Forex- und CFD-Trading ohne Stop-Loss

Forex- und CFD-Trading ohne Stop-Loss

Erfolgreiche Forex- und CFD-Trader verwenden eine Vielzahl von Trading-Tools, um Ihr Trading zu optimieren. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Minimieren und Managen von Risiken. Zum Beispiel können Sie Ihr Konto besser schützen, wenn Sie mit einem Stop-Loss (SL) traden.

Ein Stop-Loss ist ein Auftrag zur Schließung einer offenen Position, den ein Trader auf ein Handelsinstrument zu einem bestimmten Preispunkt legt, sollte der Markt gegen ihn laufen. Handelt es sich bei dieser Position um eine Buy-Order, wird der Stop Loss (SL) zum Bid-Kurs ausgeführt; handelt es sich dagegen um eine Sell-Order, wird der SL zum Ask-Kurs ausgeführt.

Das Festlegen eines Stop-Losses ist besonders nützlich für das Ausblenden von Emotionen beim Handeln, da Sie Verluste nicht einfach laufen lassen, sondern Ihre Verluste begrenzen und dadurch besser lernen, diese zu akzeptieren. Außerdem sind Sie somit nicht gezwungen, den Markt ständig zu überwachen.

Sie werden immer wieder hören, dass viele Trader auch ohne Stop-Loss erfolgreich traden, vielleicht sogar erfolgreicher als Sie es mit einem Stop-Loss sein würden.

In der Tat können einige Trader so gewinnbringend handeln, aber die Mehrzahl der Trader, die ohne Stop-Loss traden, können dies nicht. Deshalb ist der Stop-Loss ein so wichtiges Instrument. Es ist natürlich schön erfolgreich traden zu können, aber auch der beste Trader wird Phasen haben, in denen er nicht erfolgreich ist. In diesem Phasen ist der Stop-Loss das wichtigste Tool der Risikobegrenzung.

Wichtig

Auch wenn Sie Ihren Stop-Loss als Kursangabe platzieren, müssen Sie wissen und verstehen, dass es keine Garantie gibt, dass die Ausführung tatsächlich zu diesem Kurs stattfinden wird, da ein Stop-Loss stets nach dem Markt, "zum nächstverfügbaren Kurs", ausgeführt wird. Sollte beispielsweise über das Wochenende ein Kurssprung, ein sogenanntes Gap, stattfinden, ist der nächstverfügbare Kurs auch weiter entfernt... Dies gehört zum allgemeinen Handelsrisiko.
Der Einfachheit halber kann man den Stop-Loss auch als einen Befehl mit Zeitangabe sehen. Denn im Grunde lautet die Aufforderung an den Server nicht "Schließe die Order zu diesem Kurs", sondern "Schließe die Order zu dem Zeitpunkt, wenn dieser Kurs erreicht wurde".

Im kostenlosen Demo-Konto können Sie das Platzieren und Nutzen vom Stop-Loss zur Risikobegrenzung testen.

Warum ist es wichtig einen Stop-Loss zu platzieren?

Es wird immer wieder Trader geben, die keinen Stop platzieren, weil Sie denken, dass der Markt sich immer wieder in die "richtige" Richtung bewegen wird. Hierbei werden Emotionen und Hoffnung über die Logik gestellt. Das Risiko für den Trader wird dabei unkalkulierbar. Im schlimmsten Fall halten sie Orders über Tage, Wochen oder Monate im Verlust, ohne dass sich der Preis jemals wieder nennenswert in deren Richtung entwickelt.

Mit dem Stop-Loss vermeiden Sie dieses Verhalten, indem Sie Ihre Verluste begrenzen und mit schlechten Positionen abschließen. Dies macht Sie natürlich nicht automatisch zum Profi-Trader - aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.


Was Sie beachten sollten

Bevor wir uns eine Strategie ohne Stop-Loss anschauen, betrachten wir zuvor noch ein paar wichtige Fakten. Anhand eines Beispiels lässt sich ein Stop-Loss hervorragend erklären:

Haben Sie beispielsweise einen Kontostand von 1000 EUR und Sie setzen Ihren Stop-Loss für Ihre einzige offene Position auf 50 EUR Verlust, begrenzen Sie Ihr Risiko auf 5% Ihres Risikokapitals. Nur so erreichen Sie Größen, mit denen Sie Ihr Risikomanagement tatsächlich sinnvoll kalkulieren können. Ohne diese Begrenzung ist Ihr gesamtes Kapital gefährdet.

In einem schnelllebigen Markt, in dem sich die Preise schnell ändern, können Sie in manchen Fällen nicht rechtzeitig reagieren und somit können Ihre Verluste weitaus größer sein, als Sie dies geplant haben. Ein Stop-Loss kann dies kompensieren und für Sie Ihren Trade schließen, wenn Sie noch nicht einmal reagieren konnten.

Setzen Sie dennoch Ihren Stop-Loss nie zu eng an den aktuellen Preis, da der Stop-Loss durch kurzfristige, schnelle Bewegungen vorzeitig ausgelöst werden kann. Legen Sie sich beispielsweise einen Prozentwert fest, den Sie maximal mit einem Trade riskieren wollen. Wenn dieser stimmig zu Ihrem Risikomanagement gewählt ist, können Sie auch kurzfristige Korrekturen und Abverkäufe gut verkraften.

Beachten Sie, dass Sie bei einem Instrument, das in einer Woche um 10% oder mehr schwankt, keinen Stop-Loss von 5% festlegen sollten. Sie würden unnötig ausgestoppt werden und Gewinne wieder abgeben müssen. Passen Sie den Stop-Loss-Abstand also nicht nur an Ihrem Risikomanagement, sondern auch an der zu erwartenden Schwankungsbreite des Handelsinstruments an.

Eine häufig auftauchende Frage ist, wie transparent die Stop-Loss-Orders sind?

Einige Trader haben Angst mit Stop-Loss zu arbeiten, da sie dadurch die Kontrolle über die offene Position an das System des Brokers und die Handelssoftware abgeben. Deshalb denken einige, dass der Handel ohne Stop-Loss besser ist und setzen sich bewusst den Risiken aus.

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Regelwerk für den Handel ohne Stop-Loss

Wenn Sie Forex & CFDs erfolgreich handeln möchten, müssen Sie eine effektive Money-Management-Strategie verfolgen. Daher entscheidet sich die Mehrheit der Händler immer für einen Stop-Loss. Stop-Verluste sind jedoch nicht immer effektiv und können für Day-Trader oft zum Scheitern führen, da sie nicht in der Lage sind die richtigen Stop-Loss-Marken zu identifizieren.

Wenn Sie bereit sind, ohne Stop-Loss zu handeln, gilt es einige Regeln zu beachten.

Im Aktienmarkt ist dies recht einfach. Sie kaufen Aktien und halten diese, bis sich die Fundamentaldaten ändern und der Aktienwert wieder steigt. Gute Forex-Trader gehen jedoch nicht einfach Trades ein, die "nur" auf den Ergebnissen der technischen Analyse beruhen. Sie müssen auch die zugrunde liegenden wirtschaftlichen, finanziellen und fundamentalen Faktoren berücksichtigen.

Eine Faustregel für den Handel ohne Stop-Loss ist: Folge dem Trend.

Die langfristige Entwicklung eines Währungspaares wird beeinflusst durch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten und die politische Situation des Landes aber auch oftmals der globalen geopolitischen Situation.

Das Standardprinzip besteht darin, dass bei einer stabilen Volkswirtschaft des Landes seine Währung gegenüber anderen Währungen mit schwächerer Konjunktur ansteigen sollte. Die fundamentale Analyse liefert somit einen langfristigen Ausblick auf eine Währung. Ein Trader wartet nun darauf, dass es Rücksetzer (sogenannte Pullbacks) auf eine bestimmte Währung geben wird. Durch den günstigen Einstieg, versucht der Trader den bestmöglichen Einstiegspunkt in einen neuen oder bestehenden Trend zu erhalten. Nur wenn Sie auf der richtigen Seite des Trends, der Entwicklung eines Instruments liegen, werden Sie langfristig erfolgreich sein. Liegen Sie auf der falschen Seite und haben Ihren Verlust nicht durch einen Stop-Loss beschränkt, können Sie nicht erfolgreich traden.

Der Stop-Loss schützt Sie also im Falle des Falles vor schlechten Einstiegspunkten.

Trailing-Stop im MetaTrader 4 und MT5

Stops helfen nicht nur dabei Verluste zu begrenzen, sondern auch Ihre Gewinne zu schützen.

Der Stop-Loss wird zur Begrenzung von Verlusten verwendet, wenn sich der Kurs des Instruments in eine unprofitable Richtung bewegt. Wenn die Position profitabel werden sollte, kann man den Stop-Loss manuell auf ein Break-Even als kostendeckendes Niveau verschieben. Um diesen Prozess zu automatisieren, wurde der Trailing-Stop kreiert. Sobald der Gewinn in Punkten gleich oder höher als der angegebene Wert ist, wird die Stop-Loss-Order automatisch erstellt.

Das bedeutet, dass wenn sich der Preis in die rentable Richtung bewegt, der Trailing-Stop bewirkt, dass das Stop-Loss-Niveau dem Preis automatisch folgt. Sollte jedoch die Position gegen diesen Trend laufen, wird der Stop-Loss nicht mehr geändert.

Ihr Stop-Loss wird durch ein Trailing-Stop also im Prinzip "mitgezogen", um so eine größere Gewinnmitnahme zu ermöglichen.

Wichtig

Bitte beachten Sie, dass Trailing-Stops, im Gegensatz zu Stop-Loss oder Take-Profit, nur in der Tradingsoftware MetaTrader aktiv sind und nicht im Server (Brokersystem) ausgeführt werden. Aus diesem Grund funktionieren Trailing Stops – im Gegensatz zu SL und TP – nicht, wenn der MetaTrader ausgeschaltet ist. Sie müssen den MetaTrader also offen halten, solange Sie einen Trailing-Stop aktiv nutzen möchten.

Ansonsten bleibt einfach der zuletzt festgelegte Stop-Loss aktiv.
Übrigens auch, wenn Sie den Trailing Stop löschen, bleibt der zuletzt festgelegte Stop-Loss auf dem Server bestehen. Sollten Sie diesen ebenso löschen wollen, müssen Sie dies separat vornehmen.


Abschließende Gedanken

Das Setzen eines Stop-Loss dient vor allem der Verlustbegrenzung (nochmals: Begrenzung - keine Garantie!), falls der Markt einmal gegen Sie laufen sollte. Über einen Stop-Loss legen Sie ein Kursniveau fest (Limit), bei dem automatisch Ihre offene Position geschlossen wird, sofern dieses Kursniveau an den Märkten erreicht wird.

Admiral Markets empfiehlt, grundsätzlich jede Position durch einen Stop-Loss abzusichern. Mit unserem Mini Terminal aus der MetaTrader Supreme Edition können Sie einen Standardwert für den Stop-Loss festlegen, sodass Ihre Positionen standardmäßig mit Stop-Loss eröffnet werden.

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