch Unternehmens-Anleihen, aber für die Veranschaulichung hier spielt dies eine untergeordnete Rolle.

Der Anleihen-Spread ist der Unterschied zwischen dem Gewinn einer Anleihe zwischen zwei verschiedenen Ländern. Es ist ein fundamentaler Forex-Indikator der aussagt, dass eine Währung mit höherem Anleihengewinn entsprechend stärker an Wert gewinnen wird als seine konkurrierende Währung.

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Zwischenfazit zu den wichtigsten fundamentalen Indikatoren

Wenn es um Bruttoinlandsprodukt sowie Inflationsraten und die anderen fundamentalen Indikatoren geht, betrachtet man selten, um wie viel sich diese Werte von ihrer Vorperiode unterscheiden und legt stattdessen besonderes Augenmerk darauf, wie stark die Werte von ihrem erwarteten Ausgang abweichen. Eine starke Abweichung von der Vorhersage kann auf mangelndes Verständnis in den analytischen Fachkreisen hinweisen und für den cleveren, individuellen Forex-Analysten wichtige Trading Chancen eröffnen.

Selbst gute Ergebnisse können also an den Börsen schlecht aufgenommen werden, weil noch besseres erwartet wurde. Und selbst schlechte Ergebnisse können positiv an den Märkten sein, da noch viel schlechtere Ergebnisse von den Analysten erwartet wurden.

Im Folgenden wollen wir uns auf Wirtschaftstheorien konzentrieren, die bei erfahrenen, langzeit-orientierten Tradern Verwendung finden.

Marktbezogene makroökonomische Theorien basieren auf dem Prinzip der Parität. Im Kontext fundamentaler Forex-Indikatoren bezieht sich Parität darauf, dass Wirtschaftsindikatoren zweier zu betrachtender Länder identische Werte liefern. Wenn keine Parität vorliegt, passt sich der Währungskurs des Paares (in der Theorie) entsprechend an, vollzieht dies jedoch langsam und stufenweise. In diesem Zeitraum der Anpassung entstehen Trading-Gelegenheiten, wodurch die Richtung der Ungleichheit selbst als fundamentaler Forex-Indikator betrachtet werden kann.

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Fundamentale Indikatoren 13: Kaufkraftparität

Kaufkraftparität, international als purchasing power parity oder "PPP" bezeichnet, ist einer der besten fundamentalen Forex-Indikatoren. Sie wird von Wirtschaftstheorien als wirtschaftliche Komponente und Herangehensweise aufgegriffen, mit der sich der "tatsächliche" Wert der Währungen bestimmen lässt.

Die Grundidee basiert auf der Annahme, dass keine Transaktionskosten existieren, wodurch Güter überall auf der Welt den gleichen Preis haben, unabhängig vom Standort des Käufers. Kaufkraftparität erlaubt es Tradern, die Wechselkurse zu ermitteln zu denen es angemessen wäre, eine bestimmte Menge von Gütern in einem spezifischen Land zu erstehen. Darüber hinaus erlaubt die PPP die Preisentwicklung von Gütern zu verfolgen, um so Inflationsraten nachzuvollziehen, was indirekt Einblick in die Stärkung oder Schwächung der betroffenen Währungen erlaubt.

PPP kann benutzt werden, um wirtschaftliche Vergleiche zwischen Ländern aufzustellen. Wenn man sich deren wirtschaftliche Entwicklung über ganze Jahre ansieht, kann in der Regel festgestellt werden, dass Wechselkurse zwischen den betroffenen Währungen sich parallel zu den durch PPP ermittelten Trends bewegen.

Weiterhin kann dieser Indikator benutzt werden, um wirtschaftliche Daten wie das Bruttoinlandsprodukt so zu ergänzen, dass ein präziseres Bild der Wechselkurssituation erstellt werden kann.

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Fundamentale Indikatoren 14: Zinsparität

Die Zinsparität (interest rate parity oder IRP) ist der Kaufkraftparität ähnlich, aber hierbei bezieht man sich auf den Einkauf von Finanzanlagen. Theoretisch sollte das in allen Ländern zum gleichen Ergebnis führen, nachdem in die entsprechende Währung umgerechnet wurde. Sollte hier eine Abweichung entstehen, so bedeutet dies, dass die Währungskurse angepasst werden müssen. Bei der Zinsparität handelt es sich um einen der nützlichsten fundamentalen Forex-Indikatoren, der Langzeittradern zur Verfügung steht.

Bei der Anwendung dieser Methode wird angenommen, dass

  1. Kapital mobil ist und Investoren Aktiva landesintern sowie international ungehindert austauschen können, und dass
  2. Assets in Liquidität umgewandelt werden können.

Wenn die Punkte 1 und 2 gelten, werden Investoren logischerweise Assets halten, um höhere Gewinne zu generieren. Wir wissen dass Investoren Aktiva aus verschiedenen Ländern besitzen: Wenn also die entstehenden Gewinne nicht identisch sind (nach Umrechnung), so entsteht wieder eine Ungleichheit in den Währungsraten.

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Fundamentale Indikatoren 15: Internationaler Fisher-Effekt (IFE)

Bei dem internationalen Fisher-Effekt handelt es sich um eine Wirtschaftstheorie, die aussagt dass die Änderungen eines Währungswechselkurses zwischen zwei Ländern ungefähr dem Unterschied in deren Nominalwechselkurs entspricht.

Wenn man Ihn als fundamentalen Forex-Indikator betrachtet, funktioniert der IFE folgendermaßen: Wenn man davon ausgeht dass höhere Zinsraten mit höheren Inflationsraten korrelieren, wird die Währung eines Landes das niedrige Zinsraten hat, im Wert gegen eine Währung eines Landes mit höheren Zinsraten mit der Zeit an Wert zunehmen. Dabei bleibt zu beachten, dass der IFE zwar auf sinnvoller Logik basiert, aber andere, zusätzliche Einflussfaktoren die die Entwicklung der Währungskurse beeinflussen, nicht beachtet werden.

Fundamentale Indikatoren 16: Theorie der Zahlungsbilanz

Bei der Zahlungsbilanz handelt es sich um die Gesamtheit aller Zahlungen und monetären Transaktionen zwischen Ländern über eine bestimmte Zeitperiode hinweg. Sie betrachtet auch den Austausch von Gütern, Dienstleistungen, Einkommen, Schenkungen, finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Rest der Welt.

Die Zahlungsbilanz besteht aus drei Konten. Das erste, "aktuelle Konto" umfasst die Bilanz aus dem Handel (Export minus Import), Faktoreinkommen (Einnahmen durch internationale Investoren minus Zahlungen an selbige) und Geldtransfers. Der zweite "Kapitalkonto" verzeichnet die Nettoveränderungen im Besitz von Auslandsvermögen auf. Zuletzt verbleibt das Ausgleichskonto, das dazu benutzt wird um statistische Fehler auszugleichen und sicherzustellen dass die ersten beiden Kapitalkonten zusammen Null ergeben.

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Die Zahlungsbilanz ist ein wichtiger fundamentaler Indikator im Forexhandel, da sie es Wirtschaftswissenschaftlern erlaubt, bestimmte ökonomische Zielsätze zu quantifizieren. Beispielsweise kann ein Land seine Geldumtauschraten künstlich niedrig halten um seinen Export zu stimulieren oder auf der anderen Seite Strategien verfolgen die mehr Fremdinvestment anziehen.

Zusammenfassend erlaubt das Auswerten von Defiziten oder Überschüssen in der Zahlungsbilanz Tradern sich ein Bild davon zu machen, in welche Richtung die Währungskurse gehen könnten. Wenn ein Land unter Defiziten leidet, ist es anzunehmen dass die Währung an Wert verlieren wird um wieder Balance zwischen den Bilanzkonten herzustellen. Logischerweise führen Überschüsse zu einem ähnlichen Ausgleich, nur dass in diesem Fall der Wert der Währung nach oben korrigiert wird.

Fundamentale Indikatoren 17: Vermögensmarkt-Modell

Das Vermögensmarkt-Modell konzentriert sich auf den Geldfluss-Aspekt der Zahlungsbilanz. Es sagt aus, dass die Wertbewegungen einer Währung vom Kapitalfluss in das betroffene Land abhängen zum Zwecke von Aktien und Anleihenkauf.

Das Vermögensmarktmodell verdient es dabei durch die aktuellen Wachstumsschübe im Bereich finanzieller Aktiva, separat als ein eigenständiger fundamentaler Forex-Indikator betrachtet zu werden. Da die Bewegung von Geldmitteln zwischen Ländern immer mehr an Volumen gewinnen, im proportionalen Vergleich zu Handelsgütern und Dienstleistungen, kommt dem Kapitalkonto in der Zahlungsbilanz zunehmend mehr Bedeutung gleich.

Verzeichnet ein Land eine Erhöhung des Kapitalflusses durch Investitionen, so erfährt es auch eine Erhöhung der Nachfrage seiner Währung, wodurch diese wiederum an Wert zunimmt. Zusätzlich hängt der Wert von Wirtschaftsgütern nicht nur von den aktuellen Bewegungen im Finanzvermögen des Landes ab, sondern auch von dem erwarteten Verhalten von Investoren in der Zukunft.

Wie bereits erwähnt, werden heutzutage riesige Volumen von Finanzvermögen weltweit gehalten und bewegt. Wenn sich wirtschaftliche Bedingungen verändern, so wirkt sich das auf das Verhalten von Vermögensträgern aus, führt zu Neuverteilungen von Vermögen und stört die bestehende Balance des Währungsaustausches.

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Fundamentale Indikatoren 18: Realzins-Differenzmodell

Den "Realzinssatz" erhält man durch Abzug der erwarteten Inflation vom Nominalzins. Das Realzins-Differenzmodell sagt ganz einfach aus, dass Investoren durch die Aussicht auf Profite ihrer Investitionen angezogen werden, und Ihre Finanzmittel entsprechend verteilen, solange die Risiken dabei in einem akzeptablen Rahmen bleiben.

Aus der Sicht der fundamentalen Forex-Indikatoren ist ein hoher Zinssatz, unabhängig davon ob er nun durch Nominalwechselkurse oder niedrige Inflationsraten erreicht wird, ein gutes Zeichen für interessierte Investoren, was wiederum die Nachfrage der lokalen Währung erhöht.

Das Geld-Modell (Monetary Model) schlägt vor, dass der Wert einer Währung von Einkommensniveau, Zinsraten, Inflationsraten und der monetären Stärke des Landes abhängt. Hierbei kommen Elemente der Quantitätstheorie (eine Erhöhung der zur Verfügung stehenden Geldmenge führt zu einer Erhöhung des Preisniveaus) und der Kaufkraftparitätstheorie (eine Erhöhung des Preisniveaus führt zu höheren Zinsraten) zur Anwendung.

Eine Währung nimmt an Wert zu, wenn die monetäre Politik ihres Landes stabil ist. Das führt zu einer Zunahme an verfügbaren Geldmitteln, Zinsraten und Inflation, sowie Einkommensniveau. Eine Währung verliert an Wert wenn die Geldpolitik des Landes instabil ist und deren politische Entscheidungen widersprüchlich sind.

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Es gibt dabei zwei Variationen des Monetary Models: "Flexibel" und "Beharrlich". Das flexible Modell schlägt vor, dass die Kaufkraftparität fortwährend und augenblicklich stattfindet. Wenn ergo die Geldmittel, das Einkommensniveau, Inflation oder Zinsraten zunehmen, dann steigen nach diesem Modell die Preise für Güter und Dienstleistungen auch sofort an. Dabei sagen empirische Erhebungen widerum aus, dass Geldmittel, Einkommen, Inflation und Zinsen schnelle Änderungen erleben können, Unternehmenszyklen aber wiederum Zeit benötigen um auf diese Änderungen zu reagieren, wodurch eine Verzögerung der Preisanpassungen zustande kommt. An dieser Stelle kommt das beharrliche Modell ins Spiel und sagt aus dass Preise von Gütern und Dienstleistungen über kurze Zeit "beharrlich" bleiben, und sich nur Stück für Stück über einen gewissen Zeitrahmen anpassen.

Die größte Kritik erfährt das Monetary Model dadurch, dass es den Zu- und Abfluss von Geldmitteln durch Investoren ignoriert, wie zum Beispiel auch beim Fisher-Effekt. Wie wir wissen hat der Fluss von Investitionen oft größere Auswirkungen auf eine Währung als die Preise der Güter und Dienstleistungen des Landes. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der Monetären Theorie um einen wichtigen fundamentalen Forex-Indikator der dazu benutzt werden kann, die Währungen von Ländern auszuwerten, die zu geringeren Ausmaßen durch Fremdinvestitionen beeinflusst werden, zum Beispiel durch diesbezüglich einschränkende Gesetze.

Abschließendes zu den wichtigsten fundamentalen Indikatoren

Wirtschaftswissenschaften sind eine empirische Wissenschaft - das heißt, dass es keine vollständig kontrollierbaren Experimente geben kann. Neue Daten entstehen täglich als Resultat globaler, ökonomischer Entwicklungen und nehmen stetig weiter an Komplexität zu. Es ist nur natürlich, darin Muster erkennen zu wollen, aus denen dann Theorien entstehen können, die Ursprünge und Auswirkungen von Marktveränderungen erklären können. Aber dabei ist es wichtig nicht aus den Augen zu verlieren, dass eine Theorie eben nur eine Theorie ist.

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