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Die Martingale Strategie: Ein negatives Progressionssystem

Lesezeit: 9 Minuten

Die Martingale Strategie: Ein negatives Progessionssystem

Jeder ambitionierte Trader sucht nach Wegen, um seine Strategie oder sein System zu verbessern. Trading Anfänger gehen hingegen oftmals zu einseitig an ihr Trading heran. Zu oft sorgen sich unerfahrene Trader um die richtigen Einstiegssignale, was sich negativ auf andere wichtige Bereiche auswirken kann, wie zum Beispiel:

  • Marktauswahl
  • Exit Strategie
  • Positionsgröße
  • Zielorientierte Strategie und Psychologie

Es passiert allzu leicht, diese Aspekte zu unterschätzen. Entry Signale geben Ihnen Aufschluss darüber, wann es eine gute Zeit zum Traden ist. Die Bestimmung der Positionsgröße ist eine Disziplin, die sich darauf bezieht, wie man tradet. Manche Theorien zur richtigen Positionsgröße leiten sich aus Glücksspielen ab, vor allem von Progressionssystemen aus dem Wettbereich.

In diesem Artikel geht es um die Martingale Strategie, die sich auf Positionsgrößen bezieht. Zunächst wollen wir uns die Martingale Strategie im Zusammenhang mit Glücksspiel ansehen, dann folgt eine Martingale Strategie Erklärung bezüglich Forex Trading.

Bevor wir damit anfangen, wollen wir Sie daran erinnern, dass die Martingale Strategie extrem riskant ist und sich nicht für Anfänger eignet. Bevor Sie eine Investmententscheidung treffen, sollten Sie sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten lassen, um sicherzustellen, dass Sie die involvierten Risiken vollumfänglich verstehen.

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Wie die Martingale Strategie funktioniert

Die hinter der Martingale Strategie steckende Theorie ist ein negatives Progressionssystem, bei dem man die Positionsgröße erhöht, nachdem man einen Verlust erlitten hat. Im Speziellen verdoppelt man nach dem Verlust seine Positionsgröße. Das klassische Szenario der Martingale Trading Strategie ist zu versuchen, ein Resultat zu erzielen, das mit 50%iger Wahrscheinlichkeit eintritt.

Ein solches Szenario hat einen Erwartungswert von Null. Auf lange Sicht erwarten Sie, nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren. Für diese 50/50-Prämisse gibt es zwei Auslegungen, wie man die Positionsgröße wählen sollte. Mit der Martingale Strategie verdoppeln Sie Ihre Positionsgröße, nachdem Sie verloren haben. In der Theorie gewinnen Sie zurück, was Sie verloren haben.

Die entgegengesetzte Theorie, die Anti Martingale Strategie, postuliert, dass Sie Ihre Positionsgröße nach einem Gewinn verdoppeln sollten.

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Martingale Strategie mit zwei möglichen Ergebnissen

Erwägen Sie einen Trade mit nur zwei möglichen Ergebnissen, die beide mit gleicher Wahrscheinlichkeit eintreten. Lassen Sie uns diese Ergebnis A und Ergebnis B nennen. Der Trade hat ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:1. Nehmen wir an, dass Sie eine fixe Summe von 5€ traden wollen und darauf hoffen, dass Ergebnis A eintritt. Jedoch kommt es zu Ergebnis B und Sie verlieren.

Beim nächsten Trade erhöhen Sie Ihre Positionsgröße auf 10€ und hoffen wieder auf Ergebnis A. Es kommt wieder zu Ergebnis B und Sie verlieren abermals, dieses Mal 10€. Sie verdoppeln erneut, auf 20€, und hoffen wieder auf Ergebnis A. Sie betreiben das so lange, bis Sie Ihr gewünschtes Ergebnis erhalten. Die Größe des erfolgreichen Trades wird höher sein als die kombinierten Verluste aller vorhergehenden Trades. Die Größe, um die der Gewinn höher ist, entspricht der Größe des ursprünglichen Trades.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nicht irgendwann einen Profit machen, ist unendlich - vorausgesetzt, Sie verfügen über unendliche Finanzmittel, um immer wieder das Doppelte einzusetzen. Das Problem der Martingale Strategie ist, dass Sie wahrscheinlich nur einen kleinen Profit machen, ihren ursprünglichen Einsatz nämlich. Dabei riskieren Sie aber viel größere Summen, als dieser kleine Profit rechtfertigen würde.

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In unserem obigen Beispiel sehen wir einem realistischen Profit von nur 5€ entgegen. Nach drei verlorenen Trades hätten wir aber bereits 40€ verloren. Stellen Sie sich vor, diese Verlustserie geht weiter. Nach sechs Trades ist man schon 320€ im Minus - und das alles nur für einen Profit von 5€. Zugegeben, die Chancen für eine solche Verlustserie sind gering, aber immer noch höher als 1%. Wenn Sie nur über 200€ verfügen, müssten Sie schon bald aufhören und einen Verlust hinnehmen.

Jeder hat eine Risikokapitalgrenze, mag diese auch noch so hoch sein. Je länger Sie die Martingale Strategie anwenden, desto wahrscheinlicher wird es, dass Sie eine andauernde Verlustserie erleben. Abhängig von Ihrer Mentalität, kann das eine abschreckende Aussicht sein. Trotzdem wollen wir uns im nächsten Kapitel ansehen, wie die Martingale Strategie im Forex Trading angewendet werden kann.

Die Martingale Strategie im Forex Trading

Martingale Strategie im Forex Trading EURUSD RSI

Quelle: MetaTrader 4 Supreme Edition - EUR/USD M1 Chart mit RSI Indikator - Datenspanne: 12. Juli 2016, 9.08 Uhr bis 10.04 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Perfomances.

Der Forex Markt eignet sich nicht natürlicherweise für eine geradlinige Strategie mit einem Gewinn- oder Verlustergebnis und fixen Summen. Profit und Verlust eines Forex Trades sind variable Ergebnisse. Wir können Preisniveaus definieren, bei denen wir einen Take Profit oder Stop Loss setzen. So können wir potenzielle Gewinne und Verluste als gleiche Beträge festlegen.

Die obige Abbildung zeigt einen 1 Minuten EUR/USD Chart und den darunter eingezeichneten Relative Strength Index (RSI). Dieser Indikator ist einer der vielen, die im kostenlosen MetaTrader-Plugin MetaTrader Supreme Edition erhältlich sind. Er liefert uns einen einfachen Einstiegspunkt und suggeriert den Zustand des Marktes: Fällt der RSI unter 30, legt das einen überverkauften Markt nahe. Steigt er über 70, handelt es sich um einen überkauften Markt.

Um 10.03 Uhr steigt der RSI im Chart über 70. Das ist unser Einstiegspunkt. Wir verkaufen ein Lot EUR/USD bei 1.1095. Dann platzieren wir einen Take Profit 30 Pips darunter bei 1.1065. Wir platzieren einen mentalen Stop 30 Pips darüber bei 1.1125. Unglücklicherweise steigt EUR/USD weiter und erreicht um 10.15 Uhr unseren Stop.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir den Trade verloren. Mit der Martingale Trading Strategie müssten wir nun beim nächsten Trade das Doppelte einsetzen. Wir nutzen statt eines echten Stop Loss nur einen mentalen. Wieso? Weil zwecklos ist, einen Trade zu schließen und dann einen doppelt so großen zu eröffnen.

Stattdessen eröffnen wir einen neuen Trade in der Größe des ursprünglichen Trades, um das Doppelte zu setzen. Wir verkaufen dann ein weiteres Lot bei 1.1125. Wir platzieren einen neuen mentalen Stop 30 Pips darüber bei 1.1155. Wir ersetzen unsere ursprüngliche Limit Order mit einer neuen, um beide Trades zu schließen. Diese setzen wir 30 Pips unter unserem neuen Trade bei 1.1095. Ursprünglich haben wir 1 Lot bei 1.1095 verkauft und dann ein weiteres bei 1.1125. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Entry Kurs von 1.1110.

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Dieses Mal haben wir Glück und der Kurs entwickelt sich in den nächsten Stunden nach unten und durchbricht unser Limit. Um 13.55 Uhr schließen wir den Trade bei 1.1095, 15 Pips unter unserem durchschnittlichen Entry Kurs. Ein Lot EUR/USD hat einen Pip-Wert von 10$, also haben wir einen Profit von 10 * 15$ = 150$ gemacht. Dies ist ein einfaches Beispiel für die Anwendung der Martingale Strategie im Forex Trading.

In unserem Beispiel haben wir einen Profit gemacht, aber stellen Sie sich vor, Sie schließen mehrere Trades hintereinander ohne Gewinn ab. Das ist nicht unwahrscheinlich. Der Ansatz der Martingale Strategie funktioniert vielleicht in Situationen, in denen eine Umkehr zum Mittel wahrscheinlich ist. In einem trendbestimmten Markt ist das jedoch extrem riskant. Die Martingale Strategie beinhaltet immer das Risiko, hohe Verluste anzuhäufen, die Sie aus dem Markt drängen.

Ein weiterer Nachteil der Martingale Trading Strategie ist es, dass Sie mit Ihren Verlusten zocken, was üblicherweise als Regelbruch von gutem Money Management angesehen wird. Daher lohnt sich ein Vergleich mit der Anti Martingale Strategie, die oft von trendfolgenden Tradern eingesetzt wird. Dabei behält man seine Positionsgröße bei einem Verlust bei und erhöht sie, sobald man einen Profit macht und sich der Trend verstärkt.

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Abschließendes zur Martingale Strategie

Generell lässt sich über die Martingale Strategie sagen, dass man damit meistens kleine Gewinne macht, in unregelmäßigen Abständen aber katastrophale Verluste. Natürlich gibt es eine Grenze, wie lange Sie das Doppelte des Verlorenen setzen können. Die Strategie bricht in sich zusammen, sobald Sie mehrere Verluste nacheinander erleiden. Exponentielle Steigerungen sind sehr mächtig und resultieren schnell in großen Summen. Das ständige Verdoppeln könnte also bald zu einer unüberschaubaren Handelsgröße führen.

In einem solchen Szenario ist es unhaltbar, die Positionsgröße ständig zu erhöhen. Mit großer Sicherheit werden Sie mit einem großen Verlust aus dem Markt gedrängt. Würden wir eine Gruppe Trader mit dem Auftrag losschicken, die Martingale Strategie einzusetzen, würden die meisten von ihnen wohl mit kleinen Gewinnen zurückkommen, weil sie Glück hatten und keine langen Verlustserien erlitten, aber jeder Unglückliche würde harte Verluste hinnehmen müssen.

Wenngleich sich die Resultate der Martingale Trading Strategie zufriedenstellend anhören mögen, ist sie zu unverlässlich, um sie regelmäßig einzusetzen. Allerdings eignet sie sich dazu, den Markt besser kennenzulernen. Wenn Sie die Martingale Strategie ausprobieren wollen, können Sie das mit unserem kostenlosen Demokonto tun, das es Ihnen ermöglicht, diese und andere Strategien völlig risikofrei in realistischer Marktumgebung zu testen.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmenberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.

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