Ein Tag im Leben eines professionellen Forex Daytraders

Forex & CFD Daytrading: Ein "typischer" Daytrader und sein Arbeits-Alltag

Als Einstieg in die Thematik dieses Artikels macht es Sinn, zu klären, was ein professioneller Forex Trader oder ein aktiver Daytrader überhaupt ist:
Auf der einen Seite gibt es die Gruppe jener professionellen Trader, welche einen Job bei einer Bank, einer Investmentfirma, einer Fondsgesellschaft oder einem großen Unternehmen haben. Sie werden nach Arbeitszeit bezahlt, so wie bei jedem anderen Job auch. Lassen Sie uns diese Leute angestellte Trader nennen. Sie werden beispielsweise dafür bezahlt, einen Fonds zu managen, der nicht aus ihren eigenen (privaten) Geldern besteht.

Sie sind per Defintion professionelle Trader, da Sie beruflich traden.

Auf der anderen Seite ist ein professioneller Trader auch jemand, der mit seinem eignen Geld tradet und dabei so große Gewinne generiert, dass er davon leben kann. Um allerdings von den Gewinnen des Tradings leben zu können, ohne einer anderen vergüteten Beschäftigung nachzugehen, beschäftigen sich die meisten dieser Trader mehrere Stunden täglich mit ihrem Handel. Wenn dies der Fall ist, dann nennt man so jemanden in Fachkreisen einen Daytrader. Diese Daytrader verfügen oft über ebenso umfangreiche Kenntnisse, wie die angestellten Trader und sind gleichermaßen als professionelle Trader zu betrachten, da auch sie ihren Lebensunterhalt mit dem Trading bestreiten .

Schlussendlich ist ein Daytrader jemand, der jeden Tag für größere Zeiträume profitabel und konsistent tradet.

Der erste Schritt: Entwickeln Sie eine Morgenroutine

Also was braucht es, um ein guter Forex & CFD Daytrader zu werden? Zunächst ist es wichtig, gute Routinen zu entwickeln.

Routine ist im Daytrading eine Notwendigkeit, auch wenn das Wort vielleicht ein wenig negativ besetzt ist. Routine hat weniger mit Pflichten zu tun, als vielmehr mit Gewohnheiten, die beim Trading sowohl Zeit als auch bares Geld sparen können.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Menschen, die am Morgen nicht überlegen müssen, was sie zum Frühstück essen, am Nachmittag weniger müde sind? Die Routine hilft Ihnen dabei, nicht ständig darüber nachzudenken, was Sie tun müssen. Denn so müssen Sie nur einmal entscheiden. Die Wahrheit ist, dass es harte Arbeit für Ihr Gehirn ist, Entscheidungen (auch sehr simple) zu treffen. Erinnern Sie sich einmal daran, wie ermüdend die Klausuren im Studium oder in der Schule waren.

Gute Ergebnisse erhalten Sie, indem Sie Ihre Performance optimieren und die Ressourcen schonen. Das gilt für das Leben wie auch für das Trading.

Also, was ist das erste, was ein professioneller Daytrader am Morgen machen sollte? Er sollte seinen Tag gut ausgeruht starten, den Körper in Bewegung bringen, ein gesundes Frühstück zu sich nehmen und sich anschließend an die Arbeit machen.

Guten Morgen DAX-Index

Die meisten professionellen Trader starten ihren Tag verhältnismäßig früh. Durch die Evolution hat sich unser Biorythmus an den Tag- und Nachtrhythmus angepasst. Sich daran zu halten, wird in der Regel einen positiven Effekt auf Ihren Körper haben und damit auch auf Ihr Trading.

Wenn wir schon von Gesundheit sprechen: Ihr Gehirn, der Motor Ihrer analytischen Fähigkeiten, benötigt eine Menge Kraftstoff: Sauerstoff. Also könnten Sie Sportübungen in Ihre tägliche Morgenroutine integrieren. Tun Sie, was Sie tun müsse, damit Ihr Blut gut zirkulieren kann. Beispiele dafür wären Joggen, Radfahren oder Liegestütze. So verringern Sie nicht nur das Risiko eines Herzinfarktes, sondern regen zusätzlich noch Ihre Blutzirkulation und Sauerstoffaufnahme an - dadurch erhöhen Sie die Gehirnaktivität und erhöhen somit Ihre Chancen, mit dem Daytrading erfolgreich zu sein.

Der nächste wichtige Schritt ist eine ausgewogene Ernährung. Ihr Gehirn nutzt 40% der Energie aus der Nahrung, welche Sie zu sich nehmen. Also stellen Sie sicher, dass Sie ein gesundes Frühstück zu sich nehmen, denn das wird auch Ihrer Trading-Performance zu Gute kommen.

Starten Sie ausgeruht, fit und entspannt in Ihren Tradingtag: was Ihnen persönlich gut tut, ist entscheidend! Eine Morgenroutine kann dabei mit Sicherheit hilfreich sein!

Kenne dich selbst, kenne dein Trading

Im Daytrading lassen sich die Trader am einfachsten in den Zeiteinheiten kategorisieren, in denen sie traden:

Positionstrading bedeutet langfristig zu traden, mit Positionen, welche für gewöhnlich Wochen, Monate oder Jahre lang gehalten werden. Das bedeutet, man analysiert den Tageszeitrahmen/Tageschart - alles darunter ist kaum von Relevanz.

Swing-Trader haben Ihre Trades stunden-, tage- oder wochenlang geöffnet. D1- und H4- Zeitrahmen (die üblichen Chart-Zeiteinheiten im MetaTrader) sind hier der Favorit. In einigen seltenen Fällen wird der Stundenzeitrahmen genutzt, um Areale zu finden, in denen Kursänderungen stattfinden, aber es ist nicht der übliche Intervall, in welchem Entscheidungen getroffen werden.

Daytrader traden ausschließlich innerhalb der Tagessitzung. Sie vermeiden Übernachttrades, da es sehr risikoreich ist, ein Chart (und somit die offene Position) für eine längere Zeit unbeobachtet zu lassen. Dies widerspricht nämlich normalerweise mit dem Risikomanagement. Sowohl dieses Risikomanagement, als auch die kontinuierliche Weiterentwicklung sind allerdings auch und besonders für professionelle Daytrader kritische Erfolgsfaktoren! Auch sie testen Ihre neuen Strategien stets, bevor sie diese für Ihre Trades verwenden und bilden sich kontinuierlich weiter. Testen können Sie neue Strategien beispielsweise mit einem Demokonto. Dieses ermöglicht es Ihnen, sich kostenlos und risikofrei auszuprobieren.

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Schlussendlich gibt es noch die Scalper. Dieser Tradertyp hat sich auf die niedrigsten Zeiträume spezialisiert. Die Time Frames beim Scalping umfassen meist nicht mehr als 15 Minuten, oft auch nur Sekunden bis zwei, drei Minuten.

Warum ist es wichtig, Ihren Zeitrahmen zu kennen? Dieser beeinflusst Ihre Handelsstrategie, Ihr Handeln selbst und damit auch Ihre Routine beim Traden.

Im Gegensatz zu professionellen Tradern lassen Einsteiger für gewöhnlich nicht Ihre Augen von den Charts. Das Problem ist, dass Over-Analysing oder das Zählen der Pips schnell zu anstrengend wird und Übermüdung verursacht.

Professionelle Trader versuchen stetig, Ihre Zeit an den Märkten zu limitieren.

Wie limitieren sich professionelle Trader? Als erstes haben Sie nur eine geringe Anzahl an Märkten, welche Sie verfolgen. Sie analysieren beispielsweise Forex-Paare, die am meisten getradet werden, während sie wach und aufmerksam sind. Zweitens wissen sie genau, was sie im Chart suchen.

Um also Ihren Forex Handel auf ein professionelles Level zu heben, sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Finden Sie heraus, was für ein Tradertyp Sie sind.
  • Identifizieren Sie, welche Märkte für Sie interessant sind.
  • Verstehen Sie Ihre Strategie und wissen Sie exakt, wonach Sie suchen.

Märkte scannen - Traden - Schluss

Die Mehrheit der Daytrader bevorzugt größere Zeiträume gegenüber kleineren. So gibt es weniger Signale, die man interpretieren muss und infolgedessen weniger Zeit am Bildschirm. Dies führt dazu, das die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Sie Trades mit höherern Gewinnchancen identifizieren können.

Ironischer Weise fangen die meisten Menschen mit dem Trading in der Hoffnung an, dadurch mehr Freizeit zu haben. Stattdessen enden Sie oft bei 6, 8 oder noch mehr Stunden am Tag vor dem Bildschirm und beobachten Ihre Trades. Das ist jedoch nicht das echte Traderleben. Eigentlich ist das überhaupt kein Leben. Die Profis lassen den Markt für sich arbeiten, ruhen sich in der Zwischenzeit aus oder beschäftigen sich mit anderen Dingen, um später noch besser performen zu können.

Ein Langzeit-Trader, bzw. ein Positionstrader, startet den Tag mit der Analyse offener Orders. Je nachdem wie sich die Märkte über Nacht verhalten haben, wird der Trader eventuell seinen Stop Loss oder Take Profit anpassen. Für Langzeit-Trader gibt es in aller Regel keinen Grund, die Märkte öfter als alle vier Stunden zu checken.

Falls einige Trades in der Nacht geschlossen wurden, wird ein professioneller Trader dies in einem Tradingtagebuch notieren und seine Verluste oder Gewinne analysieren. Ein Tradingtagebuch zu führen unterscheidet normalerweise die Daytrader von den Neulingen. Es wird dadurch sehr viel einfacher für den Trader, seine Gesamtperformance und Strategie zu evaluieren. Es hilft auch dabei, sich ein besseres Bild über die Gesamtsituation des Profit/Loss zu verschaffen. Die Trades auf einen Blick aufgeführt zu haben (anstatt jeden einzelnen) ist viel besser, um die Strategie anzupassen und die Performance zu überblicken.

Ein einfacher Weg, ein professioneller Forex & CFD Trader zu werden, ist, Langzeitpositionen zu eröffnen. Ein Vorteil dabei ist, dass der Trader mehr Flexibilität bezüglich der Zeitpunkte für die Überprüfung des Charts hat.

Intraday-Trader und Scalper müssen die Charts viel häufiger und genauer checken. Das liegt daran, dass Sie in sehr engen Zeitrahmen handeln und bereits eine kleine Änderung des Preises das Ergebnis des Trades verfälschen kann.

In jedem Fall sollten Sie lernen, wann der Markt tatsächlich Ihre Anwesenheit erfordert und wann nicht. Falls sie nicht erforderlich ist, ist es am besten, wenn man sich ganz von den Märkten fernhält. Professionelle Trader halten sich strikt daran - stellen Sie sicher, dass auch Sie das tun. Nutzen Sie Ihre Zeit lieber sinnvoll und bilden Sie sich weiter: Admiral Markets bietet Ihnen dafür mehr als 15 Live-Webinaren pro Woche und unzählige Artikel rund um das Trading an.

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Professionelle Trader jagen nicht nach Trades. Sobald ihre Tradingzeit vorrüber ist, ruhen sie sich aus oder halten sich zumindest vom Trading fern. Sie werden eventuell etwas über das Trading lesen, allerdings nicht endlos auf ihre Charts schauen.

Als wichtigsten Punkt sollten Sie jedoch daran denken, auf sich selbst zu achten, gesund und glücklich zu bleiben. Dadurch sind Sie jederzeit bereit zum Trading, wann auch immer der beste Zeitpunkt sein mag.

Als Zusammenfassung können Sie die folgenden Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Ein professioneller Daytrader kennt seinen Trading Stil, kennt seine Märkte und verschwendet seine Zeit nicht mit Over-Analyzing.
  • Over-Trading, "immer traden zu wollen" führt meist aus der Erfahrung gesprochen zu Verlusten.
  • Ein Daytrader führt ein Tagebuch, um seine Ergebnisse und Trades zu analysieren.
  • Er weiß, wann er sich von den Charts lösen muss.
  • Ein professioneller Trader lässt sein Leben nicht von seiner Arbeit bestimmen.


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